Kniffe, die Sie kennen sollten

Linux-Tipps

In den Linux-Tipps erfahren Sie dieses Mal, wie Sie einen Browser in Thunderbird integrieren, Chromium und Firefox optimieren und mit Shutter automatisch Bilder aufnehmen.

Tipp: Chromium: Browser-Tuning für Profis

Sie denken, Sie kennen Ihren Browser? Dann setzen Sie den Cursor einmal in die URL-Leiste und geben Sie chrome://chrome-urls oder – für ehemalige Firefox-Nutzer – about:chrome-urls. Der Browser spuckt nun eine Liste mit Dutzenden von URLs aus, hinter denen sich verschiedene Informationen und Einstellungsmöglichkeiten für fortgeschrittene Nutzer verbergen. Klicken Sie zum Beispiel auf chrome://gpu-internals, zeigt Chromium aufschlussreiche Daten zur Grafikkarte an (Abbildung 1).

Abbildung 1: In den "GPU internals" finden Sie Informationen zur verwendeten Grafikkarte. Diese erreichen Sie über Chrome-URLs, die als Links zu Informationen und Einstellungen für Chromium fungieren.

Die meisten dieser Details dürften eher Entwickler ansprechen, allerdings spricht auch nichts dagegen, wenn Normalsterbliche mal einen Blick unter die Motorhaube riskieren. Interessieren Sie sich für das Innenleben von Chromium, können Sie all diese Links durchforsten und nach den unbekannten Fundstücken googlen, wenn Sie nicht auf Anhieb erkennen, was ein bestimmter Parameter bewirkt. Seien Sie dabei aber vorsichtig: Ändern Sie die falsche Option, setzen Sie Ihren Browser womöglich außer Gefecht. Am besten sichern Sie Ihr aktuelles Chromium-Profil, bevor Sie solche Experimente starten.

Tipp: Chromium: WebGL einschalten

Womöglich stolpern Sie im Internet eines Tages über eine neue Technologie namens WebGL. Sie soll es ermöglichen, 3-D-Anwendungen direkt im Webbrowser zu betreiben – ohne zusätzliche Plug-ins. Solche Anwendungen lassen sich mit Hilfe der Programmiersprache JavaScript entwickeln, die dafür über die 3-D-Bibliothek OpenGL auf die Grafikhardware des Systems zugreift. Schon heute beherrschen die großen Browser WebGL. Auf dieser WebGL-Demoseite [1] finden Sie einige Demos, mit deren Hilfe Sie testen, ob WebGL auch in Ihrem Browser läuft.

Ist das nicht der Fall, liegt das nicht zwangsläufig an Ihrer Grafikkarte. Chromium deaktiviert WebGL für bestimmte Kartentypen – die Blockade können Sie jedoch umgehen. Dazu setzen Sie den Cursor in die URL-Leiste und geben chrome://flags ein. Sie sehen nun verschiedene Einträge, darunter einen mit der Überschrift WebGL deaktivieren. Hier liegt eine Art doppelte Verneinung vor: Ist der Eintrag ausgegraut, also deaktiviert, müssen Sie nichts tun, denn dann läuft WebGL. Sehen Sie hingegen den Link Deaktivieren, klicken Sie ihn an.

Laufen die Demos dann trotzdem nicht (wie auf unserem Testrechner mit seiner recht flotten AMD/ATI-Karte), klicken Sie am selben Ort neben Software-Rendering-Liste überschreiben auf den Link Aktivieren. Auf diese Weise gelang es uns, die WebGL-Grafik in Chromium für ein älteres System mit Intel-Grafik zu aktivieren (Abbildung 2) – tatsächlich liefen die Demos zum Teil absolut flüssig.

Abbildung 2: Im Internet stoßen Sie auf verschiedene WebGL-Demos. Diese laufen aber nur in Ihrem Chromium-Browser, wenn Sie zwei versteckte Parameter aktivieren.

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