Daten sichern

Regelmäßige Backups unter Linux

28.12.2012
Im Schwerpunkt dieser Ausgabe geht es um das oft als lästig empfundene Thema "Backup". Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit möglichst geringem Aufwand Ihre wichtigen Dateien sichern.

Datensicherung ist für viele Anwender ein nötiges Übel, doch der Verlust wichtiger Dateien kann sehr unangenehm sein, deswegen sollten Sie sich regelmäßig die Zeit dafür nehmen, wenn Sie Dokumente auf Ihrem PC speichern, die für Sie wichtig sind: Das können Briefe und Kontoauszüge, aber auch die private Fotosammlung sein, die heute viele Anwender nicht mehr komplett auf Fotopapier, sondern nur noch digital besitzen.

CD, DVD und Blu-ray

Wenn wir uns in der Vergangenheit mit dem Thema "Datensicherung" beschäftigt haben, ging es oft auch um Backups auf CD- oder DVD-Rohlinge – doch diese Backup-Medien haben für viele Anwender ihren Reiz verloren, passen doch auf die alten Datenträger nur knapp 700 MByte (CD) bzw. 4,7 GByte (DVD) an Daten. Wer einen aktuellen PC vom Discounter benutzt, hat auf der eingebauten Festplatte 1000 bis 2000 GByte Speicherplatz, was eine gigantische Sammlung von z. B. Musik-, Foto- und Videodateien ermöglicht – und die möchte auch gesichert werden.

Schon der Versuch, 200 GByte Daten zu archivieren, würde Sie mit einem DVD-Laufwerk zum tagelang beschäftigten DJ machen, denn dafür wären bereits 43 DVD-Rohlinge nötig: unpraktisch. Auch ein Blu-ray-Brenner schafft nur bedingt Abhilfe: Die Kapazität der Blu-ray-Rohlinge von 25 GByte reicht für mittlere Datenmengen aus, und auch preislich (ab 1,50 Euro pro Rohline) ist das eine günstige Lösung, wenn der Rechner bereits einen Blu-ray-Brenner enthält. Muss dieser erst nachgerüstet werden, fallen nochmals knapp 100 Euro an.

Platten und USB-Sticks

Um modernen Dateisammlungen gerecht zu werden, sind andere Datenträger nötig. Für kleinere Mengen eignen sich USB-Sticks, die es mit 128 GByte Speicherkapazität schon ab 70 Euro gibt. (Sticks mit 256 GByte sind noch sehr teuer.) Der Vorteil eines USB-Sticks ist, dass er keine mechanischen Teile enthält und darum bei der Aufbewahrung keine besondere Sorgsamkeit erfordert. Reicht diese Kapazität nicht aus (oder finden Sie das Preisverhältnis unangemessen), bietet sich eine externe Festplatte an, denn für das gleiche Geld gibt es die auch via USB anzuschließenden Platten schon mit 1 TByte (1000 GByte).

Windows und Mac OS mitsichern

Arbeiten Sie nicht nur mit Linux, sondern auch mit Windows und/oder Mac OS, wird die Datensicherung etwas komplexer. Wenn Sie eine einzige externe Platte für das Backup aller zwei oder drei Systeme einsetzen wollen, müssen Sie beachten, dass diese Betriebssysteme nicht alle Dateisysteme gleich gut unterstützen.

Versionsverwaltung

Manchmal reicht auch ein regelmäßiges Backup nicht aus, denn damit überschreiben Sie bei jeder Datensicherung die zuletzt gesicherten Versionen Ihrer Dateien. Benötigen Sie auch Zugriff auf ältere Fassungen von Dokumenten, die Sie regelmäßig überarbeiten, ist ein Versionsverwaltungsprogramm das Tool der Wahl: Es merkt sich ab dem ersten Tag alle Varianten, so dass Sie auch ältere Versionen zurücksichern können.

Wir stellen in diesem Heft auch das Programm Subversion vor, das auch Profis verwenden, um z. B. verschiedene Versionen eines Softwareprojekts zu verwalten.

Doppelt hält besser

Es gibt wichtige Dateien – und wirklich wichtige. Wer z. B. gerade seine Abschlussarbeit fürs Studium schreibt und schon 40, 50 Seiten mit Text gefüllt hat, kann sich kaum eine schlimmere Computerkatastrophe als den Verlust dieses Dokuments vorstellen. Für die richtig wichtigen Dateien ist darum eine redundante Datensicherung wichtig: Neben Sicherungskopien auf einer externen Platte oder einem Stick sollten Sie diese Dateien auch ins Netz stellen. Dank Anbietern wie Dropbox sind damit keine Kosten verbunden – eine Internet-Flatrate vorausgesetzt.

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