Tipp: Ubuntu: Automatische Anmeldung (de)aktivieren

Für gewöhnlich entscheiden Sie bereits bei der Installation von Ubuntu, ob der dort eingerichtete Benutzeraccount beim Rechnerstart automatisch angemeldet wird. Haben Sie das verpasst oder wollen Sie das Ubuntu-System nachträglich so konfigurieren, dass ein Account ohne Umweg über den Displaymanager LightDM und Eingabe seines Passworts sofort loslegen kann, ist das schnell eingerichtet.

Klicken Sie links im Dash auf das Zahnradsymbol oder öffnen Sie über [Windows]+[A] die Anwendungslinse und geben Sie sys ein, um die Systemeinstellungen zu starten. Wählen Sie dann ganz unten im Bereich System den Eintrag Benutzer aus. Links sehen Sie alle Accounts aufgelistet. Um für einen davon die automatische Anmeldung einzurichten, klicken Sie zunächst rechts oben auf Entsperren und geben Ihr eigenes Kennwort ein, um mit Administratorrechten zu arbeiten. Dann wählen Sie den gewünschten Account aus und schieben den Regler neben Automatische Anmeldung nach rechts (Abbildung 2). Nach einem Neustart sollte dieser Benutzer ohne Umweg über LightDM auf seinem Desktop landen. Bedenken Sie, dass dieses Feature ein potenzielles Sicherheitsrisiko ist. Um es wieder abzuschalten, schieben Sie den Regler in den Systemeinstellungen wieder nach links, so dass dort Aus steht.

Abbildung 2: Über die Systemeinstellungen richten Sie die automatische Anmeldung für einen Benutzeraccount ein.

Tipp: Knoppix: Dateisysteme mit der Live-DVD reparieren

Beschädigte Dateisysteme reparieren Sie unter Linux und anderen Unix-Derivaten in der Regel mit fsck (File System Check). Das Tool sollten Sie immer nur auf nicht eingehängte Dateisysteme loslassen, da sonst eventuell andere Prozesse schreibend darauf zugreifen und die Reparatur beziehungsweise Überprüfung durcheinanderbringen. Sind die Sorgenkinder die Home-Verzeichnisse auf einer separaten Partition, ist es normalerweise kein Problem, den Rechner zu booten, /home zu unmounten und dann mit fsck den Schaden zu untersuchen und zu richten. Hat allerdings das Wurzeldateisystem / die Macke oder liegt alles zusammen auf einer großen Partition, können Sie auch zu einer Live-Distribution greifen. Im Folgenden zeigen wir, wie Sie ein Ext4-Dateisystem einer Ubuntu-Installation mit Knoppix prüfen und reparieren.

  1. Booten Sie Knoppix und öffnen Sie über einen Klick auf das Dateimanager-Icon das Programm PCManFM. In der linken Leiste sehen Sie bei den Orten auch die nicht eingehängten Dateisysteme der installierten Betriebssysteme. Über einen Mausklick hängen Sie es ein, um die Gerätebezeichnung herauszufinden.
  2. Öffnen Sie über das Symbol in der unteren Kontrollleiste ein Terminalfenster und geben Sie den Befehl mount ein, um das Dateisystem der Partition herauszufinden:

    /dev/sda1 on /media/sda1 type ext4 (rw,nosuid,nodev,relatime,user_xattr,barrier=1,data=ordered)
  3. Wie Sie sehen, heißt die Gerätedatei /dev/sda1, und es handelt sich um ein Ext4-Dateisystem. Das richtige Tool zur Reparatur heißt also fsck.ext4. (Übrigens finden Sie über Eingabe der ersten Buchstaben fsck und zweimaliges Drücken von [Tab] heraus, wie die verwandten Programme für andere Dateisysteme heißen.) Hängen Sie die Partition nun aus:

    umount /media/sda1
  4. Danach starten Sie fsck.ext4 zusammen mit der Option -f ("force" = "erzwingen") und dem Namen der Gerätedatei. Das Programm überprüft die interne Datenstruktur und versucht, verlorene Daten wiederherzustellen. Falls es diese nicht richtig zuordnen kann, verschiebt es sie ins Verzeichnis /lost+found. Ist fsck.ext4 fertig mit der Arbeit, sehen Sie eine Zusammenfassung (Abbildung 3).

    Abbildung 3: Mit der Live-DVD Knoppix und dem Standardtool "fsck" überprüfen und reparieren Sie bequem Dateisysteme anderer Distributionen.

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