Startschuss

Um eine neue Präsentation zu erstellen, legen Sie entweder direkt los oder holen sich Hilfe beim Assistenten. Letzterer begleitet Sie bei den ersten Schritten, Sie rufen ihn über Datei / Assistenten / Präsentation auf.

Im ersten Schritt öffnen Sie eine vorhandene Präsentation, starten mit einer leeren Präsentation oder erstellen eine Slideshow aus einer Vorlage. Die Vorlagen lädt Impress erstmal, was einen Moment dauert. Dann erscheint ein Aufklappmenü mit den Einträgen Präsentationen, Präsentationshintergründe sowie Sonstige geschäftliche Dokumente. Die unter dem ersten Punkt angebotenen Layouts sind – betrachtet man sie in der Vorschau – recht unansehnlich: am ehesten stöbern Sie interessante Präsentationshintergründe auf. Haben Sie sich für eine Variante entschieden, wählen Sie ein Ausgabemedium – Bildschirm ist hier meist die erste Wahl. Alternativen wären die Overheadfolie, das gute alte Papier und ein Dia (Abbildung 5).

Abbildung 5: Der integrierte Assistent hilft Ihnen bei den ersten Schritten auf dem Weg zur Präsentation.

Ein Klick auf Weiter bringt Sie zum Abschnitt Folienwechsel, in dem Sie einen Effekt für denselben festlegen. Dazu gehören unter anderem von unten rollen, vertikal blenden oder keilförmig. Oder Sie wählen schlicht Kein Effekt. Direkt darunter stellen Sie dessen Geschwindigkeit auf Langsam, Mittel oder Schnell ein. Im Bereich Art der Präsentation bestimmen Sie, ob Sie Folien manuell weiterblättern wollen oder Impress das automatisch erledigen soll – mit einer von Ihnen festgelegten Standdauer und Pausendauer. Es folgt die Aufforderung, den Inhalt der Präsentation in Stichworten zusammenzufassen – das war es dann. Über Fertigstellen gelangen Sie zum Hauptbildschirm zurück, der nun die Folie anzeigt, die Sie mit Hilfe des Assistenten erstellt haben. Alle diese Schritte lassen sich bei Bedarf im Nachhinein zurücknehmen, die Layouts passen Sie nachträglich an.

Vorüberlegungen

An sich ist das eigentliche Erstellen der Folien kein großes Ding, wenn Sie sich im Vorfeld ein paar Gedanken machen. Wichtig ist unter anderem die Länge des Vortrags: Optimalerweise halten Sie diesen im Vorfeld in einer Testsitzung. In 45 Minuten lassen sich – je nach Sprechgeschwindigkeit – Pi mal Daumen etwa 15 bis 25 Folien abfeiern. Meist gilt hier: Weniger ist mehr. Sie sollten Ihre Inhalte klar strukturieren, damit der Vortrag funktioniert. In der Regel richtet sich die Präsentation an eine bestimmte Zielgruppe: Reden Sie mit Profis, brauchen Sie zum Beispiel keine langwierigen Erläuterungen für Fachbegriffe. Vom erwartbaren Publikum hängt auch ab, ob Sie Ihren Namen und das Thema auf sämtlichen Folien anzeigen lassen: Erwarten Sie zufällige Zuschauer (etwa auf Messen und Konferenzen), hilft das weiter.

Daneben gibt es optische Fragen: welche Farben und Schriftarten verwenden Sie? Hier geht es – in beiden Fällen – auch um die Lesbarkeit der Folien. Hellgraue oder gelbe Schrift auf weißem Hintergrund gilt nicht als zielführend, lustige Bilder und ein luftiges Layout lockern einen trockenen Vortrag auf.

Sprechen Sie im Namen einer Firma, gibt es häufig bereits Präsentationsvorlagen für die Angestellten, die das Firmenlogo und das Firmendesign beinhalten. Mitunter stehen Sie dann vor dem Problem, eine Microsoft-Office-Vorlage an LibreOffice anpassen zu müssen – das sollten Sie im Vorfeld prüfen.

Nicht zuletzt integrieren einige Leute die Zahl der gesamten Seiten in ihre Präsentation. Nutzen Sie vergleichsweise wenige Slides, ergibt es Sinn, die Notation Seite 2 von 10 zu verwenden oder auch 2/10. Verwenden Sie hingegen viele Folien (auch wenn diese jeweils nur sehr kurz auftauchen), sollten Sie Ihr Publikum womöglich nicht mit der Angabe der gesamten Folienanzahl schockieren – das kann Fluchtbewegungen auslösen.

Nun erstellen Sie eine erste Folie – das Titelbild Ihrer Präsentation. Es erscheint, bevor die Präsentation beginnt, und kann zum Beispiel den Titel und das Thema enthalten, aber auch ein Zitat oder Bild, falls Sie die Zuschauer neugierig machen wollen. Per Rechtsklick auf die Einzelfolie im linken Bereich gelangen Sie zum Menüpunkt Folie umbenennen und geben der Folie den Namen Titel. Dann klicken Sie im Aufgabenbereich rechts auf Layouts und wählen eine geeignete Vorlage aus, die im Arbeitsbereich landet – wir entscheiden uns für die Vorlage Titel und 2 Inhalte. Sie können das fertige Resultat jederzeit über [F5] im Vorführmodus betrachten, den Sie über dieselbe Taste wieder beenden.

Im Beispielvortrag soll es um das Verschlüsseln von E-Mails gehen, weshalb wir links ein Symbolfoto platzieren, das zum Thema passt, und rechts den Titel des Vortrags angeben. Die zwei Bereiche zeigen in der Mitte ein graues Symbol an, über das Sie Bilder, Tabellen, Diagramme und Filme einfügen.

Im linken Areal fügen wir also ein Bild ein, im rechten das Thema des Vortrags als Text (Abbildung 6). Leider ist die rechte Spalte für Stichpunkte vorformatiert, Sie ändern daher zunächst die Formatierung, bevor Sie loslegen. Markieren Sie den Text und wählen Sie Format / Aufzählungszeichen und Nummerierung. In dem gleichnamigen Fenster wechseln Sie zum Register Optionen und wählen Keine aus dem Aufklappmenü Nummerierung (Abbildung 7). Schneller erledigen Sie das per Klick auf das Icon mit den Linien und den drei blauen Punkten.

Abbildung 6: Layoutvorlagen finden Sie im Aufgabenbereich im Reiter "Layouts". Die meisten Vorlagen müssen Sie noch ein wenig anpassen.
Abbildung 7: Da Impress Texteinträge automatisch nummeriert, müssen Sie mitunter in die Voreinstellungen oder auf das passende Symbol klicken, um das Feature zu deaktivieren.

Dann geben Sie Ihren Text ein. Erstreckt sich dieser über mehrere Zeilen, macht Impress jeweils Großbuchstaben aus den ersten Buchstaben. Um das zu ändern, entfernen Sie über Extras / Autokorrektur-Optionen das Häkchen bei Jeden Satz mit einem Großbuchstaben beginnen (Abbildung 8). Dann geben Sie Ihren Satz ein, markieren den Text und formatieren ihn in einer ansehnlichen Schriftart. Anschließend schieben Sie den Text mitsamt Kasten an eine geeignete Position. Über [F5] sehen Sie das Ergebnis Ihrer Bemühungen – Ihr Titelblatt ist nun fertig. Natürlich ließen sich im Kopfbereich auch noch Ihr Name, ein Logo und weitere Informationen unterbringen – wir entscheiden uns für die schlichte Variante und packen die anderen Informationen auf die Masterfolie. Dazu legen Sie eine neue Folie an, indem Sie links im Folienbereich mit der rechten Maustaste auf die Titelfolie klicken und Neue Folie wählen.

Abbildung 8: Die Großbuchstaben am Anfang eines neuen Eintrags sind nicht immer erwünscht und lassen sich abschalten.

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