Feintuning

Wünschen Sie einen Dateiaustausch zwischen Windows-Gast und Linux-Wirt, wechseln Sie in die Rubrik Gemeinsame Ordner. Ein Klick auf das Ordnersymbol mit dem grünen Plus-Zeichen öffnet den Dialog, in dem Sie das Verzeichnis auswählen und einen Freigabenamen eintragen. Letzterer erscheint später im Windows-Explorer bei den Netzwerkfreigaben. Geben Sie z. B. einen Unterordner Ihres Home-Verzeichnis (etwa: /home/benutzer/share) frei, den Sie zuvor für diesen Zweck anlegen (Abbildung 2) – und beachten Sie, dass auch Windows-Malware, die Sie sich vielleicht einfangen, Zugriff auf diesen Ordner erhält. Darum sollten Sie nicht das ganze Home-Verzeichnis freigeben.

Abbildung 2: Über eine Ordnerfreigabe können Sie Dateien gemeinsam unter Linux und Windows nutzen.

Die Voreinstellungen zur Netzwerkkarte sollten in der Regel passen, sie ermöglichen dem Gast-Windows Zugriff aufs Internet (sofern der Linux-PC online ist). Tragen Sie unter Massenspeicher durch Klick auf das CD-Icon und Auswahl von Datei für virtuelles CD/DVD-ROM-Medium auswählen noch den Pfad zur ISO-Datei der Windows-Installations-DVD ein oder wählen Sie an derselben Stelle Hostlaufwerk (sr0), um die VM von einer echten DVD im Laufwerk zu booten.

Windows booten

Um die fertig konfigurierte VM zu starten, klicken Sie auf das Icon Starten über der VM-Liste. Dann öffnet sich ein neues Fenster, in dem die neue Maschine bootet. Um darin zu arbeiten, klicken Sie mit der Maus in das Fenster, worauf die Software Maus und Tastatur "einfängt", und deren Eingaben in den Gast umleitet. Mit [StrgR] verlassen Sie diesen Modus wieder. Ab diesem Punkt läuft in der VM alles wie beim Startvorgang eines realen Rechners ab. Der Windows-8-Installer bootet vom ISO-Image (oder von der DVD) und führt Sie durch die Windows-Einrichtung.

VirtualBox bietet für das Gastsystem die Installation so genannter Gasterweiterungen an. Diese sorgen unter anderem dafür, dass der Gast die Maus und Tastatur automatisch "einfängt", wenn Sie den Mauszeiger in das Fenster bewegen, und erlauben den Zugriff auf die Ordnerfreigaben. Im Windows-8-Gast müssen Sie die Erweiterungen manuell nachinstallieren. Rufen Sie dafür bei laufendem Windows-Gast den Menüpunkt Geräte/ Gasterweiterungen installieren auf. Damit hängt VirtualBox ein ISO-Image mit der notwendigen Software in das DVD-Laufwerk des Gastsystems ein. Bei deren Einrichtung unter Windows müssen Sie mehrmals bestätigen, dass Sie die Installation dieser Software zulassen.

Wollen Sie aus der VM heraus auf ein anderes ISO-Image oder eine echte DVD zugreifen, rechtsklicken Sie auf das CD-Symbol am unteren Rand des VM-Fensters und wählen aus dem Kontextmenü eines der bereits bekannten ISO-Images oder das Laufwerk aus. Wollen Sie ein neues Image erstmals nutzen, können Sie auch hier über Datei für virtuelles CD/DVD-Medium auswählen das neue Image auf der Linux-Platte suchen (Abbildung 3).

Abbildung 3: Auch im laufenden Betrieb können Sie ein neues ISO-Image "einlegen".

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