Sonstige Features

Beide Virtualisierungslösungen können Snapshots erstellen, also den Zustand der virtuellen Maschine zum aktuellen Zeitpunkt einfrieren und sichern. Das ist praktisch, wenn Sie potenziell problematische Software installieren oder Updates einspielen wollen: Sie erstellen dann vor dem riskanten Schritt einen Snapshot und können bei Problemen zu diesem Zustand zurückkehren.

Auch in beiden Programmen vorhanden ist eine Suspend-Funktion, mit der Sie das Gastsystem jederzeit einfach einfrieren (und dann das Virtualisierungsprogramm beenden) können. Damit bleiben alle unter Windows gestarteten Programme in ihrem letzten Zustand; wenn Sie die VM das nächste Mal aktivieren, arbeiten Sie genau dort weiter, wo Sie aufgehört haben. Das Feature entspricht damit der Suspend-to-disk-Funktion.

VMware Workstation hat ein nettes Gimmick für alle Anwender, die eine Videoaufzeichnung erstellen möchten, etwa für ein Lernvideo: Eine eingebaute Kamerafunktion kann Ton und Desktop des Gastsystems aufnehmen und als Videodatei speichern. Sie aktivieren die Aufzeichnung über VM / Capture Movie und wählen den Namen der Videodatei; die Dateiendung .avi hängt die Workstation automatisch an.

Fazit

Der Zugriff auf USB-Geräte, das problemlose Drag & Drop zwischen Gast- und Host-Betriebssystem, die vereinfachte Installation bekannter Gastsysteme sowie speziell für Windows 8 die brauchbare Unterstützung der neuen Kacheloberfläche im nahtlosen Modus sind eindeutige Pluspunkte für VMware Workstation. Dafür war die Erstinstallation von VirtualBox leichter als die VMware-Einrichtung, und VirtualBox spricht durchgehend Deutsch, während VMware Englischkenntnisse voraussetzt.

Der Funktionsumfang von VMware Workstation ist insgesamt deutlich größer als der des Konkurrenten, aber viele VMware-Features sind vor allem für Profis interessant.

Ein Haupthindernis dürfte der hohe Preis des VMware-Produkts bleiben: Für über 200 Euro können Sie auch einen gebrauchten PC kaufen und darauf Windows (oder Linux) installieren, so dass sich der Kauf nicht lohnt, wenn Sie nur gelegentlich ein Windows-Programm benutzen möchten. Wer aber regelmäßig mit mehreren virtuellen Maschinen arbeitet, kann von den Zusatzfunktionen der VMware Workstation profitieren.

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