Tipp: Gnome Schedule: Aufgabe einmal ausführen

Um einen einmaligen Job zu definieren, klicken Sie auf Neu und dann die mittlere Schaltfläche. Im folgenden Dialogfenster (Abbildung 3) tragen Sie im oberen Feld eine Beschreibung ein, wenn Sie möchten. Handelt es sich um ein grafisches Programm, aktivieren Sie die Checkbox X-Anwendung direkt unter dem Eingabefeld. Legen Sie nun das Datum und die Uhrzeit fest. Wenn Sie auf die Schaltfläche Kalender klicken, klappt ein Feld aus, in dem Sie bequem zum gewünschten Datum navigieren.

Anschließend tragen Sie ins Feld Aufgabe den Programmaufruf ein. Um auf Nummer sicher zu gehen, wählen Sie sowohl für das Programm (hier /usr/bin/totem) als auch für angegebene Dateien (hier /home/gnomie/Musik/Going-Home.mp3) den vollen Pfad aus. Tipp: Um den kompletten Pfad zu einer ausführbaren Datei zu ermitteln, können Sie das Kommando which in einem Terminalfenster zu Hilfe nehmen:

$ which totem
/usr/bin/totem

Optional fügen Sie den Job über die Schaltfläche unten links als Vorlage hinzu. Ein Klick auf Anwenden speichert alles. Im Hauptfenster erscheint die Aufgabe nun in der Liste. Über das Icon mit dem Stift oder einen Doppelklick öffnen Sie den Konfigurationsdialog erneut, um Änderungen vorzunehmen. Praktisch ist auch das Symbol mit dem Zahnrad: Darüber führen Sie eine Aufgabe sofort aus, z.~B. um zu testen, dass Ihre Einstellungen passen.

Abbildung 3: In diesem Dialogfenster planen Sie einmalige Aufgaben. Ein kleiner Kalender hilft bei der Wahl des richtigen Datums.

Tipp: Gnome Schedule: Wiederkehrende Jobs einrichten

Möchten Sie eine Aufgabe einrichten, die Gnome Schedule regelmäßig wiederholt, klicken Sie auf Neu und dann auf Eine Aufgabe, die in bestimmten Zeitabständen ausgeführt wird. Im folgenden Dialog tragen Sie zunächst (wie im vorherigen Tipp) eine optionale Beschreibung und einen Befehl ein. Auch bei den wiederkehrenden Jobs können Sie volle Pfade zum Programm und Dateien eintragen. Aus dem Drop-down-Menü unter dem Feld Befehl wählen Sie Vorgegebenes Verhalten, Ausgabe unterdrücken, X-Anwendung oder X-Anwendung: Ausgabe unterdrücken aus – je nachdem, was für einen Job Sie definieren.

Jetzt geht es ans Feintuning für die Zeiteinstellungen. Hier gelten im Wesentlichen die Syntaxregeln von Cron, die ein älterer Artikel in unserer Schwesterzeitschrift LinuxUser [2] ausführlich beschreibt. Auswendig lernen müssen Sie diese aber nicht – Gnome Schedule bringt dafür Felder und Einrichtungsdialoge mit Checkboxen mit (Abbildung 4). Beachten Sie, dass für Minute Werte von 0 bis 59 oder * möglich sind, bei Stunde 0 bis 23 oder *, Tag akzeptiert 1 bis 31 oder *, Monat 1 bis 12 oder * und Wochentag 0 bis 7 oder *. Bei den Wochentagen stehen sowohl 0 als auch 7 für Sonntag.

Abbildung 4 zeigt ein Beispiel, das an den Arbeitstagen der Woche (Montag bis Freitag, also 1-5) jeweils um 12:30 Uhr den Chatclient Gwibber schließt. Als Befehl kommt killall zum Einsatz [3]. Er versucht, alle Prozesse mit Namen gwibber ordnungsgemäß zu beenden, gibt dem Chatprogramm also noch die Chance, beispielsweise offene Dateien zu schließen, bevor der Spaß vorbei ist. Sie müssen übrigens keine Angst haben, dass das Kommando auch Gwibber-Prozesse anderer Anwender beendet, wenn Sie Gnome Schedule als normaler Benutzer (ohne Administratorrechte) gestartet haben.

Abbildung 4: Dieser wiederkehrende Job beendet montags bis freitags jeweils um 12:30 Uhr alle eigenen Gwibber-Prozesse und schließt damit das Chatprogramm.

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