Nachrichten

EasyLinux-News

09.07.2013

Autorennen durch Rostock

Die Entwickler des Linux-Rennspiels SuperTuxKart [1] haben es möglich gemacht, OpenStreetMap-Daten für den Bau eigener Rennstrecken zu verwenden. Ein erstes Beispiel führt den rasenden Pinguin nach Rostock.

Ein wenig Arbeit an den OpenStreetMap-Daten und grundlegende Kenntnisse des 3-D-Programms Blender sollen ausreichen, um eine eigene "Area" aus der echten Welt in SuperTuxKart einzubauen. Daneben benötigt der Rennstreckenentwickler noch das "SuperTuxKart Modelling Addon for Blender", dessen Verwendung ein How-to im OpenStreetMap-Wiki [2] beschreibt.

Ein anderthalb Minuten langes Video [3] zeigt eine kleine Tour durch die Rostocker Südstadt. (Markus Feilner/hge)

Linux Mint 15

Die auf Ubuntu aufbauende Distribution Linux Mint [4] ist in Version 15 mit vielen Neuerungen verfügbar. Die Basis von Mint 15 mit dem Codenamen Olivia bilden Kernel 3.8 und der Paketbestand von Ubuntu 13.04. Der Mint-Chefentwickler Clement Lefebvre bezeichnet die neue Version als die "ehrgeizigste seit Projektbeginn".

Für die grafische Anmeldung mit dem Mint Display Manager (MDM) steht nun ein neuer Begrüßungsbildschirm zur Verfügung, dessen Aussehen sich in HTML definieren lässt. Ebenfalls neu ist der Driver Manager, der zur Auswahl proprietärer Treiber dient, etwa für Grafikkarten oder WLAN-Chips. Unter dem Namen Software Sources finden Anwender ein neues Tool, um Paketquellen zu verwalten.

Die Desktopumgebung Cinnamon trägt die Versionsnummer 1.8 und bringt Verbesserungen am Dateimanager Nemo, einen eigenen Bildschirmschoner und Desklets mit. Die Alternative Mate 1.6 verwendet nun aktuelle Bibliotheken, daneben wurden der Dateimanager und die Benachrichtigungen verbessert.

Weitere Informationen enthält das "What's new"-Dokument [5]. Der Blogeintrag von Lefebvre enthält Links zum Download der ISO-Images [6]. (Mathias Huber/hge)

Mageia Linux 3

Das Mageia-Projekt [7] hat die dritte Release seiner von Mandriva abgespaltenen Community-Distribution veröffentlicht. Mageia 3 verwendet Kernel 3.8.13, Kmod, Systemd 195 sowie Grub 1 – erstmals ist aber auch ein Grub-2-Paket für Umstiegswillige im Angebot. Der Paketmanager RPM ist in der Versionsnummer 4.11 dabei.

Bei den Desktopumgebungen haben Mageia-Anwender die Wahl zwischen KDE 4.10.2, Gnome 3.6, LXDE 0.5.5, Xfce 4.10, Enlightenment E17 und Razorqt 0.5.1. Unter den Anwendungen finden sich LibreOffice 4.0.3, Firefox und Thunderbird 17.0.6, VLC 2.0.6, Gimp 2.8.2 und Ardour 3. Außerdem ist die Spieleplattform Steam for Linux in den Repositories erhältlich.

Weitere Details verraten die Release Notes [8], die auch das Upgrade von Mageia 2 behandeln. Installationsimages in mehreren Varianten stehen für 32- und 64-Bit-Systeme zum Download [9] bereit. (Mathias Huber/hge)

Google Glass mit Linux

Auf der Google-Entwicklerkonferenz "Google I/O" [10] zeigten Google-Mitarbeiter, wie man Google Glass mit Linux bestückt. Google-Entwickler spielen gern mit Technik: In einer Session mit dem Titel "Voiding your warranty" demonstrierten Google-Angestellte, wie man Google Glass rootet, um anschließend eine Linux-Version darauf zu installieren. In der konkreten Demonstration, über die Engadget berichtet [11], kam Ubuntu zum Einsatz.

Über adb (Android Debug Bridge) werden dafür einige APK-Pakete auf das Gerät geschoben, und es wird per Bluetooth mit einem Keyboard und einem Trackpad verknüpft. Dann wird mit einem neuen Boot-Image der Root-Zugriff aktiviert. Über die beiden Apps "Android Terminal Emulator" [12] und "Complete Linux Installer" [13] lässt sich dann die bevorzugte Linux-Distribution installieren.

Engadget hat Bilder von der Session; ein Video mit dem Vortrag findet sich auf Googles Entwicklerseiten [14]. (Kristian Kißling/hge)

Kanotix: Linuxtag-Release mit LXDE

Das Kanotix-Projekt hat zum Linuxtag Ende Mai eine Sonderausgabe seines Live-Linux veröffentlicht. Diese Version von Kanotix Dragonfire verwendet KDE 4.8.4. Als leichtgewichtige Alternative steht erstmals auch LXDE zur Auswahl, mit Openbox oder Compiz sowie mit dem Dateimanager PCManFM 1.1.0. Das System beruht auf der jüngsten Debian-Version Wheezy und benutzt den Linux-Kernel 3.9.2 von Ubuntu mit einigen Patches. Als Bootmanager dient Grub 2.00.

Umfangreichere Anwendungen wie LibreOffice 4.0.3.3, Wine 1.5.29 und Icedove (Thunderbird) 10.0.2 sind den Kanotix-Images mit KDE vorbehalten, die LXDE-Variante verwendet z. B. Sylpheed 3.2.0 als Mailprogramm. Daneben gehören der Browser Iceweasel (Firefox) 21.0 und der Instant Messenger Pidgin 2.10.7 zur Softwareausstattung. Die Live-Distribution erkennt Grafikkarten von Nvidia und ATI/AMD und verwendet automatisch die passenden 3-D-Treiber der Hersteller.

ISO-Images für Kanotix Dragonfire Linuxtag 2013 stehen für 32- und 64-Bit-Rechner zum Download [15] bereit, wahlweise mit KDE, LXDE oder beidem. Daneben ist noch eine Special-Ausgabe im Angebot, die die neuere C-Bibliothek libc6 2.17 verwendet und inkompatibel zu Debian Wheezy ist. Sie bringt allerdings den Spieleclient Steam mit. (Mathias Huber/hge)

Logitech mit "Linux kompatibel"-Label

Nach den Ankündigungen der Spieleplattform Steam, Spiele auch auf Linux-Systemen zu veröffentlichen, bekommt das freie Betriebssystem jetzt auch von Seiten von Hardwareherstellern Schützenhilfe: Beim Maus- und Multimedia-Spezialisten Logitech [16] haben die Entwickler jetzt im Onlineshop die Produkte um ein Feature erweitert, das vor allem Anhänger des freien Betriebssystems freuen wird: Logitech verspricht als einer der ersten Hersteller im Endkundenbereich überhaupt, einige seiner Geräte seien "Linux-kompatibel".

Logitech sagt im Grunde nicht mehr als: "Diese Maus können Sie mit Linux, Windows und dem Mac verwenden." Über den Wert dieser Angaben diskutieren Fans im Internet, denn gerade die Eingabegeräte wie Mäuse und Keyboards erfüllten seit langem Standards, mit denen jedes Linux-System problemlos und ohne Treiber zurecht komme. Dennoch betrachten einige Blogger [17] das Auftauchen dieses Eintrags als einen Meilenstein. (Markus Feilner/hge)

CrossOver 12.2

Die Firma Codeweavers hat eine neue Version ihrer verbesserten Variante des Windows-Emulators Wine veröffentlicht: CrossOver 12.2.0 ist seit Anfang Mai verfügbar und bringt Verbesserungen beim Einsatz von Microsoft Office 2007 unter Linux [18]. Benutzer von Ubuntu 13.04 konnten vorherige Versionen von CrossOver nicht registrieren; dieses Problem wurde auch behoben.

CrossOver ist für Linux und OS X erhältlich und erlaubt auf beiden Betriebssystemen den Einsatz ausgewählter Windows-Programme, ohne dass dazu die Installation eines Windows-Systems in einer virtuellen Maschine nötig ist. Was den Support von Windows-Anwendungen angeht, hat sich Codeweavers auf Office-Programme und Spiele konzentriert.

CrossOver Linux kostet 51 Euro als Downloadversion [19], lässt sich vor dem Kauf aber auch 14 Tage gratis testen. (Hans-Georg Eßer/hge)

Internet Explorer spart Strom

Das Fraunhofer Institut in den USA hat im Auftrag von Microsoft den Stromverbrauch gemessen, den das Betrachten von Webseiten verursacht – unter Windows auf sechs Notebooks und vier Desktop-PCs sowie mit drei verschiedenen Browsern (Internet Explorer, Google Chrome und Firefox). Dabei ist der Internet Explorer als Sieger aus dem Vergleich hervorgegangen [20].

TechWeekEurope hat den Bericht ausgewertet [21] und festgestellt, dass ein Umstieg auf den Internet Explorer dabei hilft, Strom zu sparen, und zwar in erstaunlichen Dimensionen: "Sie müssten 20 Stunden im Netz surfen, um die Menge an Energie einzusparen, die für die Zubereitung einer Tasse Tee nötig ist." Erst nach 1000 Stunden habe man eine Kilowattstunde Strom gespart. Laut Microsoft helfe das der Umwelt.

Was in der Studie fehlt, ist eine Betrachtung des zusätzlichen Stromverbrauchs, den desorientierte Windows-8-Anwender erzeugen, während sie versuchen, die auf dem Desktop laufende Variante des Internet Explorers (statt der Kachelvariante) zu starten. (Hans-Georg Eßer/hge)

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 3 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

title_2014_04

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo mit Prämie kostet ab EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im Medialinx-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Tipp der Woche

Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Tim Schürmann, 08.11.2014 18:45, 0 Kommentare

Wer Ubuntu 14.10 in einer virtuellen Maschine unter VirtualBox startet, der landet unter Umständen in einem Fenster mit Grafikmüll. Zu einem korrekt ...

Aktuelle Fragen

ICEauthority
Thomas Mann, 17.12.2014 14:49, 2 Antworten
Fehlermeldung beim Start von Linux Mint: Could not update ICEauthority file / home/user/.ICEauth...
Linux einrichten
Sigrid Bölke, 10.12.2014 10:46, 5 Antworten
Hallo, liebe Community, bin hier ganz neu,also entschuldigt,wenn ich hier falsch bin. Mein Prob...
Externe USB-Festplatte mit Ext4 formatiert, USB-Stick wird nicht mehr eingebunden
Wimpy *, 02.12.2014 16:31, 0 Antworten
Hallo, ich habe die externe USB-FP, die nur für Daten-Backup benutzt wird, mit dem YaST-Partition...
Steuern mit Linux
Siegfried Markner, 01.12.2014 11:56, 2 Antworten
Welches Linux eignet sich am besten für Steuerungen.
Nach Ubdates alles weg ...
Maria Hänel, 15.11.2014 17:23, 5 Antworten
Ich brauche dringen eure Hilfe . Ich habe am wochenende ein paar Ubdates durch mein Notebook von...