Schritte 1 und 2: Image-Frage

Das 928 MByte große Kubuntu-Image (für 64-Bit-CPUs) enthält alle Pakete sowie die Installationsroutine. Im Image verpackt schlummert unter anderem das Dateisystem, das der Installer dann auf eine leere Partition entpackt.

Da das aktuelle Kubuntu-Image nicht mehr auf eine CD passt, Sie allerdings ein Installationsmedium benötigen, bleiben als die zwei naheliegenden Alternativen DVDs und USB-Sticks übrig. Hat Ihr Rechner ein DVD-Laufwerk, können Sie Kubuntu 13.04 von unserer Heft-DVD installieren. Bei einigen älteren Rechnern ist das sogar ein Muss, da diese nicht von USB-Sticks booten – das können Sie im BIOS überprüfen. Wir beschreiben zunächst die Medienerstellung für Windows-7-Nutzer.

Wollen oder können Sie die Heft-DVD nicht nutzen, laden Sie ein ISO-Image vom Kubuntu-Server [2] herunter. Um es auf eine DVD zu schreiben, rufen Sie den Windows Explorer auf und navigieren in den Ordner mit der Abbilddatei. Klicken Sie diese mit der rechten Maustaste an und wählen Sie Datenträgerabbild brennen, wobei Sie zuvor eine beschreibbare DVD in den DVD-Brenner legen sollten. Ein kleines Fenster (Abbildung 2) zeigt nun den vermeintlichen DVD-Brenner in einem Aufklappmenü an, den Sie auswechseln, falls es sich um das falsche Laufwerk handelt. Über einen Klick auf Brennen starten Sie den kompletten Vorgang, per Kreuzchen können Sie zudem den Datenträger nach dem Brennen überprüfen. Wenn Sie bereits mit Linux arbeiten, können Sie auch dort das Image auf eine DVD brennen (siehe nächster Abschnitt).

Abbildung 2: Unter Windows brennen Sie ein ISO-Image direkt aus dem Explorer heraus auf eine DVD.

Wollen Sie Kubuntu hingegen auf einen USB-Stick spielen, laden Sie unter Windows den Linux Live USB Creator (LiLi) herunter [3] – aktuell ist die Version 2.8.22. Sie stecken einen USB-Stick an den Rechner, der mindestens 4 GByte Speicherplatz mitbringen sollte, und klicken dann doppelt auf die exe-Datei von LiLi. Wählen Sie eine passende Sprache und installieren Sie das Programm. Nach dem Start stoßen Sie auf eine halbtransparente Oberfläche (Abbildung 3): Ganz oben (Schritt 1) wählen Sie den USB-Stick aus, in Schritt 2 das ISO-Image von Kubuntu, in Schritt 3 lassen Sie noch etwas Speicherplatz für das Live-System (was bei der Kubuntu-Installation aber nicht funktionierte). Wählen Sie in Schritt 4 die Möglichkeit, den Stick mit FAT32 zu formatieren, löscht das die Daten auf dem Stick, macht diesen aber auch für Windows-Rechner beschreibbar. Ein Klick auf das Blitz-Symbol startet den Schreibvorgang.

Abbildung 3: Das Windows-Programm LiLi sieht schräg aus, erweist sich aber als praktisch, um ISO-Dateien auf USB-Sticks zu spielen.

ISO-Datei unter Kubuntu

Nutzen Sie bereits Kubuntu oder Ubuntu 12.10, rufen Sie das Programm Startmedienersteller auf, das ähnlich wie LiLi funktioniert: Im oberen Bereich suchen Sie das ISO-Image aus, im unteren formatieren Sie den Datenträger, was alle vorherigen Daten vom USB-Stick löscht. Über Startmedium erstellen schreiben Sie das Abbild auf den USB-Stick.

Um unter Kubuntu eine DVD zu beschreiben, verwenden Sie hingegen das vorinstallierte Brennprogramm K3b. Sie legen eine leere DVD in das Laufwerk, halten das ISO-Image bereit und starten den Brennvorgang dann über Extras / ISO-Abbild brennen – der restliche Ablauf ist selbsterklärend. Egal ob Sie Kubuntu, Windows oder ein anderes Betriebssystem verwenden: Am Ende sollte sich ein bootbares Image von Kubuntu 13.04 auf Ihrem USB-Stick oder auf der DVD befinden. Damit haben Sie bereits die ersten zwei der insgesamt fünf Schritte bewältigt.

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