Planung

Um das Ziel zu erreichen, schlagen wir die folgende Aufteilung Ihrer Festplatte vor:

  • /dev/sda1 – primäre Partition, Windows, Dateisystem NTFS, Laufwerk C: mit der Windows-Installation
  • /dev/sda2 – erweiterte Partition (nimmt logische Partionen auf)
  • /dev/sda5 – erste logische Partition Partition, Windows, Dateisystem NTFS, Laufwerk D: für von Windows und Linux gemeinsam genutzte Dateien
  • /dev/sda6 – zweite logische Partition, Typ "Linux Swap", für den Auslagerungsspeicher
  • /dev/sda7 – dritte logische Partition, Typ "Linux", Dateisystem Ext4, für Ihr Home-Verzeichnis (die privaten Nutzerdaten)
  • /dev/sda8 – vierte logische Partition, Typ "Linux", Dateisystem Ext4, für die Installation von (K)Ubuntu
  • /dev/sda9 – fünfte logische Partition, Typ "Linux", Dateisystem Ext4, für die Installation von OpenSuse
  • /dev/sda10 – sechste logische Partition, Typ "Linux", Dateisystem Ext4 (leer), für die spätere Installation einer weiteren Linux-Distribution

Wenn Sie bereits vorab wissen, dass Sie zahlreiche weitere Linux-Versionen ausprobieren möchten, können Sie noch zusätzliche logische Partitionen /dev/sda10, /dev/sda11 usw. anlegen, die Sie zunächst nicht verwenden. Andersrum können Sie auch auf /dev/sda9 verzichten, wenn Sie nur ein Linux-System neben Windows einrichten möchten – in letzterem Fall wäre aber die hier beschriebene Vorgehensweise unnötig kompliziert, und Sie könnten einfach die Linux-Installation mit Standardeinstellungen erledigen. Abbildung 2 zeigt die Aufteilung grafisch.

Abbildung 2: Wenn Sie unserem Partitionierungsvorschlag folgen, zerlegen Sie die Festplatte in eine primäre Partition für Windows und eine erweiterte Partition für Linux, die sechs logische Partitionen enthält (von denen die erste auch unter Windows benutzbar ist).

Als grobe Vorgehensweise empfehlen wir:

  1. Booten Sie Windows und defragmentieren Sie die Festplatte.
  2. Starten Sie den Rechner mit eingelegter (K)Ubuntu-Installations-DVD neu und richten Sie damit (K)Ubuntu ein, wobei Sie bereits alle nötigen Partitionen erzeugen.
  3. Starten Sie den Rechner mit eingelegter OpenSuse-Installations-DVD neu und richten Sie damit OpenSuse ein, wobei Sie festlegen, dass OpenSuse die Partition mit dem Verzeichnis /home aus der (K)Ubuntu-Installation ebenfalls für diesen Ordner nutzt.
  4. Für den Browser Firefox und das Mailprogramm Thunderbird stellen Sie unter Linux noch ein, dass diese Programme die unter Windows angelegten Profile verwenden.

Diese groben Schritte beschreiben wir nun ausführlich, wobei wir für Details der Linux-Installationen (soweit sie nicht mit den hier vorgeschlagenen speziellen Einstellungen zu tun haben) auf die klassischen Installationsanleitungen aus EasyLinux verweisen, für OpenSuse 12.2 z. B. auf Seite 26 in dieser Ausgabe [3], für Kubuntu 12.04 in Ausgabe 03/2012 [4].

Schritt 1: Windows defragmentieren

Bevor Sie eine Windows-Partition verkleinern, sollten Sie das Windows-Programm zur Defragmentierung der Festplatte ausführen: Fragmentierung tritt auf, wenn Dateien nicht zusammenhängend auf der Festplatte gespeichert, sondern in mehreren Teilstücken an verschiedenen Stellen untergebracht sind. Das Defragmentierungsprogramm sorgt als Nebeneffekt dafür, dass alle Daten an den Anfang der Windows-Partition wandern: Das ist manchmal notwendig, um eine solche Partition (ausreichend) zu verkleinern. Unter Windows 7 oder Vista klicken Sie im Explorer mit der rechten Maustaste auf das Icon des Windows-Laufwerks (C:) und wählen aus dem Kontextmenü den Punkt Eigenschaften. Im Eigenschaftenfenster wechseln Sie zum Reiter Tools und klicken dann auf Jetzt defragmentieren (Abbildung 3).

Abbildung 3: Unter Windows defragmentieren Sie zunächst die Windows-Partition.

Nach dem Defragmentieren können Sie Windows herunterfahren.

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