Open statt Libre?

Vergleich der freien Officepakete

07.10.2012 Die früheren OpenOffice-Tipps heißen jetzt LibreOffice-Tipps, und die aktuellen Distributionen liefern Officepakete mit dem neuen Namen aus. OpenOffice lebt aber als Apache-Projekt weiter. Gibt es Gründe, mit OpenOffice statt LibreOffice zu arbeiten?

Nach der Übernahme der Firma Sun, die früher die freie OpenOffice.org-Community aktiv unterstützt hat, durch den Datenbankriesen Oracle im Sommer 2010 war unklar, ob Oracle OpenOffice überhaupt aktiv weiterentwickeln würde und ob die vom neuen "Eigentümer" geplante Produktausrichtung weiter im Sinne der freien Entwickler-Community sein würde. In der Folge hat sich das freie LibreOffice-Projekt [1] als Fork von OpenOffice abgespaltet und entwickelt das Officepaket seitdem eigenständig weiter.

Die großen Linux-Distributionen sind schnell dazu übergegangen, das aktiver weiterentwickelte LibreOffice statt OpenOffice als Standardbüropaket aufzunehmen. Anfang 2011 entließ Oracle einen Großteil der von Sun übernommenen OpenOffice-Entwickler und stellte die Finanzierung ein. Kurz darauf übergab die Firma dann die Namensrechte und den Code an die Apache Foundation. Seitdem wird OpenOffice dort – unabhängig vom LibreOffice-Fork – unter dem Namen Apache OpenOffice [2] als Apache-Projekt weiterentwickelt. Die Umsiedlung auf die neue Server-Infrastruktur hat die Weiterentwicklung von OpenOffice anfangs verlangsamt. Im Mai 2012 erschien die erste stabile Version von Apache OpenOffice 3.4.0 [3], im August dieses Jahres folgte eine erste Fehlerbereinigungs-Release 3.4.1 [4].

In diesem Artikel klären wir, ob bzw. wann es sich beim derzeitigen Stand der Parallelentwicklungen lohnt, anstelle der standardmäßig mitgelieferten LibreOffice-Version die neueste Version von Apache OpenOffice einzusetzen. Hinweise zur Installation der neuesten OpenOffice-Pakete finden Sie in den Kästen OpenOffice unter Ubuntu/Kubuntu und OpenOffice unter openSUSE. Da laufend

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