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Gnome-Tipps

Tipps und Tricks zu Gnome

28.12.2012 Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor.

Tipp: Nautilus: Fenster und Reiter per Tastatur öffnen

Der Gnome-Dateimanager hat ein paar praktische Tastatur-Shortcuts auf Lager, mit denen Sie das Programm schneller bedienen als über Mausklicks in den Menüs. Um ein neues Fenster zu öffnen, das Ihre persönlichen Daten anzeigt, müssen Sie nicht über Datei / Neues Fenster gehen. Es reicht aus, [Strg]+[N] zu drücken, und Nautilus öffnet ein neues Fenster mit Ihrem Home-Verzeichnis.

Nautilus bietet darüber hinaus an, mehrere Reiter in einem Fenster zu öffnen. Auch hier müssen Sie nicht den Menüpunkt Datei / Neuer Reiter aufrufen, sondern können einfach [Strg]+[T] drücken (Abbildung 1). [Strg]+[W] schließt den aktuellen Reiter; ist nur ein Tab vorhanden, schließt der Shortcut das Nautilus-Programmfenster. Um alle Reiter und das ganze Fenster in einem Rutsch zu terminieren, drücken Sie hingegen [Strg]+[Q].

Abbildung 1

Abbildung 1: [Strg]+[T] öffnet in einem Nautilus-Fenster einen neuen Reiter. Um den aktuellen Tab zu schließen, drücken Sie [Strg]+[W].

Tipp: Spracheinstellungen reparieren

Einer der Testrechner zeigte sich nach einem Distributions-Upgrade sehr international und überraschte mit einem Gnome-Desktop voller asiatischer Schriftzeichen. Koreanisch? Chinesisch? Japanisch? Egal, hier kommt ein Tipp, wie Sie sicherstellen, dass Gnome Deutsch spricht, auch wenn Sie die Menüeinträge nicht länger lesen und die grafischen Programme somit nicht erreichen können.

Prüfen Sie zunächst, ob die Sprachpakete alle installiert sind. Unter Ubuntu sollten das language-pack-de und language-pack-de-base sein sowie die beiden Gnome-spezifischen Ländereinstellungen language-pack-gnome-de und language-pack-gnome-de-base. Unter OpenSuse benötigen Sie gnome-shell-lang und gnome-desktop-lang.

Wenn Sie den grafischen Paketmanager nicht über das Menü finden, können Sie auch mit [Strg]+[Alt]+[F1] zur ersten virtuellen Konsole wechseln, sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden und auf der Shell nachschauen, ob die Pakete installiert sind. Unter Ubuntu tippen Sie dazu beispielsweise Folgendes:

aptitude search ^language-pack-de ^language-pack-gnome-de

(Das Dach-Zeichen ^ sorgt dafür, dass aptitude nur Pakete anzeigt, deren Name z. B. mit language-pack-de beginnt.) Der Befehl dpkg -l | grep language-pack.*de führt ebenfalls zum Ziel. Beide Varianten zeigen jeweils über ein i an, dass das Paket installiert ist.

Unter OpenSuse suchen Sie entweder mit zypper search oder direkt mit rpm nach den Paketen:

$ rpm -q gnome-shell-lang gnome-desktop-lang
package gnome-shell-lang is not installed
package gnome-desktop-lang is not installed

Sollte eines der benötigten Pakete fehlen, installieren Sie es unter Ubuntu beispielsweise mit sudo apt-get install paketname(n), unter OpenSuse mit sudo zypper install paketname(n).

Sind alle Sprachpakete vorhanden, überprüfen Sie noch die persönlichen Einstellungen. Funktioniert der Weg über die Gnome-Systemeinstellungen nicht ([Alt]+[F2] und Eingabe von gnome-control-center), weil Sie sich im grafischen Programm mit dem Zeichensalat nicht zurechtfinden, reicht es in der Regel aus, einen Eintrag in die persönliche Konfigurationsdatei ~/.profile zu schreiben. Öffnen Sie über [Alt]+[F2] und Eingabe von gedit den Texteditor und schreiben Sie ans Ende der Datei folgende Zeile:

export LANG=de_DE.UTF-8

Nach dem Abmelden und einem erneuten Start der Desktopumgebung sollte Ihr Gnome wieder Deutsch sprechen. Falls wie auf dem Testrechner alle Menüeinträge fremde Schriftzeichen enthalten und Sie die Funktion zum Abmelden nicht im Menü finden, hilft unter OpenSuse übrigens ein beherzter Griff zur Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[Rückschritt] weiter; bei Kubuntu ist diese Funktion leider deaktiviert.

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