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© Nuno Andre, 123RF

Backup via USB

Datensicherung auf externen Datenträgern

28.12.2012
Die einfachste Möglichkeit, ein Backup Ihrer privaten Dateien zu erledigen, bieten die USB-Schnittstellen Ihres Computers: Schließen Sie hier eine externe Platte oder einen USB-Stick an, können Sie darauf die Daten sichern.

Externe Festplatten mit 1 TByte (1000 GByte) Speicher und USB-Anschluss gibt es bereits für unter 100 Euro, und fürs gleiche Geld sind auch USB-Sticks mit 128 GByte Speicherkapazität erhältlich. Bei diesen Preisen sind beide Datenträgertypen gute Kandidaten für die Datensicherung.

In diesem Artikel beschreiben wir, wie Sie Ihre privaten Dateien vom Linux-PC auf Platte oder Stick sichern – und im Fehlerfall auch wieder zurück bekommen.

Formatfrage

Platten und USB-Sticks erhalten Sie vom Hersteller in der Regel vorformatiert, so dass diese direkt einsetzbar sind. Bevor Sie jedoch loslegen und Ihre Dateien auf dem neuen Backup-Medium sichern, sollten Sie überprüfen, wie der Datenträger formatiert bzw. partitioniert wurde: Nicht alle Dateisysteme sind gleich gut geeignet, um Dateien von einem Linux-System aufzunehmen.

Festplatten liefern die Anbieter meist mit einer oder mehreren Partitionen im NTFS-Format aus. Das ist das Dateisystem, das Windows auch für die fest eingebaute Platte verwendet, und alle aktuellen Linux-Versionen können darauf problemlos zugreifen. Zwar können NTFS-Datenträger keine Linux-typischen Informationen, wie etwa den Dateibesitzer und die Zugriffsrechte, speichern, aber das spielt keine Rolle, wenn Sie nur Ihre persönlichen Dateien darauf speichern möchten. Zudem können Sie auch mit einem parallel installierten Windows-System auf externe, NTFS-formatierte Platten zugreifen, was hilfreich ist, falls Sie einmal Ihre Linux-Installation zerschießen, Windows aber noch läuft.

USB-Sticks gibt es mit verschiedenen Dateisystemen: Einige sind (wie die Platten) NTFS-formatiert, aber auch FAT32 und ExFAT sind für Sticks gängige Dateisysteme. Wofür sich der Hersteller entschieden hat, hängt u. a. von der Größe des Sticks ab: FAT32 erlaubt zwar theoretisch bis zu 8 TByte große Dateisysteme [1], die Windows-Tools zum Formatieren lassen aber nicht mehr als 32 GByte zu. Eine weitere Einschränkung von FAT32 ist die maximale Dateigröße: Hier ist bei 4 GByte Schluss, und die überschreiten Sie z. B., wenn Sie DVD-Images von Linux-Distributionen in Ihrer privaten Datensammlung aufbewahren. Darum wird auf USB-Sticks gerne das neuere Format ExFAT (Extended FAT) eingesetzt, das Sie unter Linux aber nur nutzen können, wenn Sie einen zusätzlichen Treiber installieren [2].

Falls Sie nur von Linux aus auf Ihren Backup-Speicher zugreifen möchten, können Sie diesen auch mit einem Linux-Dateisystem versehen, hier bietet sich Ext3 oder Ext4 an. Dann bleiben auch die Zugriffsrechte und Besitzerinformationen von Dateien erhalten, die Sie auf den Datenträger kopieren, was aber für die Datensicherung nicht unbedingt ein Vorteil ist: Versuchen Sie, von einem anders konfigurierten Linux-System aus auf den externen Datenträger zuzugreifen, sind dafür eventuell Root-Rechte nötig.

Wir empfehlen Ihnen darum, die externe Platte bzw. den Stick mit NTFS zu formatieren – es sei denn, Sie nutzen parallel auch Mac OS: Dann finden Sie weitere Hinweise im Artikel ab Seite 47.

USB 3.0

Gerade bei der Sicherung größerer Datenmengen ist es wichtig, dass die Platte bzw. der USB-Stick richtig angeschlossen ist: Wenn Ihr PC und das Backupmedium USB 3.0 unterstützen, achten Sie darauf, auch eine USB-3.0-fähige Buchse zu verwenden – viele PCs, die USB 3 beherrschen, haben nur einen einzigen Anschluss dafür, während die restlichen USB-Schnittstellen nur die deutlich langsamere Protokollversion 2.0 verwenden. Die High-Speed-Anschlüsse sind oft mit blauer Farbe gekennzeichnet.

Auch das Verbindungskabel muss USB-3.0-tauglich sein. Festplatten mit der neuen Schnittstelle werden aber meistens mit einem geeigneten Kabel ausgeliefert. Die USB-3.0-Kabel sind auch oft blau oder haben zumindest einen blauen Stecker. Bei Festplatten ohne Netzteil gibt es oft ein Y-Kabel mit zwei USB-Steckern, von denen einer nur der Stromversorgung dient; in diesem Fall gehört das "Datenende" in eine USB-3.0-Schnittstelle; das Stromkabel können Sie in einigen beliebigen Port stecken (Abbildung 1).

Abbildung 1: Dieses Festplattenanschlusskabel hat auf der PC-Seite zwei Stecker: Der blau markierte recht gehört in eine USB-3.0-Buchse, der linke sorgt nur für zusätzlichen Strom.

Beim Kauf einer neuen Backupplatte sollten Sie auch dann auf USB 3.0 achten, wenn Ihr PC noch keine solche Schnittstelle hat; dann profitieren Sie nach einem Wechsel auf einen neuen PC von den Geschwindigkeitsvorteilen.

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