Tipp: YouTube-Videos herunterladen mit "youtube-dl"

Im Netz tummeln sich zahlreiche Werkzeuge und diverse Browser-Plug-ins, die Videos von beliebten Portalen wie YouTube, MyVideo, Clipfish, Dailymotion und so weiter herunterladen. Wer gerne auf der Shell arbeitet, der sollte sich das kleine Python-Programm youtube-dl anschauen [2]. Auf der Downloadseite finden Windows-Anwender eine ausführbare .exe-Datei; Linuxer laden die Anwendung entweder über den Browser oder mit wget herunter [3]:

wget http://youtube-dl.org/downloads/2013.02.25/youtube-dl

Das Tool benötigt Python in Version 2.6, 2.7, 3.3 oder neuer, was alle von EasyLinux unterstützten Distributionen in den Paketquellen bereitstellen. Wenn Sie das Programm systemweit verfügbar machen möchten, dann können Sie es nach /usr/local/bin verschieben; alternativ ist ein Ordner namens bin im eigenen Home-Verzeichnis ein guter Platz. Vor dem ersten Start machen Sie die heruntergeladene Datei ausführbar:

chmod +x youtube-dl

Liegt das Downloadtool im eigenen Home-Verzeichnis, und befindet dieses sich nicht im Pfad, starten Sie es mit vorangestelltem Punkt und Schrägstrich (siehe dazu auch die Shell-Tipps aus der Ausgabe 01/2012 [4]). Überprüfen Sie als Erstes, ob eventuell eine neuere Version bereitsteht – damit testen Sie gleichzeitig, ob das Programm richtig arbeitet:

$ ./youtube-dl -U
youtube-dl is up-to-date (2013.02.25)

Um einen Film herunterzuladen, reicht es, hinter dem Befehl die URL anzugeben, die Sie beispielsweise einfach aus dem Browserfenster kopieren können. Welche Plattformen das Tool in der aktuellen Version unterstützt, verrät der Schalter --list-extractors. youtube-dl gibt einige Statusmeldungen auf der Shell aus und legt die Datei im aktuellen Verzeichnis ab (Abbildung 3).

Abbildung 3: Mit dem Python-Programm "youtube-dl" laden Sie bequem Videos von YouTube und anderen Plattformen herunter.

Glossar

umask

Das Kommando umask gibt neu angelegten Dateien direkt bestimmte Zugriffsrechte. Die Eingabe des Befehls ohne weitere Optionen zeigt die Voreinstellung als vierstellige Oktalzahl an. Diese zeigt nicht etwa an, welche Rechte das Kommando setzt, sondern welche es entzieht. Ein Artikel aus dem Jahr 2004 erklärt ausführlich, wie's geht [1].

Infos

[1] Artikel zu chmod, chown, chgrp und umask: Heike Jurzik, "Gleiches Recht für alle?", LinuxUser 07/2004, S. 69 ff., http://www.linux-community.de/artikel/6383

[2] youtube-dl-Webseite: http://rg3.github.com/youtube-dl/

[3] Guru-Training zu wget: Heike Jurzik, "Spieglein, Spieglein, an der Wand", EasyLinux 04/2004, S. 78 ff., http://www.easylinux.de/2004/04/078-wget/

[4] Mehr zu $PATH: Heike Jurzik, "Shell-Tipps", EasyLinux 01/2012, S. 99 ff., http://www.easylinux.de/2012/01/099-shell-tipps/

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