Leserbriefe

EasyLinux-Leserbriefe

09.07.2013

64-Bit-Umstellung

[02/2013, Editorial] Mit Bedauern habe ich gelesen, dass in Zukunft OpenSuse nicht mehr mit 32 Bit unterstützt wird, sondern nur noch die 64-Bit-Version. Auf diese Weise zwingen Sie mich und viele andere Menschen, wenn sie weiterhin mit OpenSuse arbeiten wollen, ihren noch gut funktionierenden PC zu verschrotten, ebenso meinen zehn Jahre alten Laptop, der mit OpenSuse 12.2 und XFCE tadellos läuft. Wir sind vertraut mit den Funktionen von OpenSuse und haben das Betriebssystem verinnerlicht und können und wollen nicht verstehen, warum wir uns jetzt noch auf ein anderes System umstellen sollen.

Gérard Bekhuis

EasyLinux: Eine echte Umstellung ist das – was das Betriebssystem und desen Nutzung angeht – ja nicht: Die 64-Bit-Versionen sehen genauso aus und verhalten sich auch genauso wie die 32-er. Was sich bei EasyLinux ändert, ist die Unterstützung in Form von Programmpaketen, Updates und Installations-DVDs.

EasyLinux hat als Einsteigerzeitschrift das primäre Ziel, Windows-Anwender zum Umstieg auf Linux zu bewegen und dabei zu helfen. Das sind in der Mehrheit Anwender, die mit einem PC von Aldi, Lidl oder einem der Technikmärkte arbeiten, und darauf lässt sich 32-Bit-Linux nicht mehr nutzen.

Sie können Ihr 32-Bit-Linux-System auch weiter verwenden und trotzdem von den Artikeln in EasyLinux profitieren. Die Software, die wir auf DVD anbieten, müssen Sie dann nur über das Internet nachinstallieren, sie ist ja in den Repositories enthalten. Es fällt also für 32-Bit-Anwender nur die Servicefunktion der Heft-DVD weg, die diese Downloads erspart.

Uns ist die Entscheidung auch nicht leicht gefallen, weil uns klar war, dass die Umstellung für einige Leser Nachteile mit sich bringt. Aber wir können unsere Hauptaufgabe nur erfüllen, wenn wir die Änderungen in der PC-Welt berücksichtigen, und auf den Datenträgern ist leider nicht genug Platz, um alles in 32 und 64 Bit anzubieten; dazu müssten wir dem Heft vier DVDs beilegen und die Zeitschrift noch teurer machen. Wenn der Platz auf der Heft-DVD ausreicht, werden wir auch in Zukunft gelegentlich eine 32-Bit-Distribution (zusätzlich) mit auf die DVD aufnehmen. Aber die Updates und Programmpakete benötigen zu viel Platz.

Uns wäre es lieber, wenn alles geblieben wäre, wie es war – aber Microsoft hat die UEFI-/Secure-Boot-Geschichte im PC-Markt durchgedrückt, und jetzt müssen wir mit der geänderten Situation umgehen. (hge)

Dual Boot mit Platten-Switch

[02/2013, Dual]+[Boot] Mit Interesse habe ich die Dual-Boot-Artikel gelesen und verfolgt. Mir persönlich war das bisher schon zu umständlich, Linux und Windows über einen Bootmanager auszuwählen: Bei jedem Update (vor allem bei Windows) gab es immer wieder Probleme, und jetzt kommt auch noch UEFI dazu!

Bei meinem Rechner habe ich diese Probleme durch einen ORICO HD-PW4101 (alternativ HD-PW6101) erschlagen. Damit kann ich jetzt vier Festplatten individuell ein- und ausschalten. So aktiviert Taste 1 die Linux-Platte, Taste 2 die Windows-Platte (jeweils eine SSD), Taste 3 eine Datenfestplatte und Taste 4 die Backup-Platte. Damit sind die Systeme absolut unabhängig voneinander, und beim Wechsel auf ein anderes Betriebssystem muss man nur den Rechner runterfahren – so viel Zeit habe ich. Der Einbau war problemlos, auch für einen Laien wie mich.

Wilhelm Roth

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