Software

Neue Software (Teil 1/2)

Im Quartalsrhythmus erscheinen viele Programme in neuer Version. Eine Auswahl stellen wir regelmäßig vor. Auf der Heft-DVD finden Sie die passenden Pakete und Installationshinweise. (Teil 1/2)

Calligra-Office-Suite – Leichtgewichtige LibreOffice-Alternative

Da viele Anwender die LibreOffice-Suite als zu umfangreich empfinden, ist ihnen eine leichtgewichtige Alternative willkommen. Auch das an die Schreibmaschine angelehnte Konzept der Textverarbeitungen kann den frischen Wind vertragen, für den Calligra Words mit ungewöhnlichen Ideen sorgt. Leider macht das Programm den ersten positiven Eindruck mit zahlreichen Abstürzen zunichte.

Seit Urzeiten gibt es zwei konkurrierende Programmtypen zum Erstellen von Textdokumenten: Textverarbeitungsprogramme für Home- und Office-Nutzer sowie Desktop-Publishing-Software für professionelle Printprodukte. Bei ersteren füllt der Fließtext, definierte Ränder ausgenommen, die ganze Seite. Grafiken lassen sich dagegen wie Bilderrahmen auf der Seite platzieren. Desktop-Publishing-Programme behandeln Text und Grafik gleich: Beide füllen vorher aufgezogene Rahmen aus.

Der rahmenbasierte Ansatz erlaubt eine genauere Kontrolle des Textflusses als bei Textverarbeitungsprogrammen, in denen der Anwender den Text wie auf einer Schreibmaschine einfach heruntertippt. Das erspart dafür das Aufziehen des Textrahmens.

Freiheit für den Text

Schon 1998 haben sich die Entwickler von KOffice, des Vorgängers von Calligra Office [1], vorgenommen, die Vorteile beider Ansätze zu kombinieren, und zwar mit einem Konzept von Textrahmen, die das Programm für jede Seite automatisch erzeugt. Dennoch bleiben diese Rahmen nachträglich skalierbar. So lassen sich viel leichter Seitenlayouts erstellen, in denen der Textfluss sich nicht an eine Rechteckform hält (Abbildung 1) – genau wie bei professionellen Desktop-Publishing-Programmen.

Abbildung 1: Die Kalligra-Textverarbeitung setzt als einzige ihrer Art auf das aus dem professionellen Desktop-Publishing bekannte Rahmenkonzept, mit dem sich der Text exakt auf der Seite verteilen lässt. Leider funktioniert das Programm oft nicht, wie es sollte, und stürzt viel zu oft ab.

Da die Calligra-Entwickler schon einmal dabei waren, alte Zöpfe abzuschneiden, haben sie auch die Menüs fast völlig abgeschafft: Alle häufig gebrauchten Funktionen lassen sich über rechts angedockte Paletten steuern, wie sie von Grafikprogrammen her bekannt sind. Ein bisschen erinnert dies an die Ribbon-Oberfläche [2] neuerer Microsoft-Office-Versionen.

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