Tipp: Einen Account entfernen ("userdel")

Das dritte Programm im Bunde heißt userdel und entfernt Accounts vom System. Geben Sie hinter dem Befehl einfach nur den Benutzernamen an, bleibt das Home-Verzeichnis auf der Platte. Um es gleich mit zu entfernen, geben Sie zusätzlich den Parameter -r an:

sudo userdel -r petronella

Eine Sicherheitsabfrage findet nicht statt. Erstellen Sie also vorher ein Backup, falls Sie eventuell noch einmal auf die Daten zugreifen möchten.

Tipp: Standardeinstellungen für "useradd" ändern

Abbildung 2 zeigt die Standardwerte für neue Benutzeraccounts, wie sie OpenSuse- und Ubuntu-Systeme setzen. Als Standardgruppe wählen beide Systeme users mit der ID 100, das Home-Verzeichnis befindet sich unterhalb von /home und der Account läuft nie ab (EXPIRE=). Als Standard-Shell vergibt OpenSuse /bin/bash, Ubuntu /bin/sh (ein symbolischer Link auf /bin/dash). Beide Distributionen definieren /etc/skel als Verzeichnis mit den grundlegenden Konfigurationsdateien (siehe Tipp ##) und erstellen kein Spoolverzeichnis für E-Mails. OpenSuse definiert zusätzlich die Zugehörigkeit zur Gruppe video und setzt auf diesem Wege eine umask.

Jede einzelne Einstellung können Sie mit einem Parameter beeinflussen und für einen Aufruf neu setzen, wie es der Tipp ## zeigt. Alternativ definieren Sie unter Ubuntu über -D und unter OpenSuse über --save-defaults neue Defaultoptionen. Hinter die jeweilige Option schreiben Sie einfach weitere Parameter. Die meisten davon bewirken bei den beiden Distributionen dasselbe. Hinter -g definieren Sie auf beiden Systemen eine neue Standardgruppe über deren ID, hinter -s eine Standard-Shell.

OpenSuse kennt darüber hinaus einige weitere Optionen, um neue Accounts zu beschreiben. Die Distribution akzeptiert hinter -G den Namen einer Standardgruppe, hinter -k ein Skeleton-Verzeichnis und hinter -U eine umask.

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