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Dateien unter Windows und Mac OS sichern

Fremde Welten

Viele Anwender arbeiten nicht exklusiv mit Linux, sondern benutzen parallel Windows oder Mac OS – die dort entstehenden privaten Dateien gilt es auch zu sichern. So klappt es mit einer einzigen Backup-Platte.

Wie Sie private Dateien unter Linux auf eine externe Platte, einen USB-Stick oder über das Netzwerk sichern können, haben wir in den vorherigen zwei Artikeln gezeigt. Hier geht es um die Zusatzaufgabe, auch die Daten ins Backup zu integrieren, die Sie unter einem parallel installierten Windows oder Mac OS erzeugen.

Für beide Betriebssysteme gibt es zahlreiche Programme, welche die Datensicherung übernehmen, darum gehen wir hier nur darauf ein, wie Sie einen einzelnen Datenträger so vorbereiten, dass Sie ihn unter allen Systemen für das Backup verwenden können.

ExFAT-Dateisystem

Eine Lösung ist, die Festplatte mit Microsofts relativ neuem ExFAT-Dateisystem zu formatieren und unter Linux Treiber für ExFAT nachzuinstallieren, wie wir es in einem älteren Artikel beschrieben haben [1]. Das hat den Vorteil, dass alle drei Betriebssysteme Dateien auf dieser Platte sichern können und der freie Speicherplatz flexibel auf die drei Systeme verteilt wird. Wenn Sie Ihren Rechner so eingerichtet haben, dass die interne Festplatte eine ExFAT-Partition hat, könnten Sie auch unter allen Betriebssystemen die privaten Daten dort ablegen und dann von einem einzigen System aus das Backup all Ihrer Dateien erledigen.

Beim Einsatz von ExFAT auf einer externen Backup-Platte gibt es das Problem, dass die Mac-OS-interne Backup-Software TimeMachine nicht mit ExFAT-Datenträgern umgehen kann [2]. Wenn Sie nicht TimeMachine, sondern eine andere Backup-Lösung benutzen, spielt das aber keine Rolle.

Mac OS und TimeMachine

Apple liefert seine Mac-OS-Rechner mit dem Programm TimeMachine aus, das sich sehr gut für die Datensicherung der gesamten Platte eignet. Es erstellt platzsparend regelmäßige Snapshots und erlaubt den Zugriff auf verschiedene Versionen der gesicherten Dateien.

Wenn sich Linux und Mac OS eine externe Festplatte für Backups teilen sollen, könnten Sie diese prinzipiell mit dem Dateisystem HFS+ formatieren, das beide Betriebssysteme gut lesen und schreiben können und das auch Linux-typische Dateiattribute (Besitzer, Gruppe und Zugriffsrechte) speichert – es gibt dabei nur ein Problem:

  • Mac OS erwartet, dass im HFS+-Dateisystem das Journaling (die Sicherung von Metadaten, bevor Dateien verändert werden) aktiviert ist, aber
  • Linux kann auf HFS+-Datenträger mit aktiviertem Journaling nur lesend zugreifen.

Zwar gelang es uns bei Tests, die Journaling-Funktion auf einer Festplatte zu deaktivieren, obwohl Mac OS diese als TimeMachine-Backup-Platte nutzte, aber Sie können nicht davon ausgehen, dass dieser Trick mit jeder Mac-OS-Version funktioniert.

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