Tasten

Bevor Sie mit dem Programmieren loslegen, sollten Sie sich mit der Tastaturbelegung Ihres emulierten Homecomputers vertraut machen – die Buchstaben und Zahlen erreichen Sie alle wie gewohnt (je nach Emulator sind eventuell Y und Z vertauscht), aber die Sonderzeichen liegen meist auf ungewohnten Positionen. Drücken Sie einfach im laufenden Emulator probeweise alle Tasten und merken Sie sich, welche Zeichen erscheinen – vor allem "=", "+", "-", ";" und ":" werden Sie gelegentlich brauchen.

Original-BASIC

Die klassischen BASIC-Interpreter der Homecomputer kennen keine Funktionen oder Prozeduren – BASIC-Varianten mit solchen Features wurden erst Jahre später entwickelt. Es gibt im ursprünglichen BASIC zwei Möglichkeiten, Sprünge im Programm durchzuführen:

  • Verzweigungen mit GOTO, dabei geben Sie ein Ziel an, an dem der Interpreter die Programmausführung fortsetzt.
  • Unterprogrammaufrufe mit GOSUB, das ist ein Vorläufer von Funktionen oder Prozeduren: Sie können damit in ein Unterprogramm springen und mit RETURN zur aufrufenden Position zurück kehren. Allerdings ist keine Parameterübergabe möglich.

Erschwerend kommt bei den alten BASICs noch hinzu, dass diese keine Labels kennen, mit denen man Sprungzielen einen Namen geben kann – stattdessen erhält jede Programmcodezeile eine Zeilennummer. Der Interpreter springt dann bei der Abarbeitung jeweils von einer Zeile zur Zeile mit der nächst größeren Nummer.

Auch gibt es keinen Quelltext-Editor: Sie erstellen eine Programmzeile, indem Sie zunächst die Zeilennummer und dann den Befehl (oder mehrere Befehle) eingeben. Mit [Eingabe] landet die neue Codezeile im Programm. Um sich einen Überblick über das bestehende Programm zu verschaffen, verwenden Sie das Kommando LIST.

Die folgenden Beispiele funktionieren auf dem C64 und auch auf dem Schneider CPC. Wir starten zunächst mit "Hallo Welt" – in der fortgeschrittenen Variante, welche diesen Text in einer Endlosschleife immer wieder ausgibt:

10 REM HALLO-WELT-PROGRAMM
20 PRINT "HALLO WELT ";
30 GOTO 20

Die erste Programmzeile (Zeile 10) stellt nur einen Kommentar dar. In vielen BASIC-Dialekten (z. B. auf dem Schneider CPC) können Sie statt REM auch einen Apostroph verwenden. Zeile 20 ruft den fest eingebauten Befehl PRINT auf und gibt "HALLO WELT" und ein Leerzeichen aus – das Semikolon am Befehlsende steht dafür, dass kein Zeilenumbruch erfolgt. In Zeile 30 fordert schließlich der Befehl GOTO 20 den Interpreter auf, zu Zeile 20 zurück zu springen und diese erneut auszuführen. Um das Programm zu starten, geben Sie (ohne Zeilennummer) den Befehl RUN ein. Sie brechen es wieder ab, indem Sie einmal (C64) bzw. zweimal (CPC) [Esc] drücken.

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