gparted

Komfortabel lässt sich parted nur über gparted nutzen, das viele aktuelle Linux-Distributionen als Partitionierungsprogramm einsetzen. Abbildung 4 zeigt, wie das Programm die obige Beispielplatte nach dem Start anzeigt. Anders als parted merkt sich die GUI-Variante alle Änderungen nur vor und führt sie zum Schluss gemeinsam aus, so dass sich hier wieder ein Verhalten wie bei fdisk ergibt. Es ist also wichtig, immer darauf zu achten, mit welchem der Programme Sie arbeiten und welchen Modus es für Änderungen nutzt.

Bei unseren Experimenten mit Dual-Boot-Systemen ergab sich oft eine Situation, in der Linux noch bootete, Windows aber nicht – darum finden Sie im Kasten Windows wieder booten lassen noch einen Tipp zur Wiederherstellung der Windows-Boot-Daten; passend zur Rubrik müssen Sie auch dort Shell-Tools nutzen. Aber keine Sorge: Beiträge zu Windows werden nicht die Regel, sie sind in dieser Ausgabe dem Titelthema geschuldet. (hge)

Abbildung 4: Mit "gparted", dem grafischen Frontend für "parted", können Sie auch die Größe von vielen Partitionen ohne Datenverlust ändern.

Windows wieder booten lassen

Da Sie GPT-Platten in der Regel nur auf Rechnern mit vorinstalliertem Windows 8 begegnen, hier ein kleiner Tipp für die Windows-Kommandozeile: Er ist interessant, wenn Windows nicht mehr startet und stattdessen einen Bluescreen mit obskuren Fehlermeldungen (error 0xc0000225) anzeigt.

Booten Sie dann von einer Windows-Installations-DVD, starten Sie aber nicht die Installation, sondern wechseln Sie zu den Wiederherstellungsoptionen. In einem der Untermenüs können Sie eine Shell öffnen. Wenn Ihre EFI-Partition die erste auf der Platte ist, können Sie mit folgenden Befehlen die Boot-Informationen von Windows reparieren:

C:\> diskpart
DISKPART> sel disk 0
DISKPART> sel part 1
DISKPART> assign letter=z
DISKPART> exit

Danach ist die EFI-Partition als Windows-Laufwerk Z: ansprechbar, und mit

C:\> bcdboot c:\Windows /s z: /f UEFI

können Sie das Programm bcdboot neue Boot-Informationen auf die EFI-Partition schreiben lassen. Diesen Trick mussten wir bei unseren Installationsexperimenten für die Schwerpunktartikel dieser Ausgabe mehrfach anwenden; er stammt aus einem Blog-Beitrag [3].

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