Tipp: GEdit: Automatische Zeilenumbrüche abschalten

Der Standardtexteditor der Gnome-Umgebung entfernt auf Wunsch Umbrüche in Ihren Textdateien und schreibt alles in eine einzige Zeile. Praktisch ist das Feature etwa dann, wenn Sie einen Text "am Stück" kopieren und woanders einfügen möchten, etwa in einem Forum oder in der Eingabemaske eines Webblogs – also überall da, wo eine andere Software selbstständig Umbrüche setzen, damit sich der Text automatisch an die Fensterbreite anpasst. In der Voreinstellung müssen Sie jedes Mal den Konfigurationsdialog öffnen und ein Häkchen setzen beziehungsweise entfernen (Bearbeiten / Einstellungen, Reiter Ansicht, Checkbox Zeilenumbruch aktivieren).

Da das mitunter etwas lästig ist, wenn man mal so und mal so arbeiten möchte, finden Sie auf der GEdit-Plug-in-Seite [4] die Erweiterung Text Wrap, die es erlaubt, per Mausklick auf ein Symbol in der Werkzeugleiste hin- und herzuschalten. Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie Sie das Plug-in mit dem Texteditor zusammenbringen.

  1. Starten Sie den Dateimanager Nautilus und aktivieren Sie über die Tastenkombination [Strg]+[H] die Anzeige von versteckten Dateien und Verzeichnissen (also solchen, die mit einem Punkt beginnen).
  2. Wechseln Sie vom Home-Verzeichnis aus in den Ordner .local/share/gedit. Wenn Sie dort kein Verzeichnis namens plugins vorfinden, erstellen Sie es über Datei / Neuen Ordner anlegen.

  3. Laden Sie nun über den Link von der Plug-in-Webseite [4] die beiden Dateien toggletextwrap.plugin und toggletextwrap.py in dieses Verzeichnis .local/share/gedit/plugins – und zwar direkt dorthin, nicht etwa in einen Unterordner.
  4. Danach starten Sie den Texteditor neu und öffnen wiederum den Einrichtungsdialog über Bearbeiten / Einstellungen. Wechseln Sie zum Reiter Plugins, scrollen Sie in der Liste ganz nach unten und aktivieren Sie Textumbruch, indem Sie ein Häkchen in der Checkbox setzen. Sie können die Konfiguration nun über Schließen beenden.

In der Symbolleiste des Hauptfensters nistet sich ab jetzt ein Symbol mit einem grünen Häkchen ein. Per Mausklick auf dieses schalten Sie um und setzen beziehungsweise entfernen Umbrüche in Ihren Textdateien.

Tipp: GEdit: Keine Syntaxhervorhebung beim Druck

Der Gnome-Texteditor beherrscht von Haus aus das so genannte Syntax-Highlighting und hebt damit bestimmte Wörter und Zeichen in Texten abhängig von ihrer Bedeutung in unterschiedlichen Farben oder Schriftstilen hervor. Das erleichtert die Lesbarkeit von Quelltexten, Konfigurationsdateien und anderen Dokumenten ungemein. Für jede dieser "Sprachen" verwendet das Programm eine andere Gestaltung. In der Voreinstellung ist diese nicht aktiv für die geöffneten Dokumente. Sie schalten die Syntaxhervorhebung über das Menü Ansicht / Hervorhebungsmodus ein.

Nach verschiedenen Kategorien sortiert finden Sie dort über 90 verschiedene Farbschemata, die Sie mit der Maus zuweisen. Wenn Sie das Dokument speichern und das nächste Mal öffnen, erinnert GEdit sich an Ihre Wahl und verwendet dasselbe Syntax-Highlighting. Drucken Sie ein so ausgezeichnetes Dokument, landen die Farben mit auf dem Papier. Wer nur einen Schwarz-Weiß-Drucker hat oder aus einem anderen Grund lieber auf die Farben verzichtet, der kann das Feature im Drucken-Dialog (Datei / Drucken oder [Strg]+[P]) abschalten. Gehen Sie dazu zum Reiter Texteditor und entfernen Sie das Häkchen bei Syntax im Ausdruck hervorheben.

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