Stunt Rally setzt den Spieler hinter das Steuer eines hochglanzpolierten Rennwagens, mit dem er mehrere fiktive Rallye-Meisterschaften absolvieren muss. Die Fahrt geht dabei nicht nur über Asphalt, sondern vornehmlich durch staubige Wüsten, Matsch und mitunter sogar Wasser. Regen und Schnee sorgen schließlich noch für eingeschränkte Sichtverhältnisse (Abbildung 1).
Stunt Rally bringt satte 104 Rundkurse mit, die sich durch 13 unterschiedliche Landschaften schlängeln. So geht es unter anderem auf eine sonnige Südseeinsel, durch einen matschigen Urwald und in ein schneebedecktes Gebirge. Über ihre Straßen brettert der Spieler mit einem von zehn frei wählbaren Autos, die jeweils unterschiedliche Fahreigenschaften aufweisen. Zwar handelt es sich durchweg um fiktive Modelle, die sich aber sichtbar an realen Marken orientieren. So findet man im Fuhrpark beispielsweise einen Ford Focus WRC oder den Ferrari 360.
In erster Linie zählt in Stunt Rally die schnellste Rundenzeit. Um sie zu erreichen, darf man durchaus auch die vorgezeichneten Straßen verlassen. Man muss lediglich die auf jeder Rennstrecke vorgegebenen, dummerweise aber nicht sichtbaren Wegpunkte in der richtigen Reihenfolge und Richtung durchfahren (Abbildung 2). Neben Einzelrennen auf einer der Strecken sorgen die Meisterschaften für weitere Herausforderungen. Diese Wettbewerbe fassen jeweils ausgesuchte Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zusammen.
Stunt Rally versteht sich nicht nur als reine Rallye-Simulation. Einige ausgewählte Strecken bieten Steilkurven, Sprungschanzen und sogar Loopings (Abbildung 3). Um die möglichst unfallfrei zu meistern, darf man sein Auto mit einem "Nitro-Boost" ausrüsten, der beim Zünden den Wagen für einen kurzen Zeitraum nach vorne katapultiert.
Jedes absolvierte Rennen zeichnet das Spiel auf. Mit dem eingebauten Videorekorder kann man so die eigene Fahrweise analysieren oder spektakuläre Manöver für die Nachwelt festhalten. Um nicht immer auf die Stoppuhr schielen zu müssen, spielt Stunt Rally bei jedem neuen Rennen die Aufzeichnung des bislang besten Fahrers ein. Sein Auto erscheint dann auf der Strecke als orangefarbener Geist (Abbildung 4). Sobald man ihn überholt hat, fährt man auf eine neue Bestzeit zu. Auf diese Weise kann man übrigens auch gegen sich selbst antreten.
Wer nicht alleine gegen die Zeit fahren möchte, darf bis zu drei Freunde einladen und mit ihnen gemeinsam vor einem Bildschirm um den Sieg kämpfen. Stunt Rally zeigt dabei das Cockpit für jeden Fahrer in einem eigenen kleinen Fenster an (Split-Screen-Modus). Diese Variante setzt allerdings einen ziemlich leistungsfähigen Computer voraus. Alternativ können die Spieler auch über ein Netzwerk gegeneinander antreten. Wer alle Strecken gesehen hat und nach Nachschub lechzt, darf mit dem beiliegenden Streckeneditor seine eigenen Kurse basteln.
Wenn Sie nun auf den Geschmack gekommen sind und selbst ein paar Runden in Stunt Rally drehen möchten, gehen Sie wie folgt vor:
http://sourceforge.net/projects/stuntrally auf und klicken Sie auf die grüne Schaltfläche mit der Aufschrift Download und warten Sie dann fünf Sekunden, bis sich ein neues Fenster öffnet.Downloads-Verzeichnis. Dazu öffnen Sie das Startmenü. Wechseln Sie weiter auf das Register Rechner, entscheiden Sie sich dort für Persönlicher Ordner, und klicken Sie im neuen Fenster den Ordner Downloads an.StuntRally beginnt. Klicken Sie diese mit der rechten Maustaste an und wählen Sie im Kontextmenü den Punkt Extract Archive Here bzw. Entpacken / Archiv hierher auspacken.StuntRally beginnt. Klicken Sie es an. Ein weiterer Klick auf stuntrally startet schließlich das Spiel. Eine besondere Installation ist nicht notwendig.
Sie können das StuntRally-Verzeichnis auch an einen beliebigen anderen Ort verschieben. Möchten Sie das Spiel später wieder loswerden, löschen Sie einfach diesen Ordner.
Um direkt nach dem Start des Spiels ein kleines Rennen zu fahren, klicken Sie im Hauptmenü auf den Punkt Schnelles Spiel. Im neuen Schirm dürfen Sie sich aus der Liste am linken Rand eine Strecke aussuchen. In der Mitte sehen Sie ein Vorschaubild, rechts unten die Streckenführung. Die Kürzel rechts oben geben über Schwierigkeit und Beschaffenheit der Strecke Auskunft. Wenn Sie sich entschieden haben, wechseln Sie auf das Register Auto. Hier wählen Sie in der Liste am linken Rand einen Wagen, den Sie über die Regler noch in Ihrer Lieblingsfarbe lackieren. Abschließend starten Sie das Rennen über Neues Spiel. Die Steuerung des Wagens erfolgt dabei über die Pfeiltasten, die Leertaste löst die Handbremse aus, und mit [Esc] gelangen Sie immer wieder zurück zum Menü. Nach einer Karambolage können Sie das Geschehen über die Rückschritttaste "zurückspulen", die Stoppuhr läuft dabei allerdings unaufhaltsam weiter.
Mit [C] wechseln Sie die Kameraperspektive; Stunt Rally bietet u. a. eine Vogelperspektive (Abbildung 5) und eine Stoßstangenansicht.
Weitere Herausforderungen warten im Hauptmenü hinter dem Punkt Meisterschaft. Hier bietet Ihnen Stunt Rally die zahlreichen vorhandenen Wettbewerbe an. Welche Strecken Sie dabei jeweils in welcher Zeit meistern müssen, erfahren Sie, wenn Sie den Wettbewerb in der Liste markieren und dann auf das Register Etappen wechseln. Sie beenden Stunt Rally übrigens über den gleichnamigen, leicht zu übersehenen Knopf rechts oben in der Ecke.
Im Kasten Tipps für Einsteiger haben wir ein paar Hilfestellungen für die ersten Runden zusammengestellt.
Tipps für Einsteiger
Stunt Rally legt den Fokus weniger auf eine realistische Rallye-Simulation, denn auf ein unkompliziertes Fahrerlebnis (Abbildung 6). Besonders viel Spaß macht die Split-Screen-Fassung – vorausgesetzt, man findet weitere Mitspieler und besitzt genügend Gamepads zur Steuerung. Für ein kostenloses Rennspiel sieht die bonbonbunte Grafik extrem schick aus, im Gegenzug verlangt sie aber auch eine Menge Rechenleistung. Viele Effekte gibt es zudem nur, wenn die Grafikkarte diese unterstützt.
Die vielen mitgelieferten Rennstrecken sind abwechslungsreich und herausfordernd gestaltet. Einsteiger benötigen allerdings eine Weile, bis sie die recht leicht ausbrechenden Boliden unter Kontrolle haben. Stunt Rally selbst ist zudem wenig abwechslungsreich, man versucht einfach nur, auf allen Strecken die schnellsten Zeiten herauszufahren – darüber können auch die verschiedenen Meisterschaften nicht hinweg täuschen.
Die teilweise etwas verrückten Streckenelemente erinnern an TrackMania [3] oder den Klassiker Stunts [4]. Wem das zu unrealistisch ist, der kann sich auch ganz auf die Standardkurse konzentrieren. Der Streckeneditor ist eine nette Beigabe, die Einarbeitung erfordert allerdings viel Geduld und Experimentierfreudigkeit.
Die Macher von Stunt Rally arbeiten übrigens emsig an ihrem Spiel weiter, bügeln Fehler aus und fügen weitere Rennstrecken und Fahrzeuge hinzu. Es lohnt daher, gelegentlich auf ihrer Homepage nach einer neuen Version Ausschau zu halten [1].
Stunt Rally
| Bezugsquelle: | http://code.google.com/p/vdrift-ogre/ |
| Entwickler: | Stunt-Rally-Projekt |
| Lizenz: | GNU GPL v3 |
| Preis: | kostenlos |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3-D-Grafik |
Infos
[1] Stunt Rally: http://code.google.com/p/vdrift-ogre/
[2] Stunt Rally Download: http://sourceforge.net/projects/stuntrally/
[3] Wikipedia zu TrackMania: http://de.wikipedia.org/wiki/TrackMania
[4] Wikipedia zu Stunts: http://de.wikipedia.org/wiki/Stunts