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© Reinhard Eisele

Gute Abwehr

IP-Adressen von Angreifern bockieren

09.10.2013
Wenn Sie auf dem Linux-PC einen Port für den Zugriff von außen freigeben, müssen Sie mit automatisierten Einbruchsversuchen rechnen. Fail2ban sperrt die IP-Adressen der Angreifer. Wir zeigen die Einrichtung für SSH-Logins und Dateitransfers mit der SSH-basierten FTP-Alternative SFTP.

Wenn Sie sich via SSH auf einem anderen Linux-Rechner anmelden, benötigen Sie im Normalfall den Benutzernamen und das Passwort. Geben Sie das Passwort falsch ein, erscheint direkt der nächste Passwort-Prompt und ermöglicht einen weiteren Versuch. Erst nach drei Falscheingaben bricht die Gegenseite die Verbindung ab. Doch hindert Sie nichts daran, es direkt erneut zu versuchen. Diese Möglichkeit nutzen auch Angreifer, welche die Kontrolle über im Internet erreichbare Linux-PCs übernehmen wollen: Sie bauen automatisiert immer wieder eine Verbindung mit dem SSH-Server auf und probieren der Reihe nach alle Benutzernamen und Passwörter aus einem Wörterbuch aus. Diese Art des Angriffs nennt sich Wörterbuchattacke, und sie gehört zu den so genannten Brute-Force-Attacken, bei denen man keine spezielle Schwachstelle ausnutzt, sondern einfach alle möglichen User-/Passwort-Kombinationen testet, bis der Login gelingt. Solche Angriffe sind oft erfolgreich, weil viele Anwender schwache Passwörter verwenden: Es ist z. B. keine gute Idee, als Passwort für den Administrator root ebenfalls root zu verwenden, weil diese Kombination oft vorkommt und Angreifer diese darum auch ausprobieren.

Das Programm Fail2ban [1] (Abbildung 1) schiebt diesen Angriffsversuchen einen Riegel vor: Es beobachtet die Logdatei /var/log/auth.log (Ubuntu) bzw. /var/log/messages (OpenSuse), in der das System alle erfolgreichen und fehlgeschlagenen Login-Versuche protokolliert. Versucht z. B. ein Angreifer von der IP-Adresse 11.22.33.44 aus, sich via SSH als User master einzuloggen, dann erscheint in der Protokolldatei folgender Eintrag:

Sep 18 15:45:39 quadamd sshd[5623]: Failed
...

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