Firefox auf Handy und Desktop

Im Google-Play-Store gibt es gleich zwei Firefox-Versionen von Mozilla im Angebot. Neben der stabilen Variante finden experimentierfreudige Nutzer hier auch Firefox Beta, um den Entwicklern beim Testen der kommenden Version zu helfen und brandneue Features auszuprobieren. Im Test haben wir die stabile Variante gewählt (siehe QR-Code).

(Firefox)

Firefox-Sync [7] ist seit einiger Zeit fester Bestandteil des Mozilla-Browsers, und Sie müssen es nicht wie früher über ein Add-on nachrüsten. Das Feature gleicht die Lesezeichen, Passwörter und die Chronik der letzten 60 Tage ab. In der Voreinstellung nutzt Firefox-Sync die Mozilla-Server. Der Platz dort ist für jeden Benutzer auf 25 MByte beschränkt; das klingt nach wenig, reicht aber völlig aus.

Richten Sie zunächst die Synchronisierung auf dem Desktop ein: Dazu starten Sie den Einrichtungsassistent über Extras / Sync einrichten. Hier können Sie ein neues Konto einrichten oder ein vorhandenes mit dem Browser bekannt machen. Wählen Sie Ersteres und tragen Sie im nächsten Dialog eine Mailadresse und ein Passwort ein. Im Drop-down-Menü Server übernehmen Sie die Voreinstellung Mozilla Firefox-Sync-Server. Akzeptieren Sie die Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien; tragen Sie abschließend die Zeichen aus dem Captcha-Bild ein (Abbildung 20).

Abbildung 20: Dieser Dialog hilft bei der Einrichtung von Firefox-Sync. In der Voreinstellung nutzt das Feature die Mozilla-Server zum Datenabgleich.

Bevor Sie auf Weiter klicken, sollten Sie über die Schaltfläche Sync-Einstellungen anpassen, was genau der Browser synchronisiert. Wer die Kennwörter nicht abgleichen möchte, schaltet das über die Checkbox ab. Gleiches gilt für Add-ons – sie zu synchronisieren, ist nur sinnvoll, wenn eine weitere Desktopvariante des Browsers mitspielt, da die mobile App eigene Erweiterungen bietet.

Eine nachträgliche Veränderung der Konfiguration nehmen Sie über Bearbeiten / Einstellungen, Reiter Sync vor. Dort ändern Sie das Passwort, ändern den Namen des Computers, trennen das Gerät und fügen neue Geräte hinzu. Letzteres verlangt nach der Eingabe eines Codes, den Firefox für alle weiteren Geräte erstellt. Alternativ geschieht die Anmeldung per Klick auf Ich habe das Gerät nicht bei mir und Eingabe von Benutzername, Passwort und Wiederherstellungsschlüssel. Auf dem neuen Rechner erscheint danach der Hinweis, dass das Setup abgeschlossen ist und der Browser nun die Daten zusammenführen wird.

Auf dem Handy sehen Sie direkt nach dem ersten Start der App den prominenten Hinweis, dass Sie Firefox-Sync auch auf dem Smartphone einrichten können (Abbildung 21). Alternativ geht das später über das Hauptmenü der App / Einstellungen, Bereich Allgemein / Sync. Auf dem Handy erscheint nun der Code für das neue Gerät. Diesen tragen Sie in der Desktopvariante ein, wie im vorigen Abschnitt gezeigt. Klicken Sie abschließend auf Gerät verbinden.

Abbildung 21: Die Firefox-Version für Android weist direkt nach dem ersten Start auf die Sync-Funktion hin.

Im Test zeigte sich, dass alle Daten auf beiden Geräten vorhanden waren. Die Synchronisierung von Lesezeichen (ohne Favicons), Passwörtern und der Chronik gelang problemlos über alle Rechner- und Betriebssystemgrenzen hinweg. Auf dem Handy erreichen Sie geöffnete Tabs von Desktoprechnern, indem Sie auf das Pluszeichen neben der Adressleiste und das kleine Desktopsymbol tippen. Umgekehrt funktioniert das Feature noch nicht reibungslos: Während der Desktop-Firefox problemlos über Chronik / Tabs von anderen Computern die geöffneten Reiter einer Linux- und einer Mac-Instanz präsentierte, blieben die Android-Tabs hier außen vor.

Opera Link

Auch der Browser des norwegischen Unternehmens Opera Software ASA hat eine Synchronisierungsfunktion fest eingebaut. Opera Link [8] gleicht Lesezeichen, die Lesezeichenleiste, eingetippte Adressen, die Opera-Schnellwahl, Notizen und einige Browsereinstellungen ab. Die Funktion ist auf der Desktopvariante des Browsers und für Opera Mini beziehungsweise Opera Mobile verfügbar; im Test trat Opera Mobile (siehe QR-Code) an.

(Opera Mobile)

Auch bei diesem Browser ist ein Account beim Anbieter Voraussetzung. Sie können diesen auf der Opera-Link-Webseite erstellen oder aber den eingebauten Einrichtungsassistenten benutzen (Opera-Menü / Opera synchronisieren / Synchronisierung aktivieren). Besitzen Sie bereits ein Konto, schalten Sie mit Klick auf Ich habe bereits ein Konto um und identifizieren sich mit Benutzernamen und Kennwort. Wählen Sie wiederum per Checkbox aus, was Sie synchronisieren möchten: Lesezeichen, die Lesezeichenleiste, eingetippte Adressen, die Schnellwahl, Notizen, Suchmaschinen, Regeln der Inhaltsblockierung und Passwörter (Abbildung 22). Das nachträgliche Feintuning passiert wieder über das Opera-Menü / Opera synchronisieren. Dort finden Sie Einträge, um den Status abzufragen, zur Cloud auf der Anbieter-Webseite zu wechseln und die aktuelle Konfiguration zu öffnen.

Abbildung 22: Bei der Einrichtung entscheiden Sie, welche Einstellungen Opera synchronisiert und in der Opera-Link-Cloud speichert.

Auf dem Smartphone finden Sie die Einstellungen in der App, indem Sie unten rechts auf das Opera-Symbol klicken. Der dritte Eintrag von oben aktiviert Opera Link. In die folgende Anmeldemaske tragen Sie Benutzername, Passwort und Mailadresse ein, und das Gerät meldet nach kurzer Zeit, dass es erfolgreich synchronisiert hat (Abbildung 23).

Abbildung 23: Opera Link schalten Sie in der Android-App über die Browsereinstellungen ein.

Während die Lesezeichen und Notizen im Test einwandfrei zwischen den Geräten hin- und herwanderten, klappte das bei eingetippten Adressen nur manchmal. Gut gelöst ist der Abgleich der Schnellwahl: Auf dem Handy war diese anders konfiguriert als auf dem Desktop, und Opera legte die Symbole der Schnellwahl einfach zusammen (Abbildung 24). Add-ons auszutauschen, funktioniert auch hier nicht zwischen Desktop- und Handybrowser, und Opera Link streikt zudem beim Verlauf und den geöffneten Tabs. Dafür punktet Opera bei den Lesezeichen: Nur bei diesem Anbieter ist es über die Webseite möglich, Duplikate in den Lesezeichen aufzuspüren und zu entfernen (Abbildung 25).

Abbildung 24: Die Opera-Startseite auf dem Handy zeigt in der Schnellwahl nach dem Abgleich auch die Links der Desktopvariante.
Abbildung 25: Opera Link bietet über die Webseite in der Abteilung "Lesezeichen" an, Duplikate nach dem Abgleich zu finden und zu entfernen.

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