Neue Software (Teil 2/2)

Software

09.07.2013
Im Quartalsrhythmus erscheinen viele Programme in neuer Version. Eine Auswahl stellen wir regelmäßig vor. Auf der Heft-DVD finden Sie die passenden Pakete und Installationshinweise (Teil 2/2).

DocFetcher – plattformübergreifende Desktop-Suchmaschine

Die Desktop-Suchmaschine DocFetcher hat im Vergleich zum in KDE eingebauten Nepomuk zwei Vorteile aufzuweisen: Sie indiziert auch neuere Microsoft-Office-Dateien, und sie funktioniert auch ohne Ressourcen fressenden Hintergrunddienst.

Ohne Suchmaschinen wäre das Internet beinahe nutzlos, denn wie sollte man in den Abermilliarden Dokumenten die gewünschte Information finden? Auch wenn die Zahl der Dokumente auf der heimischen Festplatte ein paar Größenordnungen kleiner ausfällt und der Computerbenutzer selbst die Verzeichnisstruktur anlegt, ist es nur allzu menschlich, hin und wieder den Überblick zu verlieren. Darum integriert die KDE-Desktop-Umgebung die Desktop-Suchmaschine Nepomuk, die den Inhalt der Dateien im Heimatverzeichnis durchforstet.

Stromfresser

Allerdings gerät der Einsatz von Nepomuk schnell zur Rechnerressourcenschlacht, wenn die Zahl der Dateien in den überwachten Verzeichnissen wächst. Der Hintergrunddienst braucht dann viel Speicher. Außerdem startet KDE mit aktiviertem Nepomuk deutlich langsamer: Die Software prüft beim Hochfahren alle Ordner auf Änderungen seit dem letzten Abmelden. Viele Benutzer deaktivieren den Indizierer daher in den Systemeinstellungen. Auf Laptops ist diese Optimierung wegen der Akkulaufzeit fast ein Muss.

CPU-schonende Alternativen zur KDE-Desktop-Suchmaschine bieten Recoll [1] und DocFetcher (Abbildung #) [2]. Letzteres Programm zeichnet sich dadurch aus, dass es die Dateiformate von Microsoft-Word-, Excel- und Visio-Dateien kennt, und zwar nicht nur die alten doc-Formate bis Word 2003, sondern auch die ab Office 2007 eingesetzten OpenXML-Formate (docx, xlsx oder pptx). Daher ist das Programm besonders für Windows-Umsteiger zu empfehlen, auch wenn die Entwickler die Microsoft-Office-Unterstützung deswegen eingebaut haben, weil das Java-Programm auch unter Windows läuft. Es versteht aber auch die Open-/LibreOffice-Dateiformate und lässt sich daher auf beiden Systemen gleich gut nutzen.

Abb. #: Die Desktop-Suchmaschine DocFetcher läuft unter Linux und Windows und kommt auch mit den unter beiden Systemen gebräuchlichen Dateiformaten zurecht.

Außerdem kennt es das RTF-Format, ein klassisches Austauschformat für formatierten Text, sowie Abiword-Dateien. Neben den Office-Formaten indiziert die Software auch die Tags von JPG-, PNG- und SVG-Grafikdateien sowie Musikdateien im MP3- und Flac-Format. Auch PDF- und simple Textdateien werden indiziert.

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