Ubuntu, Linux Mint und Knoppix

Tipps und Tricks zu Ubuntu, Linux Mint und Knoppix

05.04.2013
Ubuntu, Linux Mint und Knoppix basieren auf der Distribution Debian – wir verraten Tricks und Kniffe, welche die Arbeit auf diesen Systemen angenehmer machen.

Tipp: Mint: Backup der persönlichen Daten

Linux Mint bringt von Haus aus ein praktisches Backup-Werkzeug mit, das sowohl Ihre persönlichen Daten als auch die installierten Programme sichert. Damit eignet es sich ideal, um beim Erscheinen einer neuen Distributionsversion das alte System zu sichern, den Nachfolger neu einzuspielen und dann die gewünschten Daten wiederherzustellen. Alternativ können Sie wie auf allen Debian-basierten Systemen eine Aktualisierung on-the-fly durchführen, wie es der Tipp ## zeigt. So erstellen Sie ein Backup der persönlichen Dateien:

  1. Öffnen Sie das Programm über das Mint-Menü / Administration / Datensicherungswerkzeug und geben Sie auf Aufforderung Ihr eigenes Passwort ein. Anschließend arbeiten Sie mit administrativen Rechten und dürfen somit auch systemweite Einstellungen und Dateien sichern.
  2. Sichern Sie zunächst die persönlichen Dateien, indem Sie links oben auf die Schaltfläche Sicherungsdateien klicken. Wählen Sie im folgenden Dialog (Abbildung 1) als Quelle das eigene Home-Verzeichnis oder – falls Sie mehrere Benutzer eingerichtet haben – den gesamten Ordner /home aus.

    Abbildung 1: In diesem Dialogfenster nehmen Sie die Einstellungen für das Backup der persönlichen Daten vor.
  3. Im Drop-down-Menü Ziel suchen Sie nun ein Medium für die Sicherungskopie aus. Am besten verwenden Sie dazu eine externe Festplatte oder ein USB-Medium mit genügend freiem Speicher. Ein Dateiauswahldialog hilft bei der Navigation zum richtigen Gerät.
  4. Klappen Sie auch die erweiterten Einstellungen aus. Hier tragen Sie optional eine Beschreibung ein. Im Drop-down-Menü Ausgabe ist in der Voreinstellung Struktur erhalten aktiv. Alternativ stehen hier verschiedene Archivformate (.tar, .tar.gz und .tar.bz2) zur Verfügung. Für Ihr eigenes Home-Verzeichnis ist die Defaulteinstellung richtig gewählt. Wollen Sie jedoch Daten von einer NTFS- oder FAT-Partition sichern, entscheiden Sie sich am besten für eines der Archivformate, auch wenn das länger dauert. Auf diese Weise sichern Sie auch Dateieigenschaften, die sonst verloren gehen würden.
  5. Beim ersten Backup können Sie das Drop-down-Menü Überschreiben getrost ignorieren. Es wird bei einem Folgebackup interessant, wenn Sie dieses aktualisieren möchten. Dann dürfen Sie hier entscheiden, wann die Anwendung eine Datei überschreibt: Niemals, Größe stimmt nicht überein, Änderungsdatum stimmt nicht überein, Prüfsumme stimmt nicht überein oder Immer.
  6. Aktivieren Sie als Letztes noch die Checkboxen Integrität bestätigen, wenn Sie möchten, dass das Programm die Signatur jeder Datei nach dem Backup prüft. Berechtigungen beibehalten und Zeitstempel beibehalten sollten Sie ebenfalls mit einem Häkchen versehen. Mit einem Klick auf Vor geht's weiter.
  7. Im nächsten Dialog dürfen Sie gezielt Dateien oder Ordner ausschließen, die Sie nicht sichern möchten. Auf diese Weise sparen Sie Platz.

Nachdem Sie ein letztes Mal auf Vor geklickt haben, zeigt eine Übersicht noch einmal an, welche Einstellungen Sie für das Backup gewählt haben. Sie können hier die Quelle, das Ziel, die Beschreibung usw. kontrollieren. Ist alles in Ordnung, starten Sie über Anwenden das Backup. Alternativ gehen Sie zurück und verändern die Vorgaben. Ein Fortschrittsbalken hält Sie anschließend auf dem Laufenden.

Auch wenn Sie der Anwendung und den Mint-Entwicklern vertrauen, sollten Sie das Backup auf jeden Fall prüfen, bevor Sie Ihr System neu aufsetzen. Kontrollieren Sie am besten, ob das Tool wirklich alle Dateien und Verzeichnisse erfasst hat. Haben Sie als Zielformat ein Archiv gewählt, öffnen Sie dieses in einem Archivmanager und werfen einen Blick auf den Inhalt.

Tipp: Mint: Installierte Programme sichern

Ähnlich wie im vorigen Tipp gehen Sie vor, um die installierten Programme Ihres Mint-Rechners zu sichern. Starten Sie wiederum das Backupwerkzeug, geben Sie Ihr Kennwort ein und wählen Sie dann Softwareauswahl sichern. Als Erstes suchen Sie ein Ziel aus; auch hier empfiehlt sich ein Medium außerhalb des eigenen Rechners wie eine externe Festplatte oder ein ausreichend großer USB-Stick. Nach einem Klick auf Vor zeigt das Programm die Pakete an, die Sie selbst zu Mint hinzugefügt haben – also nicht das Grundsystem, das sowieso bei einer Installation entsteht (Abbildung 2).

Abbildung 2: Das Backuptool von Linux Mint sichert auf Wunsch eine Liste der installierten Pakete, um z. B. einen anderen Rechner damit zu bestücken.

Per Mausklick können Sie gezielt Pakete abwählen, die Sie nicht ins Backup aufnehmen möchten. Alternativ selektieren Sie alle oder keine Pakete über die beiden Schaltflächen Alles auswählen und Die gesamte Auswahl aufheben. Über Anwenden starten Sie den Sicherungsvorgang. Auch hier informiert ein Dialogfenster, wenn der Vorgang abgeschlossen ist. Auf dem Zielmedium sollten Sie nun eine Textdatei finden, deren Name mit software_selection_mint beginnt, einen Datumsstring enthält und auf .list endet, z. B. software_selection_mint@2013-03-01-1127-package.list. Diese Sicherung stammt also vom 1. März 2013; das Programm hat sie um 11:27 Uhr erstellt.

Tipp: Mint: Softwareauswahl-Backup wieder einspielen

Um auf einem frischen System die ehemals genutzten Programme wieder zu installieren, haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie können entweder das grafische Backupprogramm nutzen, das die beiden letzten Tipps vorgestellt haben, oder auf der Kommandozeile drei Befehle eingeben. Im Datensicherungswerkzeug klicken Sie nach dem Start auf Softwareauswahl wiederherstellen, suchen dann im Drop-down-Menü die Datei mit der Paketliste aus und klicken auf Vor. Nach kurzer Zeit sollte die Meldung erscheinen, dass der Vorgang abgeschlossen ist, und Sie können das Programm über Klick auf Schließen beenden.

Alternativ erledigen Sie dasselbe auf der Kommandozeile. Dazu finden Sie zunächst heraus, wo die Paketliste liegt. Linux Mint hängt externe Datenträger unterhalb von /media ins Dateisystem ein. Angenommen, die Softwareauswahl befindet sich in /media/INTENSO, lesen Sie als Erstes die Liste mit dem dpkg-Kommando ein:

sudo dpkg --set-selections < /media/INTENSO/software_selection_mint@2013-03-01-1133-package.list

Eine Rückmeldung gibt der Befehl nicht aus. Beachten Sie den Operator <, der die Eingabe umleitet und die dahinter genannte Datei einliest. Dass jetzt Pakete auf die Installation warten, bestätigt der folgende Aufruf:

sudo dpkg --yet-to-unpack

Um die Aktion dann tatsächlich auszuführen, tippen Sie zum Schluss noch ein APT-Kommando:

sudo apt-get dselect-upgrade

Wie von der Paketverwaltung auf der Shell her gewohnt, zeigt APT nun an, welche Pakete es installieren will, und bittet um Bestätigung.

Tipp: Linut Mint: Upgrade von Maya auf Nadia

In den Tutorials im Netz empfehlen die Mint-Macher, persönliche Daten und die Softwareauswahl zu sichern und danach die neue Distributionsversion von einer CD/DVD zu installieren. Wie auf jedem Debian-basierten System ist es allerdings auch möglich, Mint mit APT & Co. aufzurüsten. Wer keine Angst vor der Kommandozeile hat, findet hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Natürlich gilt auch in diesem Fall: Sichern Sie Ihre Daten – das in den Tipps ## bis ## vorgestellte Backupprogramm leistet gute Dienste. Und so geht's:

  1. Starten Sie ein Terminalprogramm oder wechseln Sie mit [Strg]+[Alt]+[F1] zur ersten virtuellen Konsole und melden Sie sich dort mit Ihrem Benutzernamen und dem Passwort an. Danach werden Sie über sudo -s und erneuter Kennworteingabe zum Administrator. Dass Sie nun als root unterwegs sind, erkennen Sie am veränderten Eingabeprompt.

  2. Bringen Sie das System vor dem Upgrade auf den neuesten Stand. Dazu geben Sie nacheinander die beiden folgenden Befehle ein:

    apt-get update
    apt-get upgrade
  3. Als Nächstes passen Sie die Liste der Paketquellen an. Dazu bearbeiten Sie die Datei /etc/apt/sources.list mit Rootrechten in einem Texteditor, zum Beispiel über den Befehl gksudo gedit /etc/apt/sources.list. Ersetzen Sie überall maya durch nadia und precise durch quantal (Abbildung 3).

    Abbildung 3: In der Datei "sources.list" ändern Sie die Paket-Repository-Einträge.
  4. Bringen Sie nun die Liste der verfügbaren Pakete auf den neuesten Stand und geben dazu wieder Folgendes ein:

    apt-get update
  5. Stoßen Sie nun das Upgrade an:

    apt-get dist-upgrade

    Bevor es losgeht, sehen Sie, was das System im Zuge der Aktualisierung herunterladen möchte und wie viel Speicherplatz das verbrauchen wird. Nachdem Sie dies mit Druck auf [J] oder [Eingabe] abgenickt haben, startet APT das Upgrade auf Nadia.

Während des Upgrades stellt das System sehr wahrscheinlich immer mal wieder Fragen, vor allem zu Konfigurationsdateien auf Ihrem Rechner (Abbildung 4). Wissen Sie genau, dass Sie keine wichtigen Änderungen an der entsprechenden Datei vorgenommen haben, können Sie mit [Y] oder [I] die neue Version verwenden. Die alte Datei wird dabei nicht einfach gelöscht – Sie finden sie immer als Kopie an derselben Stelle (Dateiendung .dpkg-old). Um die Unterschiede zwischen der eigenen und der neuen Variante zu vergleichen, können Sie [D] drücken. Im Hintergrund startet das Programm diff und zeigt hinter + die Einträge der neuen Datei und hinter - die alten Einstellungen an [1]. Möchten Sie die alte Version behalten, drücken Sie [N] oder [O]. Die neue Datei landet trotzdem auf der Platte und trägt die Dateiendung .dpkg-dist.

Abbildung 4: Bevor die Installationsroutine Konfigurationsdateien des Systems ersetzt, fragt sie nach.

Ist alles ohne Fehlermeldungen durchgelaufen, geben Sie zur Sicherheit noch einmal apt-get upgrade ein, um zu prüfen, dass wirklich alle Pakete auf dem aktuellsten Stand sind. Danach starten Sie den Rechner über das Kommando reboot neu.

Tipp: (K)Ubuntu: Speicherplatz auf USB-Stick anzeigen

Wenn Sie wie im folgenden Tipp gezeigt ein (K)Ubuntu-Image oder das einer anderen Linux-Distribution auf ein USB-Medium schreiben möchten, um davon den Rechner zu booten, ist es praktisch, wenn Sie vorher in Erfahrung bringen können, wie viel freier Platz vorhanden ist. In der Voreinstellung zeigt KDEs Dateimanager Dolphin diese Informationen nicht an. Sie blenden Sie aber am unteren Rand des Programmfensters ein, indem Sie auf den Schraubenschlüssel klicken, Dolphin einrichten wählen, in der linken Seitenleiste auf Allgemein klicken, rechts den Reiter Statusleiste anklicken und dann ein Häkchen bei Speicherplatz-Informationen anzeigen setzen.

Nautilus unter Unity oder Gnome zeigt diese Statuszeile ebenfalls nicht von vornherein an. Klicken Sie im Menü Ansicht auf Statusleiste, um die gewünschten Informationen am unteren Rand einzublenden. Eine Möglichkeit, diese fest über den Einrichtungsdialog des Dateimanagers zu verankern, gibt es nicht.

Sofern Sie Fan der Kommandozeile sind, können Sie sich den Blick in den Dateimanager sparen. Egal, welche Desktopumgebung Sie verwenden, zeigt das Kommando df auf der Shell an, auf welchen Geräten und Partitionen Platz verfügbar ist. Listing 1 zeigt einen Beispielaufruf. Die Option -h sorgt für eine besser lesbare Ausgabe. Ein USB-Datenträger mit der Gerätedatei /dev/sdb1 ist unter /media/INTENSO ins Dateisystem eingehängt und bietet noch 17,4 GByte Platz.

Listing 1

"df"-Beispielaufruf

$ df -h
Dateisystem     Größe   Benutzt Verf.   Verw%   Eingehängt auf
/dev/sda5       15G     7,4G    6,5G    54%     /
...
/dev/sda8       55G     24G     28G     46%     /home
/dev/sdb1       17.4G   4,0K    17.4G   1%      /media/INTENSO

Tipp: (K)Ubuntu: Bootfähigen USB-Stick erstellen

CD- und DVD-Laufwerke gehören zu einer langsam aussterbenden Spezies. Netbooks verzichten meist von vornherein auf ein solches Laufwerk, und auch andere mobile Geräte setzen auf USB. Um Ubuntu oder eines der Derivate auf einen solchen Rechner zu bringen, benötigen Sie daher einen speziell präparierten USB-Stick. Einen Wechseldatenträger, von dem aus Sie Ubuntu installieren können, erstellen Sie problemlos unter Windows (entsprechende Software fördert eine Suchmachine zutage) und auf anderen Linux-Distributionen. Wir zeigen in der nächsten Schritt-für-Schrittanleitung, wie Sie einen Ubuntu-USB-Stick erzeugen:

  1. Klicken Sie in Kubuntu auf das K unten links und geben in die Suchmaske start ein, um das Programm zu starten. Unter Unity suchen Sie über das Dash nach derselben Zeichenkette. Beide Desktops starten eine an sie angepasste Variante desselben Programms. Unter Kubuntu ist das usb-creator-kde, unter Ubuntu usb-creator-gtk.
  2. Richten Sie zunächst per Klick auf Weiter im oberen Bereich die Quelle ein. Hier dürfen Sie CDs/DVDs oder ISO-Images auswählen.
  3. Die untere Hälfte zeigt alle gefundenen USB-Medien an. Per Klick auf die Schaltfläche Datenträger löschen formatiert die Anwendung eingesteckte Sticks (Abbildung 5) und bespielt sie mit einem FAT32-Dateisystem. Beachten Sie, dass dazu Administrationsrechte erforderlich sind. Die Anwendung fragt automatisch nach dem Passwort.

    Abbildung 5: Der (K)Ubuntu-Startmedienersteller formatiert eingesteckte USB-Medien mit einem FAT32-Dateisystem, das Sie unter Windows und Linux lesen und schreiben können.
  4. Im unteren Bereich dürfen Sie optional noch festlegen, ob Sie auf dem USB-Gerät einen persistenten Bereich für persönliche Daten anlegen wollen. Die Größe dieses reservierten Extrabereichs, wie (K)Ubuntu ihn nennt, definieren Sie mit dem Schieberegler.
  5. Über Klick auf die Schaltfläche Startmedium erstellen stoßen Sie den Schreibvorgang an. Anschließend können Sie mit dem neuen Bootmedium einen Rechner beglücken.

Tipp: Knoppix: Aussehen des Desktops konfigurieren

Farben, Symbole, Mauszeiger, Schriften und die Fensterdekoration passen Sie für die Live-Distribution mit dem Werkzeug LXAppearance an. Sie starten es über das LXDE-Menü / Einstellungen / Erscheinungsbild anpassen. Auf dem ersten Reiter namens Fenster konfigurieren Sie den farblichen Look der Programmfenster, der Titelleisten und die Farbe von Auswahlknöpfen oder Checkboxen. Wählen Sie einfach aus der linken Leiste ein Theme aus; rechts daneben erscheint eine Vorschau (Abbildung 6). Unter dem Vorschaubereich stellen Sie über Schrift die Schriftart und -größe ein. Klicken Sie auf die Schaltfläche, um einen Auswahldialog zu starten, der ebenfalls in einer Vorschaufunktion präsentiert wie das Ergebnis aussieht.

Abbildung 6: Der LXDE-Desktop hat sein eigenes Werkzeug, das die farbliche Gestaltung der Arbeitsumgebung konfiguriert.

Auf dem zweiten Tab dürfen Sie ein ausgesuchtes Farbschema selbst verändern. Dazu aktivieren Sie zunächst die Checkbox Angepasstes Farbschema benutzen. Erst danach sind die Einstellungen für Normale Fenster, Fenstertext, Ausgewählte Elemente und Minihilfe aktiv. Klicken Sie danach auf eine Farbfläche, um Ton, Sättigung und Wert zu verändern. Praktisch: Mit der kleinen Pipette nehmen Sie eine Farbe aus der Umgebung, einem Programmfenster oder Ähnlichem auf.

Der Reiter Symbolthema beeinflusst das Aussehen der Icons allgemein. Über 20 verschiedene Sammlungen mit Symbolen stehen zur Auswahl. Über Installieren spielen Sie zudem ein heruntergeladenes Theme ein, falls die vorinstallierten Icons nicht gefallen. Gleiches gilt für den Mauszeiger (nächster Tab). Ist bei den vorinstallierten Symbolsammlungen keine geeignete dabei, laden Sie eine aus dem Internet herunter und spielen sie über Installieren ein. LXDE arbeitet mit gängigen GTK+-Themes zusammen. Eine große Sammlung von Desktophintergründen, Themes, Mauszeiger-Icons, Fonts, Sounds und mehr finden Sie auf der Gnome-Look-Seite [2].

Während Sie die verwendete Schriftart ja auf dem ersten Reiter einstellen, schalten Sie unter Schrift das Antialiasing (Kantenglättung) und das Subpixel-Hinting ein. Beides sorgt dafür, dass Fonts auf Bildschirmen mit geringer Auflösung besser aussehen. Ob die Werkzeugleisten nur Text, nur Symbole oder beides anzeigen, wie groß die Icons auf dem Desktop sind und ob das System akustische Signale ausgibt, definieren Sie schlussendlich unter Andere.

Tipp: Knoppix: Auflösung im laufenden Betrieb anpassen

Das Live-System erkennt die meiste Hardware bereits beim Booten, so auch die Grafikkarte. Der X-Server sorgt anschließend für die Konfiguration des Monitors oder mehrerer Bildschirme und passt die Konfiguration gegebenenfalls dynamisch an. Verwenden Sie Knoppix auf älterer Hardware, so können Sie ebenfalls vor dem Start mit so genannten Cheatcodes eine Auflösung bestimmen. Auf dem Desktop steht Ihnen zudem das Werkzeug ARandR zur Verfügung, ein grafischer Aufsatz für XRandR ("RandR" = "Resize and Rotate"), mit dem Sie per Mausklick Auflösung, Position und sogar Drehung der angeschlossenen Geräte einrichten.

Sie starten das Tool per Klick auf das kleine Bildschirmsymbol im LXDE-Panel oder über das Hauptmenü / Einstellungen / ARandR. Die meisten Menüeinträge sind selbsterklärend. Alle eingerichteten Grafikkarten finden Sie unter Ausgabegeräte und stellen nun für diese die gewünschten Werte ein. Ein Klick auf das grüne Häkchen wendet die Änderungen an. Optional können Sie ein einmal erstelltes Layout auch abspeichern. Dazu wählen Sie Layout / Speichern unter. In der Voreinstellung landen diese Profile im versteckten Ordner ~/.screenlayout im eigenen Home-Verzeichnis. Um ein Profil zu einem späteren Zeitpunkt neu einzulesen, starten Sie ARandR und wählen Layout / Öffnen.

Infos

[1] Artikel zu diff: Heike Jurzik, "Der feine Unterschied", EasyLinux 10/2004, S. 83 ff., http://www.easylinux.de/2004/10/083-guru-diff/

[2] Gnome-Look: http://www.gnome-look.org/

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