Ubuntu, Linux Mint und Knoppix

Tipps und Tricks zu Ubuntu, Linux Mint und Knoppix

28.12.2012
Ubuntu, Linux Mint und Knoppix basieren auf der Distribution Debian – wir verraten Tricks und Kniffe, welche die Arbeit auf diesen Systemen angenehmer machen.

Tipp: Ubuntu: Netzwerk auswählen vor der Anmeldung

Die neue Ubuntu-Version 12.10 erlaubt Ihnen nun, bereits vor der Anmeldung ein Netzwerk (Kabel oder WLAN) auszuwählen. Im Loginbildschirm sehen Sie neben der Accountliste auch ganz oben eine Art Panel, über das Sie verschiedene Accessibility-Features (Bildschirmtastatur, Screenreader und Kontrast) einschalten, die Lautstärke anpassen, den Akkuzustand bei Laptops/Netbooks betrachten und den Rechner in den Ruhezustand versetzen bzw. herunterfahren können. Über das Icon mit den beiden Pfeilen oder der Antenne können Sie schon vor dem Login eine Netzwerkverbindung (Kabel oder Access Point) nutzen – dieses Feature ist vor allem für Anwender gedacht, die sich remote an einem anderen Rechner anmelden (und den PC als grafisches Terminal nutzen) möchten.

Tipp: Ubuntu: Fernzugriff im Loginmanager deaktivieren

Blättern Sie in der Accountliste im Anmeldebildschirm ganz nach unten, sehen Sie dort direkt unter dem Gastzugang den Eintrag Fernzugriff. Über diesen haben Sie die Möglichkeit, sich vor der Anmeldung bei Ubuntu per RDP auf entfernten Rechnern anzumelden. Sollten Sie das Feature nicht benötigen und wollen Sie es aus dem Anmeldebildschirm verbannen, ist das mit wenigen Handgriffen erledigt:

  1. Um die Konfigurationsdatei des LightDM-Loginmanagers zu bearbeiten, benötigen Sie Root-Rechte. Drücken Sie [Alt]+[F2] und tippen Sie ins Dash folgenden Befehl ein:

    gksudo gedit /etc/lightdm/lightdm.conf

    Anschließend tippen Sie Ihr eigenes Passwort, um sich als Administrator zu legitimieren.

  2. Fügen Sie am Ende der Datei eine neue Zeile hinzu (Abbildung 1):

    greeter-show-remote-login=false

    Speichern Sie die Änderungen und beenden Sie den Editor.

  3. Danach starten Sie den Anmeldemanager neu. Dazu können Sie entweder den Rechner neu booten oder einen Befehl eingeben. Am schnellsten geht das in einem Terminalfenster, das Sie über das Dash starten. Dort geben Sie dieses Kommando ein:

    sudo lightdm restart

    Auch hier tippen Sie das eigene Kennwort, wenn das System danach fragt. Nach einem kurzen Flackern erscheint der Loginbildschirm – ohne die Fernzugriff-Option.

    Abbildung 1: Eine zusätzliche Zeile in der LightDM-Konfiguration schaltet die Fernwartung per RDP ab.

Tipp: Ubuntu: Bildschirm manuell sperren und schonen

Über das Zahnradsymbol im Launcher erreichen Sie die Systemeinstellungen, die neben allgemeinen Dingen wie Hardware und Benutzerverwaltung auch persönliche Vorlieben des Unity-Desktops regeln. Im oberen Bereich (Persönlich) konfigurieren Sie über Helligkeit und Sperren, wann der Monitor bei Inaktivität dunkel wird. Im Drop-down-Menü wählen Sie zwischen 1 Minute, 2, 3, 5 und 10 Minuten bis zu 1 Stunde für das automatische Abschalten aus. Zusätzlich stellen Sie über den Schieberegler Sperren ein, dass der Bildschirm gesperrt wird, also zum Weiterarbeiten die Eingabe des Passworts nötig ist. Auch hier haben Sie die Möglichkeit, ein Zeitintervall zu definieren.

Sind die automatischen Vorgaben großzügig gewählt und wollen Sie von Hand abdunkeln oder den Bildschirm sperren, können Sie das schnell aus dem Terminal heraus erledigen. Geben Sie am Prompt Folgendes ein, um den Monitor abzudunkeln:

gnome-screensaver-command -a

Möchten Sie hingegen den Bildschirm sperren, ersetzen Sie im Befehl die Option -a durch -l (kleines L für engl. "to lock" = "abschließen").

Tipp: Ubuntu: Alias für Bildschirmsperre erstellen

Wenn Sie die im vorigen Tipp gezeigten Befehle zum Abdunkeln und Sperren des Bildschirms nicht immer von Hand tippen möchten, dann können Sie in einem Texteditor wie Gedit schnell zwei Aliasse, also Abkürzungen für die Kommandos, erstellen. Zuständig ist das gleichnamige Bash-Builtin alias. Geben Sie einfach nur am Shell-Prompt dieses hier ein, gilt die Abkürzung nur für die Dauer der Shell-Sitzung.

alias dunkel="gnome-screensaver-command -a"

Um das Ganze dauerhaft zu machen, tragen Sie den ganzen Befehl in die Konfigurationsdatei der Bash (~/.bashrc) ein. Hier kommt der erwähnte Texteditor ins Spiel: [Alt]+[F2] und Eingabe von gedit .bashrc rufen ihn auf den Plan. Wenn Sie in der recht langen Datei nach unten blättern, sehen Sie bereits einige Alias-Definitionen. Wo Sie Ihre eigenen hinschreiben, spielt keine Rolle. Es hilft aber der Übersichtlichkeit, wenn Sie diese gruppieren.

Für die beiden gezeigten Kommandos könnten die beiden neuen Aliasse so aussehen wie in Abbildung 2. Speichern Sie die Änderungen und verlassen Sie den Editor danach. Bei der nächsten Anmeldung oder nach Eingabe von source ~/.bashrc in ein Terminal sind die beiden Kürzel bekannt. Dass alles geklappt hat, sehen Sie übrigens, wenn Sie in einem Terminal den Befehl alias ohne weitere Parameter eintippen

Abbildung 2: Mit diesen beiden Alias-Einträgen definieren Sie Abkürzungen für die recht langen Kommandos zum Abdunkeln und Sperren des Bildschirms.

Ein noch schnellerer Weg zum gesperrten Bildschirm ist übrigens die Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[L] – das funktioniert unter KDE (Kubuntu) und Unity (Ubuntu) sowie Gnome; das "L" steht wieder für "lock".

Tipp: Ubuntu: Reset für den Unity-Launcher

Der Launcher, also das Startmenü auf der linken Seite des Desktops, enthält Anwendungssymbole, über die Sie Programme starten oder zusätzliche Fenster von laufenden Anwendungen öffnen. In der Voreinstellung hat Unity dort bereits einige Icons abgelegt; zusätzliche platzieren Sie auf zwei verschiedenen Wegen: Entweder ziehen Sie aus der Anwendungslinse ein Icon per Drag & Drop in den Launcher (Abbildung 3), oder Sie klicken das Symbol einer laufenden Anwendung dort mit der rechten Maustaste an und wählen aus dem Kontextmenü Im Starter behalten.

Um den Launcher auf die Standardeinstellungen zurückzusetzen, öffnen Sie ein Terminalfenster und tippen dort das folgende Kommando:

unity --reset-icons

Nach einem kurzen Moment präsentiert sich der Launcher wieder "jungfräulich", also wie nach einer frischen Ubuntu-Installation.

Abbildung 3: Ein neuer Anwendungsstarter wandert per Drag & Drop mit der Maus von der Anwendungslinse in den Launcher.

Tipp: Ubuntu: Onlinesuchergebnisse im Dash ausblenden

Mit Ubuntu 12.10 hält ein neues Feature Einzug ins Dash, das bereits einige Anwender verärgert hat [1]: die Onlinesuche im Amazon-Webshop. Fahnden Sie in der Home-Linse nach etwas, so erhalten Sie nicht nur Feedback von den Anwendungen oder Dateien, sondern auch vom Amazon-Shop. Nicht immer ist die neue Funktion wirklich praktisch. So sehen Sie etwa nach Drücken der Windows-Taste und Eingabe von Term oder Fire immerhin in der oberen Hälfte noch Terminalprogramme und den Browser. Suchen Sie hingegen in der Home-Linse nach DNS, schlägt das Dash lediglich entsprechende Fachliteratur vor. Um DNS-Werkzeuge zu finden, wechseln Sie über [Windows]+[A] zur Anwendungenlinse und erhalten dort entsprechende Treffer.

Um die Onlinesuche abzuschalten, öffnen Sie über einen Klick auf den Schraubenschlüssel im Launcher die Systemeinstellungen und wechseln dort oben zur Privatsphäre. Direkt auf dem ersten Reiter (Suchergebnisse) ziehen Sie den Schalter neben Online-Suchergebnisse anzeigen nach links, so dass er von An auf Aus wechselt. Die Änderungen sind sofort aktiv.

Tipp: Linux Mint: Anwendungsstarter für Desktop und Panel

Um oft gestartete Programme komfortabel per Mausklick zu starten, können Sie diese entweder als Starter auf der Arbeitsfläche ablegen oder zur Leiste hinzufügen. Am schnellsten geht dies über das Startmenü. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf den Menü-Knopf unten links und navigieren Sie zum gewünschten Programm. Alternativ können Sie die Suchfunktion des Startmenüs bemühen, um die gewünschte Anwendung aufzuspüren.

Klicken Sie anschließend mit der rechten Maustaste auf den Namen. Aus dem folgenden Kontextmenü wählen Sie entweder den Eintrag Zur Leiste hinzufügen, um den Starter im unteren Panel zu platzieren, Zur Arbeitsfläche hinzufügen, um ihn auf dem Desktop abzulegen, oder Zu den Favoriten hinzufügen, um ihn in der linken Leiste im Startmenü bei den Lieblingsprogrammen abzulegen. Während Sie die Symbole der Arbeitsfläche und des Panels über einen Rechtsklick entfernen können, gehen Sie für die Favoriten wiederum über das Startmenü. Navigieren Sie wieder zur Anwendung, klicken Sie mit rechts auf das Symbol und entscheiden sich für Aus den Favoriten entfernen.

Tipp: Linux Mint: "Focus follows mouse"

Sind mehrere Programmfenster geöffnet, klicken Sie normalerweise mit der linken Maustaste in eines hinein, um es in den Vordergrund zu bringen, ihm also den Fokus zu geben. Gehören Sie zu den Anwendern, die lieber auf den Klick verzichten und ein Fenster aktiv schalten, indem sie lediglich mit der Maus darüber fahren, dann erreichen Sie dies auf dem Cinnamon-Desktop schnell über den Konfigurationseditor. Sie erreichen ihn entweder über das Startmenü in der Abteilung Preferences oder über Eingabe von cinnamon-settings in ein Schnellstart- ([Alt]+[F2]) oder Terminalfenster.

Wechseln Sie in die Abteilung Fenster. In der Mitte des Dialogfensters stellen Sie im Drop-down-Menü Modus des Fensterfokus von Click (Voreinstellung) auf Mouse um (Abbildung 4). Das war's schon, denn die Änderungen sind sofort aktiv. Sie können das Konfigurationstool nun über einen Klick auf Schließen verlassen.

Abbildung 4: Über die Cinnamon-Einstellungen aktivieren Sie das Feature "Focus follows mouse".

Tipp: Linux Mint: Panel-Applets schieben

Das Startmenü unten links in der Kontrollleiste der Cinnamon-Oberfläche ist wie bei anderen Desktopumgebungen als Panel-Applet umgesetzt. Auch der Knopf zum Anzeigen der Arbeitsfläche, das System-Tray mit Icons für den NetworkManager, die Akkuanzeige (bei Laptops/Netbooks), die Aktualisierungsverwaltung und der Cinnamon-Kalender sind Applets, auch als Miniprogramme bezeichnet. Rufen Sie in den Cinnamon-Einstellungen (siehe Tipp ##) die gleichnamige Abteilung auf, um eine Auflistung der verfügbaren und aktivierten Applets zu betrachten.

Leider ist das Panel bzw. der Einrichtungsdialog unter Linux Mint Maya 13 mitunter etwas buggy. Auf dem Testrechner sorgte das Entfernen und Neusetzen des Häkchens vor dem Eintrag Cinnamon Menu dafür, dass das Startmenü zunächst verschwand (richtig) und dann wieder ganz rechts im System-Tray auftauchte (falsch). Der Versuch, es mit der Maus an einen neuen Ort zu verschieben, scheiterte ebenfalls. Auch beim An- und Abschalten der anderen Applets zickten diese manchmal rum und tauchten an seltsamen Orten im Panel wieder auf.

Taucht dieses Problem auch auf Ihrem Rechner auf, haben Sie zwei Möglichkeiten, das unerwünschte Verhalten abzustellen und das Panel mitsamt seinen Miniprogrammen zu reparieren. Die Radikalkur bedeutet, im Einrichtungsdialog der Applets auf die Schaltfläche Auf Standardeinstellungen zurücksetzen zu klicken. Ohne Nachfrage verwandelt dies alles in den Ursprungszustand zurück und löscht damit eigene Anpassungen. Ist das nicht gewünscht, und Sie möchten nur einzelne Icons zurechtrücken, gehen Sie über Alle Einstellungen zurück zum Hauptfenster der Cinnamon-Konfiguration und rufen dann die Abteilung Leiste auf. Setzen Sie hier ein Häkchen vor Leistenbearbeitung aktivieren, dürfen Sie die Symbole mit gedrückt gehaltener linker Maustaste an neue Orte im Panel ziehen.

Tipp: Linux Mint: Deutsche Sprachpakete nachrüsten

In der Voreinstellung sind Teile des Cinnamon-Desktops deutsch lokalisiert, andere Komponenten wie etwa der Dateimanager Nautilus zeigen englische Menüeinträge an. Verantwortlich für den bunten Mix sind einige fehlende Sprachpakete, die Sie – eine Internetverbindung vorausgesetzt – schnell nachrüsten. Dazu können Sie einerseits im Paketverwalter (Startmenü / Administration / Softwareverwaltung) nach Paketen mit "german" im Namen suchen. Schneller und leichter geht's aber mit dem kleinen Tool gnome-language-selector.

Dieses erreichen Sie über das Startmenü unter Alle Anwendungen / Sprachen oder über Eingabe des Befehls gnome-language-selector in ein Schnellstart- oder Terminalfenster. Der folgende Dialog informiert darüber, dass die Sprachunterstützung nicht vollständig installiert ist. Wenn Sie sich dafür interessieren, welche Pakete das im Einzelnen sind, klappen Sie die Liste über den kleinen Pfeil neben Details aus (Abbildung 5). Per Klick auf Installieren und Eingabe des eigenen Kennworts starten Sie den Vorgang.

Abbildung 5: Das Werkzeug "gnome-language-selector" rüstet fehlende Pakete für die deutsche Lokalisierung nach.

Erhalten Sie die Fehlermeldung, dass einige Pakete nicht heruntergeladen werden konnten, überprüfen Sie zunächst die Internetverbindung. Ist diese in Ordnung und können Sie z. B. im Web surfen, aktualisieren Sie die Paketliste selbst. Am schnellsten geht das über Eingabe von sudo apt-get update in ein Terminalfenster. Auch hier authentifizieren Sie sich mit Ihrem eigenen Passwort. Sie sehen nun, wie der Paketmanager alle eingetragenen Paketquellen kontaktiert und die Liste der verfügbaren Software auf den neuesten Stand bringt.

Alternativ bietet auch Synaptic (zu erreichen über das Menü Administration / Synaptic-Paketverwaltung) eine solche Funktion an. Sie stoßen die Aktualisierung dort über den Button Neu laden ganz links oben in der Werkzeugleiste an. Danach sollte der gnome-language-selector funktionieren: Nach der nächsten Anmeldung am Desktop sprechen alle Mint-Anwendungen Deutsch.

Tipp: Knoppix: Festplattenbelegung entfernter Rechner anzeigen

Die Live-Distribution bietet im Startmenü unter Systemwerkzeuge den Eintrag Festplattenbelegung analysieren. Ein Klick darauf startet das Tool Baobab. Direkt nach dem Start zeigt es die Aufteilung der Festplatten Ihres Rechners. Über das Drop-down-Menü rechts oben schalten Sie zwischen den beiden Ansichtsmodi Als Kreisdiagramm betrachten und Als Treemap anzeigen um. So sehen Sie auf einen Blick, wie der Platz für einzelne Verzeichnisse, ganze Partitionen oder Platten aufgeteilt ist. Über das Menü Aktionen suchen Sie aus, ob Sie den persönlichen Ordner, also das eigene Home-Verzeichnis, das ganze Dateisystem oder einen einzelnen Ordner einlesen.

Hier befindet sich ebenfalls der Menüeintrag Entfernten Ordner einlesen, über den Sie von der Live-DVD aus einen anderen Rechner analysieren. Im Bereich Dienstetyp im folgenden Dialogfenster suchen Sie das Protokoll aus. Neben FTP-Servern (öffentlich und mit Passwort) kontaktiert Baobab auch Windows-Freigaben und spricht WebDAV sowie SSH (Secure Shell). Ins Feld darunter hinter Server gehört die IP-Adresse oder der Hostname der Gegenstelle. Als optionale Informationen dürfen Sie weiterhin einen Port definieren (nur nötig, wenn dieser vom Standard abweicht), ein Verzeichnis und den Benutzernamen. Nach einem Klick auf Einlesen fordert das Programm gegebenenfalls auf, das Passwort einzugeben. Danach untersucht es den entfernten Ordner, was je nach Datenmenge eine Weile dauern kann (Abbildung 6). Solange das Werkzeug noch arbeitet, sehen Sie am unteren Fensterrand die Statusmeldung Einlesen läuft

Abbildung 6: Das Programm Baobab (Festplattenbelegung) nutzen Sie unter Knoppix unter anderem dazu, um entfernte Rechner zu analysieren. Das Einlesen der Daten dauert je nach Größe der Platte eine ganze Weile.

Tipp: Knoppix: Partitionierung von Festplatten ändern

Knoppix als Live-Distribution eignet sich prima dazu, eine oder mehrere Festplatten des Rechners neu in Partitionen aufzuteilen. Alternativ können Sie auch die Linux-Mint- oder Ubuntu-DVD im Live-Modus starten; das installierte Linux-System können Sie nicht verwenden, denn Sie können nur Partitionen bearbeiten, die gerade nicht eingehängt (gemountet) sind. Um GParted zu starten, benötigen Sie Administratorrechte – unter Knoppix kein Problem, denn in der Voreinstellung sind weder das Root-Kennwort noch das eigene gesetzt. Um den Partitionierungs-Manager zu starten, öffnen Sie entweder ein Terminal (Klick auf das Symbol in der Kontrollleiste unten links) oder einen Schnellstarterdialog über [Alt]+[F2] und geben dann Folgendes ein:

sudo gparted

Eine Kennwortabfrage findet wie gesagt nicht statt. Das GParted-Fenster ist relativ übersichtlich. Oben rechts wählen Sie über ein Drop-down-Menü das zu partitionierende Laufwerk aus. Hier tauchen neben Festplatten gegebenfalls auch Wechseldatenträger wie USB-Sticks auf. Im Hauptfenster sehen Sie dann die aktuelle Aufteilung des gewählten Mediums. Über das Ansicht-Menü blenden Sie zusätzliche Informationen zur aktuell gewählten Platte links neben der Festplattenaufteilung ein. Außerdem öffnen Sie über ein Häkchen vor Ausstehende Operationen im unteren Bereich ein Zusatzfenster, das alle bisher durchgeführten Aktionen auflistet – das sorgt für mehr Übersicht.

Grundsätzlich führt GParted erst dann die geplanten Änderungen durch, wenn Sie auf das Symbol mit dem grünen Häkchen klicken oder den Menüpunkt Bearbeiten / Alle Operationen ausführen aufrufen. Im Bearbeiten-Menü haben Sie außerdem die Möglichkeit, Schritte rückgängig zu machen oder alle anstehenden Operationen zu löschen. Über Laufwerk erstellen Sie eine Partitionstabelle und bereiten damit eine Platte für eine ganz neue Aufteilung vor. Alle anderen Aktionen finden Sie im Menü Partition (Abbildung 7). Hier löschen Sie Partitionen, ändern deren Größe, formatieren sie mit einem bestimmten Dateisystem, überprüfen sie und hängen sie ein.

Abbildung 7: Mit der Live-Distribution Knoppix partitionieren Sie Festplatten oder ändern die Aufteilung. GParted unterstützt zahlreiche Dateisysteme, darunter Ext2, Ext3, Ext4, FAT16 und FAT32.

Glossar

Builtin

Ein Bash-Builtin ist ein in die Shell eingebautes Kommando. Solche Befehle kann die Shell selbständig bearbeiten, ohne dafür ein externes Programm zu starten. Beispiele dafür sind cd, exit, export und alias.

Infos

[1] Aufregung über neue Ubuntu-Features: http://www.linux-magazin.de/content/view/full/71245

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