KDE-Tipps

Besser arbeiten mit KDE

In den KDE-Tipps dieser Ausgabe geht es vor allem um den Dateimanager Dolphin. Außerdem verraten wir, wie Sie Windows-Fonts nutzen können und mit Marble auf die Karten von OpenStreetMap zugreifen.

Tipp: Windows-Fonts unter KDE nutzen

Wenn Sie auf Ihrem Rechner parallel Windows installiert haben, können Sie sich bei der Schriftartensammlung von Windows bedienen und hübsche Fonts einfach unter KDE nachinstallieren.

Navigieren Sie dazu im Dateimanager Dolphin zunächst in das Verzeichnis, in welches Ihre Linux-Distribution die Windows-Partition eingehängt hat; das könnte z. B. /mnt/windows sein. Weiter geht es dann in den Unterordner /Windows/Fonts/ (das entspricht C:\Windows\Fonts\ unter Windows).

Für eine Installation unter Linux kommen alle Fontdateien mit der Endung .ttf bzw. .TTF in Frage: Das sind die TrueType-Schriftarten. Klicken Sie eine der Schriften an, öffnet sich ein Schriftartenbetrachter-Fenster (Abbildung 1), in dem Sie eine Vorschau der Schrift sehen. Mit dem Mausrad können Sie die Darstellung vergrößern.

Abbildung 1: Über den Schriftartenbetrachter können Sie Windows-Fonts unter KDE einrichten.

Haben Sie die richtige Schriftart erwischt, klicken Sie rechts unten auf Installieren und wählen im sich öffnenden Dialogfenster die Option Persönliche Schriftarten. Nach wenigen Sekunden ist der neue Font eingerichtet, und Sie können ihn in allen KDE-Programmen und einigen weiteren Anwendungen (darunter auch LibreOffice) verwenden – allerdings erst nach einem Neustart der jeweiligen Programme, weil diese beim Start die Liste der verfügbaren Schriftarten einlesen.

Tipp: Anderes Verzeichnis für die Ordneransicht

KDE zeigt standardmäßig nicht nur den nackten Desktop, sondern öffnet die Ordneransicht mit dem Inhalt des Verzeichnisses Arbeitsfläche in Ihrem Home-Verzeichnis. Dort hinterlegen die Distributoren Verknüpfungen zu wichtigen Anwendungen, Hilfedateien und Ordnern.

Welches Verzeichnis in der Ordneransicht dargestellt werden soll, können Sie frei anpassen und sich so beispielsweise das Verzeichnis mit Ihren selbst erstellten Dokumenten anzeigen lassen. Fahren Sie dazu mit dem Mauszeiger über die Ordneransicht, damit an der Seite ihr Menü herausklappt. Den Einstellungsdialog öffnen Sie mit einem Klick auf das Schraubenschlüsselsymbol. Im folgenden Dialog setzen Sie unter Ort ein Häkchen vor die Option Ordner auswählen. Ein Klick auf das Icon hinter der Eingabezeile öffnet einen Dateiauswahldialog, in dem Sie das gewünschte Verzeichnis markieren. Nach zweimaligem Bestätigen mit OK zeigt die Ordneransicht den Inhalt des zuvor ausgewählten Verzeichnisses an (Abbildung 2).

Abbildung 2: Die Ordneransicht auf der Arbeitsfläche lässt sich auf jedes beliebige Verzeichnis umbiegen, hier auf den Ordner "Dokumente".

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 4 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Besser arbeiten mit KDE
    Obwohl sich selbst Linux-Neulinge meistens auf Anhieb auf dem KDE-Desktop zurechtfinden, gibt es doch ein paar Kniffe, die sich nicht auf den ersten Blick offenbaren. Mit unseren Tipps zünden Sie den Komfort-Turbo für KDE.
  • KDE-Tipps
    KDEs Standarddateimanager ist Dolphin. Den Vorgänger Konqueror (aus KDE 3) gibt es trotzdem noch, und mit Krusader macht eine weitere Alternative das Trio komplett. Wir stellen Tipps zum Dateimanagement vor.
  • Besser arbeiten mit KDE
    Mit Version 4.1 hat das KDE-Team der 4er-Serie des Desktops den Stempel "alltagstauglich" verpasst. Damit der Umstieg reibungslos klappt, gibt es die aktuelle Version der Arbeitsumgebung auf Heft-DVD und ein ganzel Bündel Tipps zu Plasma, Dolphin, Konqueror & Co.
  • Besser arbeiten mit KDE
    In den KDE-Tipps dieser Ausgabe werfen wir einen Blick auf die beiden Dateimanager Dolphin und Konqueror. Dazu gesellen sich allgemeine Tricks für den Desktop und den Texteditor KWrite.
  • Dateiverwaltung für Profis
    Dolphin ist der Standarddateimanager von KDE, und die klassischen Features wie Löschen, Verschieben oder Kopieren erklären sich fast von selbst. Doch Dolphin kann viel mehr und lässt sich zudem erweitern. Wir geben einen Überblick.
Kommentare

Infos zur Publikation

EL 03/2016: Sicher im Internet

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet 9,80 Euro. Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 33,30 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Aktuelle Fragen

KWord Quiz
Carl Garbe, 30.08.2016 16:19, 0 Antworten
KWord Quiz lässt sich bei mir (nach einem update auf Ubuntu 16.04 LTS) nicht mehr speichern, kann...
NOKIA N900 einziges Linux-Smartphone? Kein Support mehr
Wimpy *, 28.08.2016 11:09, 1 Antworten
Ich habe seit vielen Jahren ein Nokia N900 mit Maemo-Linux. Es funktioniert einwandfrei, aber ich...
Scannen nicht möglich
Werner Hahn, 19.08.2016 22:33, 3 Antworten
Laptop DELL Latitude E6510 mit Ubuntu 16,04, Canon Pixma MG5450. Das Drucken funktioniert, Scann...
Wie kann man das berichtigen
Udo Muelle, 17.07.2016 20:39, 1 Antworten
Fehlschlag beim Holen von http://extra.linuxmint.com/dists/rosa/main/binary-i386/Packages Hash-S...
Installation Genimotion
Horst Müller, 15.07.2016 17:00, 1 Antworten
Hallo, ich kann Genimotion nicht installieren. Folgende Fehlermeldung habe ich beim Aufruf erh...