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Virtuelle Maschinen mit Suse Studio erstellen

09.07.2013
Virtualisierung ist sehr nützlich, um Linux-Versionen oder große Softwarepakete zu testen. Andererseits ist es umständlich, virtuelle Maschinen einzurichten – Suse Studio nimmt Ihnen diese Aufgabe ab und baut nach fertige Festplatten-Images nach Ihren Vorgaben.

Den eigenen Linux-PC konfigurieren viele Anwender sehr individuell – oft vergehen viele Stunden, bis das System an die eigenen Bedürfnisse angepasst ist. Wenn erstmal alles so läuft wie gewünscht, ist die Hemmschwelle hoch, größere Updates einzuspielen oder neue Funktionen auszuprobieren. Virtuelle Maschinen (VMs) bieten hier einen Ausweg: Darin installieren Sie einfach eines oder mehrere zusätzliche Linux-Systeme, in denen Sie dann nach Belieben Dinge ausprobieren können. Geht in einer VM mal etwas schief, ist das nicht so tragisch, weil das Hostsystem (also die Installation auf dem Rechner, nicht die in der VM) nicht betroffen ist.

In Form von VMware und VirtualBox stehen für Linux zwei Lösungen für Virtualisierung zur Verfügung, die mit einer ansprechenden Oberfläche daherkommen und leicht zu bedienen sind. Das Aufsetzen einer VM ist im Grunde die normale Linux-Installation, die allerdings viel Zeit verschlingt: Vom Booten des Installationsmediums bis zum fertigen System vergeht schnell eine halbe Stunde, und dann fehlen noch die umfassenden Updates, die sich frisch installierte Systeme direkt nach dem ersten Start gerne genehmigen.

Abhilfe aus der Cloud

Abhilfe für dieses Problem kommt von Suse. Das Nürnberger Unternehmen feilt seit einiger Zeit heftig an seiner Cloud-Strategie für Geschäftskunden. In typischen Cloud-Installationen spielt Virtualisierung ebenfalls eine große Rolle: Kunden erhalten die Möglichkeit, auf Servern des Anbieters bei Bedarf schnell virtuelle Maschinen zu starten. Weil die Einstiegshürde so gering wie möglich sein soll, bieten Cloud-Provider den Kunden oft fertige Betriebssystem-Images an, die diese dann per Mausklick einfach auswählen können. Flugs entsteht so eine neue VM. Um die virtuellen Abbilder für Cloud-Installationen schnell bauen zu können, hat Suse das Suse Studio [5] entwickelt – und als Nebenprodukt steht diese Webanwendung nun kostenlos für alle Anwender zur Verfügung.

In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten Funktionen vor und zeigen, wie Sie über das Studio bei Bedarf auch zu einem Rettungs-USB-Stick oder einem bootbaren Livesystem kommen.

Voraussetzungen

Zunächst eine kurze Anmerkung zur Virtualisierung: Damit Sie die mit Suse Studio erzeugten Images nutzen können, benötigen Sie auf Ihrem PC, dem Hostsystem, ein Virtualisierungsprogramm. Für Linux stehen gleich mehrere Vertreter dieser Art zur Verfügung, darunter der VMware Player [1] und VirtualBox [2], mit dem sich ein älterer Artikel [3] schon ausgiebig beschäftigt hat. Suse Studio beherrscht derzeit nur den Export der virtuellen Platten in das VMware-eigene VMDK-Format. Weil VirtualBox aber VMDK-Dateien importieren kann, haben Sie die freie Wahl zwischen den beiden Tools.

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