LuckyBackup

Komfortabler erledigen Sie die Datensicherung mit dem Programm LuckyBackup [3], dessen Installation der Kasten LuckyBackup installieren beschreibt. Nach dem ersten Start sollten Sie zunächst die Sprache umstellen: Das Programm präsentiert sich noch in englischer Sprache, was Sie über Auswahl des Menüpunkts Settings / Language / Deutsch ändern. Dieser Schritt ist nur einmal notwendig, LuckyBackup merkt sich Ihre Sprachwahl.

LuckyBackup installieren

Sie finden die aktuelle LuckyBackup-Version 0.4.7 für OpenSuse und Kubuntu auf der Heft-DVD; alternativ können Sie das Programmpaket auch aus dem Internet installieren – das geht wie folgt:

OpenSuse

Als OpenSuse-Anwender rufen Sie in YaST den Menüpunkt Software / Software-Repositories auf, klicken Sie dann auf Hinzufügen, wählen Sie auf der nächsten Seite Community/Gemeinschafts-Repositories und klicken Sie auf Weiter. Es erscheint dann eine längere Liste von Paketquellen, von denen Sie den Eintrag openSUSE Build Service -- KDE:Extra aktivieren und die Auswahl mit OK bestätigen. Es öffnet sich ein Dialog, der Sie auffordert, den GPG-Schlüssel dieser Paketquelle zu akzeptieren; klicken Sie dort auf Vertrauen. Sie landen dann wieder in der Übersicht der Paketquellen, die Sie mit OK verlassen können.

Jetzt können Sie über die Softwareverwaltung das Paket luckybackup einspielen oder in der Konsole

sudo zypper install luckybackup

eingeben. Sie starten das Programm anschließend über Anwendungen / Dienstprogramme / Archivierung / Sicherungs & Synchronisations Werkzeug im Startmenü. Den Eintrag gibt es gleich zweimal: Wenn Sie mit der Maus über beide Einträge fahren, sehen Sie beim ersten zusätzlich luckyBackup und beim zweiten luckyBackup (super user) – die zweite Variante fragt Sie beim Start nach dem Root-Passwort, so dass Sie damit auch Dateien sichern können, die Ihnen nicht gehören; die erste Variante eignet sich für ein Backup Ihrer persönlichen Dateien.

Kubuntu

Bei Kubuntu ist LuckyBackup in den Standard-Repositories enthalten, so dass Sie hier direkt über die Paketverwaltung luckybackup suchen und installieren können. Auch hier ist alternativ der Weg über die Shell möglich; das passende Kommando ist

sudo apt-get install luckybackup

Nach der Installation starten Sie das Programm über den Eintrag Anwendungen / Dienstprogramme / Sicherungs & Synchronisations Werkzeug im Startmenü. Einen Zusatzeintrag für die Ausführung mit Root-Rechten (wie bei OpenSuse) gibt es hier nicht.

Sichern mit LuckyBackup

Vor der ersten Sicherung legen Sie ein neues Profil und darunter eine Sicherungsaufabe (oder mehrere) an. Das geht folgendermaßen:

  1. Auch ohne spezielle Konfiguration gibt es bereits ein Profil namens default – Sie können es verwenden oder für bestimmte Zwecke zusätzliche Profile anlegen. Klicken Sie dazu in der Symbolleiste auf das Symbol mit dem grünen Pluszeichen oder rufen Sie den Menüpunkt Profile / Neu auf. Ein noch schnellerer Weg ist, [N] zu drücken. Es erscheint ein Dialogfenster, in dem Sie dem neuen Profil einen Namen geben. Danach ist das neue Profil zum Bearbeiten ausgewählt; sein Name erscheint links oben in der Profilauswahl.
  2. Fügen Sie nun mindestens eine Backupaufgabe zum neuen Profil hinzu: Dazu klicken Sie auf die Schaltfläche + hinzufügen am rechten Rand. Im sich öffnenden Fenster vergeben Sie zunächst einen Namen für die Aufgabe, z. B. Home-Verzeichnis sichern (Abbildung 5). Die Vorgabe Sichere Quelle innerhalbs des Ziels können Sie übernehmen, und unter Quelle und Ziel tragen Sie ein, wo die zu sichernden Daten liegen und wohin LuckyBackup sie kopieren soll. Die Ordnernamen können Sie von Hand eintragen oder (was einfacher ist) sie über Dateiauswahldialoge suchen, die sich öffnen, wenn Sie auf die Icons hinter den Eingabefeldern klicken.

    Abbildung 5: Eine (Sicherungs-)Aufgabe in LuckyBackup besteht im Wesentlichen aus den Pfaden zu Quelle und Ziel.
  3. Rechts unten ist unter Schnappschüsse zu behalten der Wert 1 eingetragen – das bedeutet, dass immer nur die letzte Version Ihrer Dateien erhalten bleibt. Wenn Sie hier einen größeren Wert eintragen, speichert LuckyBackup mehrere Snapshots, so dass Sie auch noch den Zustand der vorletzten, vorvorletzten etc. Sicherung wiederherstellen können.
  4. Klicken Sie auf OK, um die neue Aufgabe anzulegen. In der Aufgabenliste sehen Sie den gerade angelegten Eintrag – setzen Sie nun noch ein Häkchen in die Checkbox vor dem Eintrag.

Wenn Sie jetzt rechts oben auf Ausführen klicken, startet das Programm das Backup. Es verwendet dazu das Kommandozeilentool rsync, das wir auch im Guru-Training ab Seite 117 beschreiben. Ist alles erledigt, können Sie die Ausgabe des Kommandos betrachten – das ist im Normalfall aber unnötig. Klicken Sie abschließend rechts oben auf Fertig, um die Protokollansicht zu verlassen.

Einen ausführlicheren LuckyBackup-Artikel, der auch die erweiterten Einstellungen behandelt, finden Sie in unserer Schwesterzeitschrift LinuxUser [4].

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