Fallunterscheidung

Um verschiedene Situationen zu unterscheiden, kennt BASIC die Befehle IF (falls) und THEN (dann); in einigen Varianten der Sprache kommt noch das Schlüsselwort ELSE (anderenfalls) hinzu. Der folgende Programmcode liest z. B. mit INPUT eine Zahl ein und entscheidet dann, ob sie kleiner als 100 ist oder nicht:

10 PRINT "GIB WERT EIN: ";
20 INPUT X
30 IF X < 100 THEN PRINT "KLEINER ALS 100"
40 IF X >= 100 THEN PRINT "GROESSER ODER GLEICH 100"

Variablennamen wie X dürfen übrigens nicht beliebige Längen haben; für maximale Kompatibilität verwenden Sie nur Namen mit Länge 1 (also einzelne Buchstaben). Der C64 akzeptiert längere Namen, unterscheidet aber nur die ersten zwei Buchstaben: X und XY sind dort verschiedene Variablen, aber XY und XYZ sind es nicht. Beim Schneider CPC dürfen die Variablennamen bis zu 40 Zeichen lang sein.

Schleifen

Eine einfache Schleife haben Sie schon gesehen: Mit GOTO können Sie jederzeit zu einer früheren Stelle im Code zurück springen und so immer wieder dieselben Befehle ausführen. Beliebter ist aber die so genannte Zählschleife: Sie verwendet eine Variable, die nacheinander verschiedene Werte annimmt. Das folgende Beispiel gibt alle ungeraden Zahlen zwischen 1 und 9 aus:

10 FOR I = 1 TO 9 STEP 2
20 PRINT I,
30 NEXT I

Die Variable I erhält in Zeile 10 zunächst den Wert 1, dann wird dieser in Zeile 20 ausgegeben, und durch den Befehl NEXT I in Zeile 30 geht es zurück zum Anfang der Schleife. Normal würde eine FOR-Schleife nun den Wert um 1 erhöhen, aber durch das Schlüsselwort STEP addiert der Interpreter stattdessen immer 2 – der Wert von I im nächsten Durchlauf ist also 3, danach 5, 7 und schließlich 9. Wenn der Endwert erreicht ist, bricht die Schleife ab (Abbildung 6).

Abbildung 6: Mit einer FOR-Schleife wiederholen Sie gleichartige Berechnungen mit verschiedenen Werten.

Schleifen können Sie auch schachteln und wie folgt z. B. eine kleine Multiplikationstabelle (das kleine Einmaleins) ausgeben:

10 FOR I = 1 TO 10
20 FOR J = 1 TO 10
30 PRINT I; " x "; J; " = "; I*J
40 NEXT J
50 NEXT I

Beachten Sie, dass hier in Zeile 40 zunächst die "innere Schleife" beendet wird (FOR JNEXT J) und dann in Zeile 50 die "äußere Schleife" (FOR INEXT I).

Bei den meisten BASIC-Dialekten können Sie im NEXT-Befehl auch auf den Namen der Variable verzichten.

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