AA_PO-21492-123RF-Hypermania2_123RF-Ampeln_resized.jpg

© Hypermania2, 123RF

Prozesse, hört die Signale!

Signale sind ein wichtiges Linux-Feature

09.10.2013
Programme können unter Linux kommunizieren, indem sie sich "Signale" schicken. Wie das geht und wofür man Signale braucht, verraten wir in diesem Basics-Artikel.

Wenn Sie aus einem Terminalprogramm heraus ein anderes Programm starten, dann schläft die Shell solange, bis dieses Programm beendet ist. Wie kriegt sie mit, dass das andere Programm fertig ist? Linux schickt der Shell ein Signal und macht sie damit darauf aufmerksam, dass ein so genannter Kindprozess beendet wurde.

Das ist nur eines von vielen Anwendungsgebieten für Signale. Aus Benutzersicht sind Ihnen vielleicht die TERM- und KILL-Signale bekannt: Die können Sie mit dem Kommando kill an ein Programm schicken, um es zu beenden. Das KILL-Signal ist dabei das härtere: Es beendet einen Prozess in jedem Fall, egal, in welchem Zustand dieser gerade ist. Im Vergleich ist das TERM-Signal friedlicher und lässt dem Prozess noch die Gelegenheit zum Aufräumen.

Nun war hier abwechselnd von Programmen und Prozessen die Rede – sind das nicht gleichwertige Ausdrücke? Nein, ein Programm ist eine Datei auf der Festplatte, z. B. die Programmdatei firefox des Browsers Firefox. Ein Prozess entsteht erst, wenn Sie dieses Programm in den Speicher laden und starten. Einige Programme darf man auch mehrfach starten, so dass dann mehrere Prozesse laufen, die dasselbe Programm ausführen. Beim Verschicken von Signalen ist es immer wichtig, den richtigen Prozess anzusprechen.

Signalbehandlung

Das Funktionsprinzip von Signalen ist bei allen Unix-artigen Betriebssystemen (also auch bei Linux) gleich: Prozesse (oder auch das Betriebssystem selbst) können Signale an andere Prozesse verschicken. Wenn das passiert, geschieht zunächst wenig: Linux verwaltet für jeden Prozess eine Liste der empfangenen Signale, und wenn Prozess A ein Signal an Prozess B schickt, wird dies im passenden Listeneintrag von Prozess B vermerkt. Wird dieser das nächste Mal aktiv, setzt er nicht seine eigentliche Aufgabe fort. Stattdessen prüft Linux, ob er einen so genannten

...

Liebe Leserin, lieber Leser,

dieser Artikel ist nur für Mitglieder der LinuxCommunity zugänglich, die ein Archiv-Abo der Zeitschrift EasyLinux besitzen. Das Archiv-Abonnement kostet zusätzlich zum Printabo 1 Euro pro Monat und bietet vollen Online-Zugriff auf sämtliche EasyLinux-Artikel, Chat-Workshops und das exklusive LC-Klubforum.

Falls Sie bereits Abonnent eines Archiv-Abos sind, melden Sie sich bitte über das Login-Menü an.

Um ein Archiv-Abonnement abzuschließen, bestellen Sie dieses bitte in unserem Online-Shop.

EasyLinux-Artikel werden 12 Monate nach der Erstveröffentlichung automatisch freigeschaltet. Weitere Artikel aus der Zeitschrift EasyLinux finden Sie im Archiv.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Ähnliche Artikel

  • Prozesse im Griff
    OpenOffice hängt – jetzt heißt es, schnell das Programm abzuschießen, bevor der Speicher voll läuft und das System unbenutzbar wird. Am schnellsten geht es auf der Shell.
  • Programme mit top, ps, kill, pidof, nice, renice steuern
    Firefox hängt – jetzt heißt es, schnell das Programm abzuschießen, bevor der Speicher voll läuft und das System unbenutzbar wird. Am schnellsten geht es auf der Shell.
  • Prozess beobachten und beenden auf der Kommandozeile
    Zahlreiche Prozesse tummeln sich auf einem Linux-System: Dieser Artikel bringt Licht ins Prozessdunkel, zeigt, wie Sie Tasks anhalten, fortsetzen oder beenden und verrät, wie Sie Überbleibsel von abgestürzten Programmen ins Jenseits befördern.
  • Präzise Kontrolle
    Auf einem typischen Linux-System laufen viele Anwendungen und Dienste gleichzeitig. Mit den richtigen Befehlen verschaffen Sie sich einen Überblick und greifend steuernd ein.
  • out of the box: gPS
    Sie verlieren bei textbasierten Prozessmonitoren wie top schnell die Übersicht? gPS bietet einen grafischen Ersatz und kann sogar mehrere Rechner über ein Netzwerk überwachen.
Kommentare

Infos zur Publikation

title_2014_03

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo mit Prämie kostet ab EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im Medialinx-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Tipp der Woche

Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Tim Schürmann, 24.06.2014 12:40, 0 Kommentare

Wer mehrere nützliche Live-Systeme auf eine DVD brennen möchte, kommt mit den Startmedienerstellern der Distributionen nicht besonders weit: Diese ...

Aktuelle Fragen

Server antwortet mit falschem Namen
oin notna, 21.07.2014 19:13, 1 Antworten
Hallo liebe Community, Ich habe mit Apache einen Server aufgesetzt. Soweit, so gut. Im Heimnet...
o2 surfstick software für ubuntu?
daniel soltek, 15.07.2014 18:27, 1 Antworten
hallo zusammen, habe mir einen o2 surfstick huawei bestellt und gerade festgestellt, das der nic...
Öhm - wozu Benutzername, wenn man dann hier mit Klarnamen angezeigt wird?
Thomas Kallay, 03.07.2014 20:30, 1 Antworten
Hallo Team von Linux-Community, kleine Zwischenfrage: warum muß man beim Registrieren einen Us...
openSUSE 13.1 - Login-Problem wg. Fehler im Intel-Grafiktreiber?
Thomas Kallay, 03.07.2014 20:26, 8 Antworten
Hallo Linux-Community, habe hier ein sogenanntes Hybrid-Notebook laufen, mit einer Intel-HD460...
Fernwartung für Linux?
Alfred Böllmann, 20.06.2014 15:30, 7 Antworten
Hi liebe Linux-Freunde, bin beim klassischen Probleme googeln auf www.expertiger.de gestoßen, ei...