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05.04.2013

Google Chromebooks für Europa

Google hat angekündigt, dass die beliebten Chromebooks jetzt auch in Deutschland, Irland, den Niederlanden, Australien, Kanada und Frankreich erhältlich sind. Die Geräte stammen von Acer, HP und Samsung. Preise und Händler nennt Google in seiner Mitteilung [1] zwar nicht, Saturn, Amazon und Cyberport bieten jedoch schon Chromebooks zu Preisen ab 279 Euro an.

Das billigste Gerät ist demnach ein Acer C710 mit Intel Celeron 847 Prozessor, 2 GByte Hauptspeicher, 320 GByte Festplatte, Intel-Grafik und HDMI-Ausgang. Alle derzeit in Deutschland angebotenen Chromebooks besitzen WLAN, das Samsung-Modell für 350 Euro hat auch ein UMTS-Modul. Das von Google selbst hergestellte Topgerät namens Pixel, das auch Linus Torvalds überschwänglich gelobt hatte, steht allerdings noch nicht zum Verkauf.

Bislang waren die Chromebooks nur in den USA erhältlich. Dort tummelte sich das Samsung Chromebook nach Angaben von Google mehrere Wochen an der Spitze der Amazon-Verkaufscharts im Bereich Laptops. Alle Chromebooks nutzen die Linux-Distribution Chrome OS von Google, die stark auf die Nutzung von Googles Web-Anwendungen und -Diensten ausgerichtet ist. (Tim Schürmann/hge)

[1] http://chrome.blogspot.de/2013/03/bringing-chromebooks-to-new-frontiers.html

Ubuntu ändert Release-Modell

Ab Ubuntu 13.04 will das Ubuntu-Projekt den Support-Zeitraum für die Nicht-LTS-Varianten von 18 auf neun Monate verkürzen und eine Entwicklerversion einführen.

Beschlossen wurde die Änderung bei einem Meeting des Technical Board im März [1]. Mit der Entscheidung wollen die Entwickler den bisherigen Aufwand vermeiden, der damit verbunden ist, die Zwischenversionen (12.10, 13.04 usw.) 18 Monate lang mit Patches zu versorgen.

Zugleich verabschiedet man sich von den Plänen, eine "Rolling Release" anzubieten, und will dafür eine permanente Entwicklerversion zur Verfügung stellen. Wer sich für diese entscheidet, soll beim Feature Freeze einer aktuellen Entwickler-Version gleich nahtlos auf die nächste Entwicklervariante migriert werden. (Kristian Kißling/hge)

[1] http://ubottu.com/meetingology/logs/ubuntu-meeting/2013/ubuntu-meeting.2013-03-18-21.01.log.html

Vuescan unterstützt mehr Scanner

Hamrick Software hat die neue Version 9.2.10 seines kommerziellen Scanprogramms Vuescan veröffentlicht, die 339 Brother-Scanner unterstützt. Man habe damit laut Ed Hamrick auf zahlreiche Kundenanfragen reagiert. Insgesamt kennt die Desktop-Variante von Vuescan 2100 Geräte. Zu den Features von Vuescan gehören Möglichkeiten zur Farboptimierung beim Scannen verblasster Dias und Drucke, das Scannen im Batchverfahren sowie eine PDF-Ausgabe.

Vuescan ist unter Linux fast schon ein Urgestein, der kommerzielle Anbieter Hamrick Software aus Phoenix, Arizona stellt bereits seit Jahren sein Programm auch für Linux bereit. Die Desktopversion gibt es auf der Vuescan-Webseite [1] in zwei Varianten: als Standard Edition für 40 US-Dollar und als Professional Edition für 80 Dollar). (Kristian Kißling/hge)

[1] http://www.hamrick.com/

CeBIT: Linux New Media Awards 2013

Vom "Hottest Open Source Hardware Device" bis zum innovativsten Open-Source-Projekt – die Linux New Media Awards zeichnen jedes Jahr herausragende Projekte, Organisationen, Personen und Unternehmen für ihre besonderen Verdienste rund um Linux und Open Source Software aus. Diesmal gewannen unter anderem Cyanogen Mod, LibreOffice/OpenOffice Impress und Linus Torvalds.

Eine Auflistung der Gewinner bietet ein Artikel auf der Linux-Community-Webseite [1]. (Markus Feilner, Florian König, Hans-Jörg Ehren/hge)

[1] http://www.linux-community.de/Internal/Nachrichten/Preise-fuer-Cyanogen-Mod-Hadoop-Google-Impress-und-Linus-Torvalds

Gnome-Erfinder wechselt zu OS X

In einem Blog-Beitrag hat Miguel de Icasa, der Vater von Gnome und Mono, jetzt seinen Umstieg auf Mac OS X bekannt gegeben. Ohne es zu merken, hätte er seinen Linux-PC seit 2012 nicht mehr eingeschaltet. Heute würde er jedem neuen Nutzer einen Mac empfehlen, auch alle von ihm verschenkten Computer wären Macs gewesen. An Linux kritisiert de Icasa vor allem die starke Fragmentierung, die vielen inkompatiblen Distributionen und die Inkompatibilitäten zwischen einzelnen Versionen einer Distribution [1].

Das Schlüsselerlebnis soll schließlich ein Brasilien-Urlaub vor etwa sechs Jahren gewesen sein. Sein mitgenommenes Mac-Notebook hätte ohne Probleme in den Energiesparmodus gewechselt, WLAN hätte einfach funktioniert und der Audiotreiber nicht mittendrin den Betrieb eingestellt.

Im Gegensatz zu seinem ThinkPad mit Linux hätte er in den drei Wochen Urlaub weder den Kernel neu kompilieren, noch mit den Videotreibern kämpfen müssen. Des Weiteren habe er nicht nach passenden Paketformaten hinterher rennen müssen, als Binaries ausgelieferte Programme hätten auf seinem Mac einfach immer direkt funktioniert. (Tim Schürmann/hge)

[1] http://tirania.org/blog/archive/2013/Mar-05.html

Firefox 19 mit PDF-Betrachter

Firefox 19 ist da und bringt als aufregendste Neuerung einen integrierten PDF-Betrachter mit. Dank kleiner Reparaturen startet der Browser außerdem schneller. Auch die HTML-5-Fähigkeiten haben die Firefox-Entwickler erweitert.

Gefixt wurden einige Bugs, die unter anderem die Darstellung von WebGL betrafen. Firefox gibt jetzt richtig an, sich im privaten Modus zu befinden, wenn man den Browser mit dem Parameter -private aufruft. Ubuntu-Anwender erhalten automatisch die neueste Version des Browsers, der ansonsten auf der Mozilla-Webseite zum Download bereitsteht [2]. (Kristian Kißling/hge)

[1] http://www.mozilla.org/en-US/firefox/19.0/releasenotes/

[2] http://www.mozilla.org/en-US/products/download.html?product=firefox-19.0&os=linux&lang=en-US

System Rescue CD 3.4.2

Die System Rescue CD, ein Live-Linux für Datenrettung und Partitionierung, ist seit Anfang März in Version 3.4.2 mit aktualisierter Software verfügbar.

Die Entwickler haben als Standard-Kernel Version 3.4.35 mit Langzeit-Support ausgewählt, als Alternative steht die aktuell stabile Version 3.7.10 zur Auswahl. Schon seit Version 3.3.0, die Ende Januar erschien, ist Version 1.0 des ExFAT-Dateisystemtreibers an Bord. Weitere Aktualisierungen (alle schon in Version 3.3.0) sind Disk-Archive 2.4.9 und NTFS-3g 2013.1.13, so dass alle aktuellen Windows-Dateisysteme gut unterstützt werden. Daneben gab es Bugfixes für das Network-Manager-Applet und mit Grsync 1.1.1 ein neues GUI-Frontend für Rynsc.

Mehr Informationen sowie ISO-Images für CDs und USB-Speicher gibt es auf der System-Rescue-CD-Homepage [1]. (Mathias Huber/hge)

[1] http://www.sysresccd.org/

Sonos-Lautsprecher mit Linux

Sonos vertreibt mit der Playbar einen Lautsprecher mit integriertem Linux-System, der auf Wunsch ohne einen Zuspieler Musik aus dem Internet wiedergibt.

Die Playbar [1] nimmt die Musikdaten entweder über eine Netzwerkbuchse oder das herstellereigene Drahtlosnetzwerk Sonosnet entgegen. Letzteres verwendet ein proprietäres Übertragungsprotokoll, das seine Daten mit AES 256 verschlüsselt durch die Luft schickt. Über Sonosnet lassen sich weitere Audio-Streaming-Geräte von Sonos mit der Playbar verbinden. Auf diese Weise können Nutzer etwa ein Musikstück in mehreren Räumen gleichzeitig abspielen oder die Playbar mit weiteren Sonos-Lautsprechern zu einem 5.1-Surround-System aufrüsten.

Primär soll die Playbar als Ersatzlautsprecher für die meist recht einfachen Kollegen eines HD-Fernsehers dienen. Für einen besseren Klang sorgen insgesamt neun nebeneinander angeordnete, kleine Lautsprecher; die Verbindung zum Fernseher stellt ein Glasfaserkabel her. Die Playbar nimmt dabei auch Audiomaterial in Dolby Digital entgegen. Die Steuerung der Lautstärke erfolgt entweder über die Fernbedienung des Fernsehers oder mit einer App für Android, iPhone, iPad, OS X oder Windows – obwohl ein Linux-System die Soundbar antreibt, gehen Linux-Nutzer hier leer aus.

Als Prozessor soll in der Playbar laut engadget.com [2] ein Motorola Power-PC mit 800 MHz zum Einsatz kommen. Die unverbindliche Preisempfehlung für die Playbar liegt derzeit bei stolzen 700 Euro. Weitere Informationen liefert die Produktseite des Herstellers Sonos. (Tim Schürmann/hge)

[1] http://www.sonos.com/introducing/playbar

[2] http://www.engadget.com/2013/02/12/sonos-playbar-home-theater-soundbar/

Skype-Alternative Jitsi

Version 2.0 des sicheren und quelloffenen Voice-over-IP- und Instant-Messenger-Programms Jitsi [1] erlaubt Mehrparteien-Videokonferenzen über XMPP und bringt verbesserte Hot-plug-Unterstützung für Audiogeräte, ein gänzlich überarbeitetes GUI sowie die Unterstützung für OPUS (Audio-Codec) und VP8 (Video-Codec) mit.

An Videokonferenzen können laut Mitteilung des Projekts beliebig viele Teilnehmer in hoher Qualität teilnehmen, solange die Rechenkraft der Clients zum Dekodieren der eingehenden Videodaten ausreicht. Dafür sorgt die neue Serverkomponente Jitsi Videobridge, dank der jeder Teilnehmer seinen Videostream nur einmal an den Server senden muss. Videobridge leitet die empfangenen Daten dann an die anderen Teilnehmer weiter.

Die Hot-plug-Fähigkeit der Audiogeräte erlaubt den Wechsel von Mikrofon und Lautsprecher während eines Gesprächs, um etwa von einem Laptop-Mikro zu einem Headset zu wechseln. Die neue Benutzeroberfläche von Jitsi sieht moderner aus und integriert sich in die Themes der unterstützten Betriebssysteme. Der quelloffene Audio-Codec OPUS verbessert die Gesprächsqualität, während VP8 eine Alternative zu H.264 bietet.

Linux-Anwender finden Jitsi im Downloadbereich der Webseite [2], wobei die Software inzwischen vollständig in die Sprachen Deutsch, Bulgarisch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch übersetzt wurde. (Kristian Kißling/hge)

[1] https://jitsi.org/

[2] https://jitsi.org/Main/Download

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