Software

Neue Software (Teil 1/2)

Im Quartalsrhythmus erscheinen viele Programme in neuer Version. Eine Auswahl stellen wir regelmäßig vor. Auf der Heft-DVD finden Sie die passenden Pakete und Installationshinweise. (Teil 1/2)

DigiKam – Allround-Software für Kamerabesitzer

DigiKam gestaltet den Zugriff auf die Digitalkamera kinderleicht, sorgt für Ordnung in der Fotosammlung und bietet dazu noch reichlich Bildbearbeitungsfunktionen. Damit sammelt die praktische Software alle wichtigen Grundwerkzeuge für Fotoliebhaber unter einer einheitlichen Oberfläche.

Es gab einmal eine Zeit, da meldeten sich noch viele Digitalkameras und Handys als USB-Massenspeicher am Computer. Jedes Betriebssystem, das USB-Speicherkarten lesen konnte, kam damit klar.

Diese Zeiten sind vorbei. Heute kommunizieren die meisten Kameras über ein PTP genanntes Protokoll oder dessen Weiterentwicklung MTP, was neben dem zweifelhaften Vorteil, dass der Computer den Kameraverschluss auslösen kann, eigentlich nur zusätzliche Probleme verursacht. Ein direkter Zugriff auf das Dateisystem des Geräts mit dem Dateimanager ist jedenfalls nicht mehr möglich.

Für Anschluss sorgen

Zum Glück gibt es das Tool GPhoto [1] , das PTP- und MTP-Geräte unter Linux zugänglich macht. Die Entwickler bemühen sich auch redlich, die Kameras der Hersteller für Linux zu erschließen, die ihr eigenes Süppchen kochen und meinen, mit einem eilig zusammengeschusterten Windows-Programm für den Kamerazugriff seien ihre Kunden gut bedient. Alternativ lassen sich die Fotos immer noch direkt von der herausgenommenen Speicherkarte auslesen, besonders bequem ist das aber nicht.

GPhoto bringt nur ein Kommandozeilenprogramm für den Zugriff auf die Kamera mit. DigiKam [2] baut die externe Hardwareunterstützung zu einem komfortablen Fotomanagementsystem mit grundlegenden Bearbeitungsfunktionen aus.

Nach dem Start steht der erste Import von Bildern aus der Kamera an. Im Test mit einer PTP-Kompaktkamera (Nikon Coolpix L610) brauchten wir dafür nur auf den Importieren -Button in der Mitte der Symbolleiste unter dem Menü klicken. Die Software hat die am USB-Port angeschlossene Kamera automatisch erkannt.

Die Bilder für das Herunterladen wählen Sie in einer Thumbnail-Vorschau aus. Statt die Fotos per Hand auszuwählen, dürfen Sie auch alle seit dem letzten Herunterladen auf der Speicherkarte hinzu gekommenen Aufnahmen übertragen.

DigiKam kennt den Übersichtsmodus und einen Bearbeitungsmodus. Hinzu kommt noch die Leuchttisch-Ansicht (Abbildung #), die dazu dient, einige wenige Fotos miteinander zu vergleichen.

Abb. #: DigiKams Leuchttischansicht hilft Ihnen dabei, schnell die richtigen Fotos zu finden.

Der Herausforderung, in einer großen Fotosammlung das gewünschte Bild zu finden, begegnet DigiKam mit mehreren Ordnungs- und Gruppierungsfunktionen. Die einfachste ist die wie ein Dateisystem in Ordner und Unterordner gruppierbare Albenliste. Beim Download fragt das Programm nach dem Zielalbum. Nachträglich lassen sich die Fotos noch per Drag & Drop zwischen den Alben verschieben.

Außerdem dürfen Sie die Bilder mit Stichwörtern auszeichnen. Bei Personenfotos lassen sich nicht nur dem ganzen Bild, sondern auch mehreren markierten Gesichtern Namen zuweisen. Eine gesonderte Personenansicht zeigt Vorschauicons aller gekennzeichneten Gesichter, ein Klick darauf öffnet das ganze Foto.

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