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Ein erster Eindruck
Wer einen ersten Eindruck davon bekommen möchte, wie im Computer zum Leben erweckte Roboter-Bösewichte à la Terminator entstehen, sollte sich das zweiteilige Tutorial "A static Gingerbread Man" ("Ein unbewegter Lebkuchenmann") plus "Animating the Gingerbread Man" ("Den Lebkuchenmann animieren") vornehmen [4,5]. Auf deutsch liegt die Anleitung derzeit aber noch nicht vor.
Das Ergebnis ist optisch natürlich noch ausbaufähig (Abbildung #) doch es demonstriert die grundlegenden Arbeitstechniken von Blender anhand einfacher, auch für Anfänger nachvollziehbarer Beispiele. Der erste Teil zeigt, wie sich ein einfacher Quader zu einer Lebkuchenfigur mit Kopf, Armen und Beinen erweitern lässt.
Zum Leben erweckt
Im zweiten Teil des Lebkuchenmann-Tutorials lernt das künstliche Wesen laufen. Dafür erhält es ein richtiges Knochenskelett mit Gelenken. Ein Skelett aus festen Knochen und Gelenken sowie verformbares "Fleisch" bilden die Grundbausteine für die Simulation sich bewegender Lebewesen. Man nennt dies Charakteranimation. Darüber hinaus bringt Blender noch viele weitere Simulationssysteme mit: Die Partikel-Simulation ist für Objekte zuständig, die aus zigtausenden ähnlich geformten Teilchen bestehen. Es erzeugt so unterschiedliche Gegenstände wie Haare oder Wolken.
Das "Soft-Body"-System simuliert die Deformation eines weichen Objekts wie eines Kissens. Die Stoffsimulation sorgt für natürlichen Faltenwurf von Kleidung. Auch Flüssigkeiten und Rauch stellt die inzwischen äußerst umfangreiche Software naturgetreu nach.
Die Redaktion meint
Das Konstruieren räumlicher Objekte mit zweidimensionalen Zeichengeräten wie der Maus bleibt kompliziert, egal, wie intuitiv die Software diesen Vorgang umsetzt. Nur wer viel Zeit und Leidenschaft mitbringt, kann den Funktionsumfang der vielen komplexen Systeme auch nur annähernd ausschöpfen.
Einen ersten Eindruck davon, wie künstliche Welten auf dem Computer entstehen, vermittelt aber das beschriebene Lebkuchenmann-Tutorial auch Anfängern in einigen Stunden. Immerhin hat Blender mit einer inzwischen weitgehend vollständigen und nachvollziehbaren Dokumentation und der neu gestalteten Programmoberfläche die Einstiegshürden im Vergleich zu früheren Versionen stark entschärft.
Bewertung
5 von 5 Sternen



