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Besser arbeiten mit KDE

KDE-Tipps

09.07.2013 Mit der KDE-Version 4.10 hat der Plasma-Desktop eine beachtliche Reife erreicht. Trotz des im Vergleich zu Gnome ohnehin schon riesigen Funktionsumfangs denken sich die Entwickler immer noch die eine oder andere nützliche Funktion aus.

Tipp: Versteckte Menüleiste

KDE unterstützt seit einiger Zeit einen Modus, der wie bei OS X oder Unity die Menüleiste der jeweils aktuellen KDE-Anwendung wahlweise fix am oberen Bildschirmrand anzeigt oder bei Annäherung mit der Maus einblendet. Das Standardverhalten ist aber, dass jede Menüleiste Teil ihres Anwendungsfensters ist, wie man es auch von Windows kennt.

Der Mac-Modus hat aber offenbar viele Anhänger, und nachdem Ubuntu diese Funktion vor einiger Zeit in Unity eingeführt hat, haben auch die KDE-Entwickler nachgezogen. Ab KDE 4.10 – der momentane Standard in OpenSuse 12.3 und Kubuntu 12.10 und höher – können Sie die Funktion globales Menü in den KDE-Systemeinstellungen aktivieren, sofern die Bibliothek appmenu-qt installiert ist. Klicken Sie dazu in den KDE-Systemeinstellungen im Bereich Allgemeines Erscheinungsbild und Verhalten auf Erscheinungsbild von Anwendungen und wechseln Sie zum Reiter Feineinstellungen (Abbildung 1). Hier können Sie unten im Auswahlmenü bei Menüleistenstil neben dem bisherigen Standard In Anwendung auch Menüleiste am oberen Bildschirm oder Titelleistenknopf auswählen.

Abbildung 1

Abbildung 1: Die Menüleisten von KDE-Fenstern können Sie verstecken oder einheitlich am oberen Bildschirmrand positionieren.

Nach einem Klick auf Anwenden haben echte KDE-Anwendungen keine Menüleiste mehr im Anwendungsfenster; stattdessen klappt die Menüleiste vom oberen Bildschirmrand herunter, sobald Sie sich mit der Maus annähern (Abbildung 2). Das klappt auch problemlos im Multi-Monitor-Betrieb, sofern Sie das Standard-Theme Oxygen verwenden, was sich unter KDE ohnehin empfiehlt. Bei der Auswahl Titelleistenknopf verbirgt sich die gesamte Menüstruktur wie bei Chrome hinter einem Knopf in der Fensterleiste.

Abbildung 2

Abbildung 2: Auch KDE kennt eine "versteckte Menüleiste" im Stil von Unity und OS X.

Tipp: Nepomuk-Grundlagen

Bei KDE dient die Metadaten-Engine Nepomuk nicht nur als schlichte Desktop-Suchmaschine, sondern wird von den KDE-Machern als "Informationsframework für den semantischen, sozialen Desktop" bezeichnet. Dessen Verwendung erschloss sich Einsteigern in der Vergangenheit oft nicht, und ganz fehlerfrei arbeitete die Funktion auch nie, vom Ressourcenverbrauch ganz zu schweigen.

Das hat sich mit KDE 4.10 grundlegend geändert. Die Anwendung basiert nicht mehr auf dem ehemaligen Indizierer Strigi, sondern besitzt einen vollständig neu geschriebenen Dienst, der Dateien viel schneller indiziert und dazu zweistufig vorgeht: Zuerst trägt er lediglich grundlegende Daten, wie Dateinamen oder MIME-Typen, in den Index ein. Erst in einem zweiten Schritt und nur dann, wenn es die verfügbaren Ressourcen zulassen, zieht Nepomuk weitere Informationen aus den Dateien. Außerdem können Sie den neuen Indizierer auf bestimmte Dateitypen beschränken. Über URLs der Form tags:/ können Sie jetzt in jedem KDE-Programm nach Schlagworten suchen.

Geben Sie in der KickOff-Suchleiste oder in dem mit [Alt]+[F2] erreichbaren Schnellstartfenster "Nepo" ein, zeigt Ihnen KDE alle neuen Nepomuk-Tools. Das sind neben der eigentlichen Desktopsuche auch die drei Werkzeuge Nepomuk-Sicherung, Nepomuk-Bereinigung und Steuerung der Nepomuk-Datei-Indizierung.

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