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Zwischen den Welten

Gegenseitiger Dateizugriff von Windows 8 und Linux

05.04.2013
Das Samba-Protokoll hilft dabei, von Rechnern mit Windows 8 auf Dateien zuzugreifen, die auf einem Linux-PC liegen – und umgekehrt. Dieser Artikel verrät, wie es geht.

Linux und Windows – das war lange Zeit eine schwierige Beziehung. Als auf Desktops noch absolute Windows-Dominanz herrschte und Linux vorrangig als Kommandozeilen-Betriebssystem der Nerds verschrien war, klappte es mit dem Austausch von Dateien zwischen den beiden Welten nur schwerlich. Denn die Erwartungshaltung war klar: Entweder Windows oder Linux. Das ist heute anders: Das Samba-Protokoll ist eine freie Implementierung der von Windows angebotenen Dateifreigabedienste und vermittelt so zwischen dem Betriebssystem aus Redmond und dem mit dem Pinguin. Wer also Windows- und Linux-Rechner besitzt, kann über Samba von Linux aus auf Dateien zugreifen, die auf einem Windows-Host liegen, und kann ebenso seine persönlichen Dateien für die Nutzung auf einem Windows-Rechner freigeben. Auch mit der neuesten Verson von Windows, Windows 8, funktioniert das – der Artikel beschreibt im Folgenden, wie Sie den Dateizugriff einrichten.

Vorbereitungen

Damit der Dateiaustausch funktioniert, sind ein paar grundsätzliche Punkte zu beachten. Wichtig ist vor allem die Firewall-Konfiguration der betroffenen Systeme – das gilt sowohl für die Clients wie auch für den Host, auf dessen Dateien der Zugriff erfolgen soll.

Auf der Windows-Seite sind in der Regel keine Anpassungen nötig. Das gilt jedenfalls dann, wenn Sie auf die internen Sicherheitsfunktionen des Systems zurückgreifen, also zum Beispiel die integrierte Firewall von Windows 8 verwenden. Erkennt Windows, dass Sie den Zugriff auf Dateien von anderen Hosts aus erlauben möchten, schaltet es die dafür benötigten Ports ganz von alleine frei und sorgt so für korrektes Funktionieren.

Anders sieht es aus, wenn Sie die Firewall eines anderen Herstellers nutzen. Leider kann dieser Artikel nicht auf alle Programme dieser Art eingehen, denn es gibt sehr viele Lösungen dieser Art. Grundsätzlich gilt aber: Typischerweise bieten die Programme unter der Bezeichnung Windows-Dateifreigabe oder einem ähnlichen Eintrag die Option, die für Samba benötigten Firewall-Ports per Klick zu öffnen. Sollte Ihr Programm diese Möglichkeit nicht bieten, hilft ein Blick in die Dokumentation des Herstellers.

Firewall unter Linux

Auch auf der Linux-Seite gibt es üblicherweise eine Firewall; diese ist bei OpenSuse und Ubuntu in das System integriert, bei beiden Systemen jedoch ab Werk abgeschaltet. Ob Änderungen nötig sind, hängt insbesondere davon ab, ob Sie die Firewall aktiviert haben und welche Art von Dateizugriff zwischen Windows und Linux Sie nutzen möchten: Wenn Sie von Linux aus auf Freigaben eines Windows-Rechners zugreifen, brauchen Sie nichts zu ändern, denn diese Art von Zugriff ermöglichen die Firewalls von Kubuntu und OpenSuse standardmäßig. Um den Zugriff von Windows auf Dateien eines Linux-Hosts zu erlauben, sind für Samba Ports freizuschalten. OpenSuse erledigt das während des Setups von Samba automatisch, unter Ubuntu müssen Sie selbst Hand anlegen. Das geht so:

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