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Windows 8 mit VirtualBox unter Linux nutzen

Virtuell reicht auch

,
Der Dual-Boot-Betrieb von Linux und Windows 8 lässt sich bequem umgehen, indem Sie Windows in einer virtuellen Maschine installieren. Dann nutzen Sie zudem Anwendungen beider Systeme gleichzeitig und müssen seltener booten.

Wer in erster Linie unter Linux arbeitet und Windows nur gelegentlich für ein Programm bootet, von dem es keine Linux-Version gibt, kann Windows einfach in einer virtuellen Maschine (VM) installieren: Wie das geht, beschreibt dieser Artikel. Sie benötigen dazu aber eine reguläre Installations-DVD mit Windows 8; eine Recovery-DVD oder ein Backup des bestehenden Windows-Systems sind nicht geeignet. Auch der umgekehrte Weg (Linux in einer VM unter Windows) ist möglich [4].

VirtualBox

VirtualBox [1] gehört mittlerweile zu Oracle, ist aber weiterhin für die private Nutzung gratis auf der Webseite erhältlich. Neben der kostenlosen (aber nicht-freien Lizenz) gibt es noch eine GPL-2-Version, die jeder ohne Einschränkung frei verwenden darf. Allerdings fehlen ihr, gegenüber der proprietären Variante, einige Funktionen, darunter der USB-2.0-Support.

Im Downloadbereich [2] gibt es u. a. für OpenSuse und Ubuntu passende Pakete. Alternativ nutzen Sie die auf der Heft-DVD enthaltene Version. Einen älteren EasyLinux-Artikel, der sich ausführlich mit der Einrichtung von VirtualBox beschäftigt, finden Sie im Heftarchiv auf Linux-Community-Seite [3].

Start und Konfiguration

Nach der Installation starten Sie VirtualBox über das K-Menü und bestätigen die Lizenzvereinbarung. Bei Bedarf ändern Sie über Datei / Globale Einstellungen einige allgemeine Vorgaben, etwa den Speicherort für die virtuellen Festplatten oder die Taste, die Sie für Aktionen wie Umschalten in den Vollbildmodus (und zurück) verwenden; standardmäßig ist das die rechte Strg-Taste [StrgR].

Um eine neue virtuelle Maschine für Windows 8 anzulegen, klicken Sie im Hauptfenster auf das Icon Neu. Daraufhin öffnet sich ein Dialog, in dem Sie den Namen sowie das Betriebssystem eingeben. Nennen Sie die VM am besten Windows 8, dann erkennt das Programm automatisch die Betriebssystemversion und stellt die Vorgaben passend ein (1 GByte RAM, 25 GByte Plattenplatz, Abbildung 1). Beachten Sie aber, dass VirtualBox beim Start des Gasts stets den kompletten Speicher in Beschlag nimmt. Lassen Sie also beim Festlegen des Hauptspeichers für das Host-System noch genug übrig. Bei der Konfiguration der virtuellen Platte können Sie die Option Dynamisch wachsendes Medium wählen, um nur so viel Platz auf Ihrer echten Platte zu belegen, wie die VM wirklich braucht. Wenn der Assistent für die neue VM seine Arbeit beendet hat, erscheint die neue VM links im VirtualBox-Fenster.

Abbildung 1: Beim Einrichten der virtuellen Maschine vergeben Sie den Namen "Windows 8".

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