Leistungsstarker Oldtimer

Trotz aller Unzulänglichkeiten des GUI überzeugen die Rechenalgorithmen des Programms immer noch: Eine automatische Entklick-Funktion (Bearbeiten / Declick Weak und Bearbeiten / Declick Strong) reduziert zumindest die stärkeren Klicks hörbar. Ein leichtes Prasseln im Hintergrund bleibt zurück, doch das drängt sich beim Hören deutlich weniger in den Vordergrund als das Geräusch im Original-Track.

Allerdings bleiben auch manche besonders lauten Knackgeräusche stehen, die von tieferen Kratzern auf der Schallplatte herrühren. Sie lassen sich schlichtweg nicht per Software von Drum-Beats unterscheiden, die natürlich erhalten bleiben müssen.

Für solche Fälle, die zum Glück meist nur einige Male pro Schallplatte auftreten, kennt Gnome Wave Cleaner einen manuellen Modus, bei der Sie den Klick mit der Maus markieren. Die Software weiß nun, dass es sich bei dem Zacken im Audiotrack um ein unerwünschtes Knacken handelt, und bügelt im markierten Bereich alle Geräuschanteile aus.

Diese manuelle Methode führt, anders als das automatische Entklicken, zu praktisch perfekten Ergebnissen. Da jedoch viele einzelne Handgriffe nötig sind, um eine ganze LP zu bearbeiten, liegt die Herausforderung darin, die Arbeitsschritte so weit wie möglich zu beschleunigen.

Praxistauglich

In der Praxis hat sich folgendes Vorgehen bewährt: Markieren Sie erst einmal einen Ausschnitt von etwa 30 Sekunden mit der Maus. Die unter First und Last rechts unten in der Statusleiste angezeigten Werte im Format Minuten:Sekunden:Hundertstel geben Aufschluss über die Größe der Auswahl. Wenn Sie die Maus im Bereich der Trennlinie zwischen rechtem und linkem Kanal ziehen, erfasst die Auswahl beide Stereo-Tracks, sonst nur den, über dem sich die Maus beim Ziehen befindet.

[B] und [E] setzen Marker zu Beginn und am Ende der Auswahl, [Z] zoomt auf den ausgewählten Bereich, im dem nun die lauten Knackgeräusche als Pegelmaxima in der Audiowellenform gut sichtbar sind (Abbildung 5, links).

Wählen Sie nun einen engen Bereich um eine solche Spitze, zoomen Sie erneut mit [Z] und wiederholen Sie diese Schritte zwei- bis dreimal, bis sich der durch seine Lautstärke erkennbare Knack bequem herauspicken lässt (Abbildung 5, rechts). Dann wählen Sie entweder Bearbeiten / Declick Manual aus dem Menü oder klicken auf den Button mit dem Wurzelzeichen über dem Wellensymbol.

Wählen Sie dann mit [M] wieder den größeren Bereich zwischen den Markern und zoomen Sie ihn mit [Z] in das Bearbeitungsfenster. Nun können Sie mit der Maus einen weiteren Klick markieren, und das Spiel beginnt von neuem.

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