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Effizienter arbeiten mit Gimp

Anwendertipps und kleine Kniffe zu Gimp

Tipp: Schärfe bis ins Detail

Möchten Sie verschwommene Fotos verbessern und nachträglich schärfen, nehmen Sie den Filter Unscharf maskieren aus dem Menü Filter / Verbessern zur Hilfe (Abbildung 4). Über die Schieberegler Radius, Menge und Schwellwert nehmen Sie die Feinjustierungen vor. Je nach Einstellung verschärfen Sie die Kanten im Bild, ohne jedoch den Bildkontrast zu steigern.

Abbildung 4

Abbildung 4: Sehr unscharfe Bilder schärfen Sie mehrmals nacheinander und experimentieren vorsichtig mit den Reglern "Radius", "Menge" und "Schwellwert".

Dabei legt Radius fest, wie viele Pixel das Zeichenprogramm im Schärfeumfeld in die Kontrasterhöhung einrechnet. Die Skala reicht von 0,1 bis 500. Ein hoher Radiuswert wirkt allerdings unnatürlich. Menge regelt die Stärke der Schärfung. Hier wählen Sie einen Wert zwischen 0,0 und 10.0. Auch hier sorgt ein zu hoher Wert dafür, dass das Ergebnis übertrieben wirkt. Mittels Schwellwert definieren Sie, wie unterschiedlich die Farben zweier Pixel sind und schärfen diese so, dass Gimp sie als Kanten betrachtet. Hier dürfen Sie einen Wert zwischen 0 und 255 aussuchen. So schützen Sie ähnliche Farben oder gleichmäßige Farbverläufe vor dem Schärfen.

Da sich die drei Faktoren gegenseitig beeinflussen, sollten Sie sich langsam herantasten und die Einstellungen nach und nach verändern. Die Vorschau im Dialog bietet Ihnen einen ersten Eindruck. Geringe Unschärfe im Bild beheben Sie beispielsweise mit einem kleinen Radius (Werte unter 10), einem moderaten Schwellwert von maximal 20 und einer Menge von weniger als 1,5. Einen allgemeingültigen Standard gibt es allerdings nicht, so dass Sie für die meisten Bilder eigene Lösungen finden müssen. Entspricht das Ergebnis Ihren Wünschen, schließen Sie den Vorgang über Klick auf OK ab.

Tipp: Gezielt Unschärfe einsetzen

Nachdem Sie im vorigen Tipps gelernt haben, wie Sie verschwommene Fotos schärfen, zeigen wir nun, wie Sie Unschärfe gezielt als Effektmittel verwenden und so Bildern nachträglich eine geringe Tiefenschärfe (auch Schärfentiefe genannt) geben. Das kann sinnvoll sein, um bestimmte Motive besonders hervorzuheben.

In der Fotografie kommt die Methode beispielsweise bei Makro- oder Portraitaufnahmen zum Einsatz. Dabei erscheint der Hintergrund möglichst unscharf, und der Fokus liegt somit auf dem Objekt oder einer Person im Vordergrund. Haben Sie dies bei der Aufnahme nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt, bearbeiten Sie das Foto einfach in Gimp:

  1. Öffnen Sie das Bild und aktivieren Sie im Werkzeugkasten die Freie Auswahl (Taste [F]). Überprüfen Sie in den Einstellungen des Werkzeugs, dass bei Modus die Optionen Aktuelle Auswahl ersetzen und Kanten glätten aktiviert sind. Um einen fließenden Übergang des geplanten Unschärfebereichs zu erzeugen, wählen Sie zusätzlich Kanten ausblenden und stellen hier einen Radius zwischen 10 und 15 % ein.
  2. Malen Sie einen Umriss um das Motiv, das Sie gerne hervorheben möchten. Danach drehen Sie das Ganze über Auswahl / Invertieren um, da Sie ja den umliegenden Bereich unschärfer machen wollen.
  3. Rufen Sie nun aus dem Menü Filter / Weichzeichnen / Weichzeichnen auf. Gimp wendet den Filter direkt und ohne Einstellungsmöglichkeiten auf den markierten Bereich an.

Sollte die Weichzeichnung zu moderat ausfallen, probieren Sie es mit dem Filter Gaußscher Weichzeichner, der Möglichkeiten zur Justierung bietet. Im entsprechenden Dialogfenster legen Sie die Stärke der Weichzeichnung von Hand fest. Experimentieren Sie ruhig mit den Radiuseinstellungen, bis das Ergebnis Ihnen gefällt.

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