Kalender in Thunderbird

Während Anwender früher noch das Add-on "Provider for Google Calendar" benötigten, um die Google-Kalender in Thunderbird zu verwenden, ist das mit Einführung von CalDAV hinfällig geworden. Stattdessen spielen Sie die Erweiterung Lightning [6] ein. Nach dem Neustart des Mailclients fügen Sie einen neuen Kalender per Rechtsklick in der linken Leiste und Auswahl von New Calendar hinzu. Wählen Sie On the Network (im Netz) aus und markieren Sie die Checkbox CalDAV (Abbildung 16). Ins Feld Location (Ort) tragen Sie die CalDAV-URL ein (siehe Kasten Adressen der Google-Kalender). Nach einem Klick auf Weiter tragen Sie einen lokalen Namen ein, wählen eine Farbe aus, klicken auf Fertigstellen und geben Ihr Passwort ein.

Abbildung 16: Thunderbird synchronisiert dank des Add-ons Lightning Ihren Google-Kalender. Bei der Einrichtung unterstützt Sie ein Assistent und fragt die wichtigsten Daten ab.

Im Test klappte der automatische Abgleich nicht auf Anhieb, wir mussten Thunderbird neu starten. Auch dann lief der Datenaustausch nicht immer zufriedenstellend – manche Termine und Geburtstage tauchten in Thunderbird einfach nicht auf, obwohl wir mehrmals auf Synchronisieren klickten. Unkomfortabel ist auch, dass Sie nachträglich in den Kalendereigenschaften die Adresse nicht verändern können. Haben Sie sich hier vertippt, ist keine Korrektur möglich; stattdessen müssen Sie den Kalender löschen und neu anlegen.

Synchronisieren mit Chrome

Google Chrome beziehungsweise dessen Ableger Chromium nutzen beide das Google-Konto, um Lesezeichen, Erweiterungen, Browser-Apps, Designs und Browsereinstellungen abzugleichen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Chromium aus den Repositories installieren oder das Google-Chrome-Paket für Ihre Distribution und Architektur herunterladen und per dpkg oder rpm von Hand einspielen – die hier gezeigten Schritte funktionieren mit beiden Varianten. Unter Android installieren Sie die App Chrome (siehe QR-Code) und kontrollieren in den Systemeinstellungen des Geräts in der Abteilung Konten, dass die Synchronisierung automatisch passiert.

(Chrome for Android)

Auf dem Linux-Desktop melden Sie sich in Chrome mit den Zugangsdaten des Google-Kontos im Browser an. Dazu klicken Sie auf das Symbol ganz rechts neben der Adressleiste und wählen In Chrome anmelden. In den erweiterten Einstellungen legen Sie zudem fest, was Sie abgleichen. Dazu stellen Sie im Drop-down-Menü von Alles synchronisieren auf Auswahl synchronisieren um und schließen per Klick in die Checkbox gezielt Dinge aus (Abbildung 17).

Abbildung 17: In den Einstellungen können Sie gezielt Dinge vom automatischen Abgleich ausnehmen und so z. B. verhindern, dass Chrome die Passwörter synchronisiert.

Auf dem Smartphone bietet die App nach dem Start sofort an, sich mit dem Google-Account anzumelden. Dazu tippen Sie auf die blaue Schaltfläche (Abbildung 18). Über die Menütaste oben rechts erreichen Sie danach die Einstellungen, wo Sie wiederum Dinge vom automatischen Abgleich ausschließen können. Auf dem Handy sind das lediglich die Autofill-Funktion für Formulare und das Speichern von Kennwörtern; weitere Feineinstellungen sind hier nicht vorgesehen.

Abbildung 18: Die Chrome-App bietet auf dem Android-Handy direkt beim ersten Start an, sich mit dem Google-Server zu verbinden.
Abbildung 19: Aus der Chrome-App greifen Sie auf die Lesezeichen von PC-Chrome-Installationen zu, hier von zwei Rechnern mit Linux und Mac OS.

Im Test klappte der Abgleich problemlos in beide Richtungen. Bei den Lesezeichen sorgt der Browser selbst dafür, dass keine Konflikte entstehen, und bietet eigens die Kategorie Mobile Lesezeichen an. Besonders gut gefällt, dass Android- und Linux-Browser sich gegenseitig "besuchen" können. Auf dem Handy finden Sie oben im Menü den Eintrag Andere Geräte; auf der Desktopversion öffnen Sie einen neuen Tab und sehen dann in der unteren Fensterleiste die Schaltfläche Andere Geräte. So erreichen Sie von beiden Instanzen aus stets die geöffneten Tabs der Gegenseite (Abbildung 19).

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