KDE-Tipps

Besser arbeiten mit KDE

KDE bietet mit dem Suchdienst Nepomuk einen "semantischen Desktop". Wir stellen die wichtigsten Nepomuk-Features vor, von denen auch Sie in Zukunft profitieren können. Daneben gibt es Tipps zu Konqueror, Kwallet und GTK-Programmen.

Tipp: Ressourcen-Hunger: Desktop-Suche abschalten

Bei schwacher Hardware mit wenig RAM, etwa virtuellen Maschinen, Tablets oder Netbooks, können Sie den Arbeitsspeicher dadurch entlasten, dass Sie den semantischen Desktop-Suchdienst Nepomuk ganz abschalten oder die Tätigkeit des Indizierers Strigi, der seit 2008 Bestandteil von Nepomuk ist, in vertretbare Schranken weisen. Der Datei-Indizierer ist für die Volltextsuche verantwortlich und findet Dateien nicht nur auf Basis ihres Namens, sondern auch anhand des Inhalts. Dabei reichern die so genannten Nepomuk-Semantikdienste den Datenbestand der internen Datenbank mit Kommentaren, Stichworten oder Bewertungen an, die Sie z. B. in Dolphin und anderen KDE-Anwendungen vergeben. Diese können Sie sichtbar machen, indem Sie in Dolphin die Seitenleiste Informationen einblenden (Abbildung 1).

Abbildung 1: Dolphins Seitenleiste "Informationen" macht Metadaten von Dateien schnell einsehbar.

Sämtliche Optionen zum Konfigurieren oder Ein-/Ausschalten von Nepomuk finden Sie in den KDE-Systemeinstellungen im Bereich Erscheinungsbild und Verhalten der Arbeitsfläche im Modul Desktopsuche. Im ersten Reiter Grundeinstellungen können Sie den Desktop-Suchdienst, den Indizierer für lokale Dateien und den E-Mail-Indizierer ein- oder ausschalten (Abbildung 2). Mit dem Häkchen bei Nepomuk-Semantik-Dienste aktivieren schalten Sie den Nepomuk-Dienst grundsätzlich ein oder aus. Entfernen Sie das Häkchen, graut KDE auch die beiden anderen Optionen aus, weil die dann zwangsläufig nicht zur Verfügung stehen. Datei- und E-Mail-Indizierer können Sie ansonsten auch voneinander unabhängig abschalten.

Abbildung 2: Hier schalten Sie den semantischen Desktop Nepomuk, sowie den Datei- oder E-Mail-Indizierer ein.

Tipp: Betriebszustand der Desktop-Suche

Bei aktiviertem Datei-Indizierer zeigt dieser direkt unter der betreffenden Option die möglichen "Betriebszustände" an. So bedeutet Der Datei-Indexer ist inaktiv, dass Nepomuk den Indizierungsdienst derzeit nicht ausführt, sondern auf einen "Anlass" für eine Aktualisierung wartet, etwa eine neu erstellte oder geänderte Datei. So ein Anlass kann auch ein zuvor angelegter Zeitplan sein.

Ist der Indizierer gerade aktiv, signalisiert er das mit Dateien im Ordner ... werden indiziert. Er analysiert also gerade Dateien im angegebenen Ordner. Mit Dateien für die Desktopsuche werden nach neuen Änderungen durchsucht signalisiert das Tool, dass es gerade eine wiederholte Prüfung nach neuen Dateien in allen festgelegten Ordnern ausführt. Diese Prüfung dient dem Auffinden von Dateien, die nicht über die reguläre Dateisystemüberwachung gefunden werden. Im Zustand Der Datei-Indexer ist ausgesetzt pausiert er: Der Fall tritt entweder ein, wenn Sie dies als Benutzer entsprechend veranlassen, oder automatisch, etwa bei zu wenig Festplattenspeicher oder im Energiesparmodus (von Net- und Notebooks). In diesen Fällen springt der Indizierer allerdings auch automatisch wieder an, sobald sich einer der Gründe geklärt hat, z. B. wieder ausreichend Arbeitsspeicher zur Verfügung steht.

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