Tipp: Firefox: Anti-Adblock austricksen

Zwar gibt es noch immer zahlreiche Nutzer, die im Internet ohne Adblock Plus [3] unterwegs sind, aber das praktische Add-on, das Werbebanner blockiert, verbreitet sich immer mehr. Das stört einige Betreiber von Webseiten, die auf ihren Servern ein Anti Adblock Script [4] installieren. Erkennt dieses, dass Sie Adblock Plus verwenden, fordert eine seitengroße Banner-Sperre Sie auf, das Add-on zu deaktivieren, um auf die Webseite zuzugreifen. Nicht zu verwechseln ist dieses Skript mit einem anderen Wordpress-Plug-in [5]: Dieses bittet die Benutzer meist freundlich darum, darüber nachzudenken, Adblock Plus abzuschalten, damit die Webseite von ihren bezahlten Anzeigen leben kann. Je nachdem, wie die Betreiber dieses Plug-in konfigurieren, taucht es erst nach mehreren Besuchen auf (wenn Sie Cookies dauerhaft akzeptieren) und sperrt Sie nicht zwangsläufig aus.

Die erste Variante ist also aggressiver, lässt sich aber mit einem Add-on namens Disable Anti-Adblock teilweise austricksen. Die Erweiterung funktioniert wohl nicht auf allen Webseiten und gilt zudem als experimentell, was Sie auf der Webseite [6] an dem schwarz-gelb-gestreiften Download-Button erkennen. Der signalisiert: Die Entwickler von Mozilla haben die Erweiterung auf Sicherheitsmängel überprüft, sie kann aber Stabilitätsprobleme verursachen, weshalb sie zur Vorsicht im Umgang damit raten.

  1. Um die Erweiterung zu installieren, besuchen Sie zunächst die erwähnte Webseite [6]. Hier klicken Sie auf den Button Zu Firefox hinzufügen.
  2. Nun erscheint ein kleines Fenster mit dem Button Jetzt installieren, auf den Sie im nächsten Schritt klicken.
  3. Nach der Installation starten Sie den Browser neu und besuchen dann eine Seite, die das Anti-Adblock-Skript verwendet.

Fündig werden Sie zum Beispiel auf der Seite von Antiblock.org, dem Hersteller des Blockierskripts, der eine Demoversion anbietet [7]. Diese bittet Sie zunächst darum, JavaScript zu aktivieren, falls dieses noch nicht läuft. Im zweiten Schritt folgt gewöhnlich die Bitte, den Adblocker zu deaktivieren. Da bei Ihnen aber das besagte Add-on läuft, sollten Sie diese Aufforderung nicht mehr sehen. An ihrer Stelle erscheint eine leere Fläche, in der sich eigentlich ein Werbebanner befinden sollte (Abbildung 8) – die Erweiterung funktioniert also.

Abbildung 8: Ziemlich verwirrend: Eine Erweiterung namens "Disable Anti-Adblock" blockiert ein Skript, das Adblock Plus blockiert, welches wiederum Anzeigen blockiert.

Tipp: Thunderbird: Integrierter Browser

Nicht selten klicken Sie in Ihrem E-Mail-Programm spontan auf einen Link, was dann den Browser startet. Das kann etwas dauern, weil viele Browser aufgrund ihrer zahlreichen Add-ons recht lange zum Starten brauchen. Nach ein paar Sekunden wechseln Sie dann zum Browserfenster, um die Webseite zu betrachten.

Eine alternative Lösung hierzu bietet Thunderbrowse. Wie der Name schon andeutet, dient die Erweiterung als Browser innerhalb der E-Mail-Anwendung. Dank ihr ruft Thunderbird Links in eigenen Registern oder Tabs auf und aktiviert beim Browsen sogar JavaScript. Zudem lässt Thunderbrowse das Anlegen von Bookmarks zu und unterstützt einige Multimedia-Erweiterungen.

  1. Sie installieren die Erweiterung, indem Sie zunächst ihre Webseite besuchen [8] und auf Jetzt herunterladen klicken.
  2. Dann wechseln Sie zu Thunderbird, klicken auf Extras / Add-ons und im Bereich Add-ons suchen auf das Icon mit dem gekreuzten Werkzeug. Aus dem damit verbundenen Aufklappmenü wählen Sie den Eintrag Add-on aus Datei installieren.
  3. Auf Ihrer Festplatte suchen Sie nun nach der heruntergeladenen XPI-Datei, wählen diese aus und klicken auf Öffnen.
  4. Nun erscheint das Fenster mit dem bereits bekannten Button Jetzt installieren, den Sie anklicken. Über die Schaltfläche Jetzt neu starten, die oben rechts im Add-ons-Manager erscheint, starten Sie den E-Mail-Vogel neu.

Nach dem Neustart begrüßt Sie ein Fenster, über das Sie die Erweiterung einrichten. Als erstes wählen Sie die Option Websites aufrufen und im Internet surfen aus und klicken auf Weiter. Im nächsten Schritt entscheiden Sie, ob die Seiten in Tabs erscheinen sollen oder nicht. Bejahen Sie die Frage, will der Assistent wissen, wie er mit Links umgehen soll. Sie können diese im aktuellen oder im neuen Tab anzeigen lassen – letztere öffnen sich auf Wunsch auch im Vordergrund (Abbildung 9).

Abbildung 9: Thunderbird bringt eine Erweiterung mit, die einen schlichten, aber funktionierenden Browser in das E-Mail-Programm integriert.

Es folgen abschließend noch ein paar weitere Optionen, die den simpel gestrickten Browser betreffen. Einige schlägt die Erweiterung von sich aus zur Aktivierung vor. Dazu gehören die Möglichkeiten, die Autovervollständigung für die Adressleiste zu aktivieren, die Webseite der Erweiterung als Startseite zu verwenden sowie die Namen der Fenster durch den Titel der Webseite oder den Betreff der E-Mail zu ersetzen. Weitere Optionen bestehen darin, die URL mit einem Klick in die URL-Leiste zu aktivieren und sicheres JavaScript zu verwenden. Zudem warnt das Add-on auf Wunsch vor Seiten, die JavaScript einsetzen – die letzten beiden Optionen betreffen vornehmlich die Sicherheit. Abschließend informiert Sie der Assistent darüber, dass seine Arbeit nun getan ist, und Sie schließen die Konfiguration über Weiter ab.

Thunderbrowse erwartet nach dem Speichern der Einstellungen noch zwei weitere Klicks, bevor es die Konfiguration abschließt, was etwas umständlich ist. Anschließend erscheint das Fenster des Browsers, das Sie nun gefahrlos schließen.

Die Umsetzung des Features können Sie gleich testen. Zeigen Sie eine E-Mail an und klicken Sie die darin enthaltenen Links an. Der Browser taucht nach dem Anklicken eines Links in einem Tab rechts daneben auf. Leider macht das kleine Fensterchen das Betrachten der Webseite nicht gerade zu einem Spaß (Abbildung 10). Besser ist es, wenn Sie doppelt auf die jeweilige E-Mail klicken, um sie im Vollbildmodus zu betrachten, und dann den Link aufrufen. Dabei wird auch der größte Nachteil des integrierten Browsers sichtbar – er blockiert keine Werbung.

Abbildung 10: Auf kleineren Displays rufen Sie eine E-Mail besser per Doppelklick in der Vollbildansicht auf, um Thunderbrowse sinnvoll zu nutzen.

Glossar

Debugger

Ein Werkzeug, das Entwickler einsetzen, um den Ablauf einer Anwendung zu untersuchen und damit Fehler (engl. Bugs) zu entdecken. Historisch geht der Begriff u. a. auf frühe Computersysteme zurück, bei denen Insekten (auch engl. Bugs) auf den Platinen für Abstürze sorgten; das Wort "Bug" wurde aber auch vor der Computer-Entwicklung schon für technische Probleme verwendet.

Infos

[1] WebGL-Demos: http://www.khronos.org/webgl/wiki/Demo_Repository

[2] Firefox-Bugtracker: https://bugzilla.mozilla.org/

[3] Firefox-Skript Adblock Plus: http://adblockplus.org/de/

[4] Anti-Adblock: http://www.antiblock.org

[5] Anti-Adblock-Plug-in von WordPress: http://wordpress.org/extend/plugins/anti-adblock/

[6] Firefox-Erweiterung "Disable Anti-Adblock": https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/disable-anti-adblock/

[7] Anti-Adblock-Demo: http://www.antiblock.org/?p=script&demo

[8] Thunderbrowse: https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/thunderbrowse/

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