Schritt 3: OpenSuse installieren

Bei der OpenSuse-Installation haben Sie weniger Arbeit, weil Sie alle Partitionen bereits bei der Kubuntu-Einrichtung vorbereitet haben.

1. Wählen Sie in OpenSuse-Installer YaST als Installationsart den Modus Neuinstallation aus. YaST schlägt vor, die bestehenden Partitionen für / (/dev/sda8) und /home (/dev/sda7) zu verwenden, dabei würde es die Home-Partition einfach einbinden und sda8 (wo sich jetzt die Kubuntu-Installation befindet) formatieren, also löschen. Das müssen Sie korrigieren und wählen darum zunächst Partitionsaufbau erstellen und dann Benutzerdefinierte Partitionierung (für Experten).

  1. Sie sehen dann eine Übersicht aller Partitionen, die OpenSuse entdeckt hat. Abbildung 6 (suse02) zeigt diese Liste. Zur Erinnerung: /dev/sda7 enthält die Home-Verzeichnisse, auf /dev/sda8 liegt das Kubuntu-System.

    Abbildung 6: Das Partionierungsprogramm in YaST zeigt die bestehende Aufteilung an. Sie legen hier nur fest, welche Partitionen OpenSuse nutzen soll, denn die Aufteilung passt schon.
  2. Klicken Sie den Eintrag für /dev/sda7 mit der rechten Maustaste an und wählen Sie aus dem Kontextmenü Bearbeiten. Im erscheinenden Dialog aktivieren Sie die Option Partition einhängen und wählen als Einhängepunkt /home aus.

    Wichtig: Übernehmen Sie hier die Vorgabe Partition nicht formatieren, denn diese Partition haben Sie bereits bei der Kubuntu-Installation eingerichtet. Klicken Sie auf Beenden, um die geänderten Einstellungen für diese Partition zu übernehmen.

  3. Es fehlt noch die Root-Partition für das OpenSuse-System: Klicken Sie in der Übersicht mit der rechten Maustaste auf den Eintrag für /dev/sda9 und wählen Sie im Kontextmenü wieder Bearbeiten. Diese Partition muss formatiert werden, darum ändern Sie im erscheinenden Dialog die Einstellung auf Partition formatieren (und übernehmen den Dateisystemvorschlag Ext4). Außerdem aktivieren Sie rechts die Option Partition einhängen und wählen als Einhängepunkt das Wurzelverzeichnis /. Klicken Sie dann erneut auf Beenden.

  4. Jetzt fehlen noch die beiden Windows-Partitionen. Bearbeiten Sie (ähnlich wie in Schritt 3) die beiden Einträge für die NTFS- und die FAT32-Partition (im Beispiel /dev/sda2 und /dev/sda5) und tragen Sie dort als Einhängepunkte /windows und /share ein. Danach sollte die Partitionstabelle wie in Abbildung 7 aussehen.
  5. Prüfen Sie nochmals, dass es in der Tabelle in der Spalte F nur eine einzige Eintragung F gibt (nämlich beim Eintrag /dev/sda9), und klicken Sie dann auf Übernehmen. Auf der nächsten Seite, welche die Partitionierung zusammenfasst, klicken Sie auf Weiter.

    Abbildung 7: So soll die Partitionsübersicht im OpenSuse-Installer YaST aussehen: Root-, Home- und Windows-Partitionen sind eingebunden.

Danach können Sie die Installation abschließen. Der Installer trägt automatisch Windows und beide Linux-Versionen in das Bootmenü ein, das später bei jedem Rechnerstart erscheint (Abbildung 8). Prüfen Sie, dass Sie alle drei Betriebssysteme darüber problemlos starten können.

Abbildung 8: Der OpenSuse-Installer richtet ein Bootmenü ein, aus dem Sie Windows, OpenSuse und Kubuntu starten können.

Im laufenden OpenSuse-System sind nun noch einige Anpassungen nötig.

Anpassungen OpenSuse

Öffnen Sie mit [Alt]+[F2] ein Schnellstartfenster, in das Sie das Kommando kdesu kwrite /etc/fstab eingeben. Ein kleines Dialogfenster fragt nach dem Root-Passwort (das bei einer Standardinstallation identisch mit Ihrem Benutzerpasswort ist), und dann startet der Editor KWrite und zeigt die Konfigurationsdatei /etc/fstab an.

In dieser Datei müssen Sie (ähnlich wie unter Kubuntu) die Einträge für die Einhängepunkte /windows und /share anpassen. Ersetzen Sie in beiden Zeilen die Zeichenkette gid=users durch uid=1000,gid=100 (Abbildung 9; Achtung: Die Zahlen sind wirklich verschieden, tausend bzw. hundert), speichern Sie die Datei mit [Strg]+[S], und verlassen Sie den Editor mit [Strg]+[Q]. Starten Sie dann den Rechner neu; die geänderten Einstellungen für die Windows-Partitionen lassen sich nur durch einen Neustart aktivieren.

Abbildung 9: Auch unter OpenSuse müssen Sie die Einstellungen für den Zugriff auf Windows-Partitionen anpassen.

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