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Texteditor für die Konsole

Textarbeiter

Mit den Pfeil- und Bildlauftasten blättern Sie zeichen-, zeilen- oder seitenweise im Dokument. Auch das Mausrad scrollt nach oben und unten, und per Klick springen Sie gezielt an die richtige Stelle im Dokument. Über [Alt]+[L] dürfen Sie auch direkt in eine bestimmte Zeile springen. Für mehr Übersicht sorgt dabei die Anzeige der Zeilennummern, die Sie über [Alt]+[N] einschalten.

Mit der Taste [Rückschritt] löschen Sie das Zeichen links vom Cursor, ein Druck auf [F8] entfernt die ganze Zeile. Alternativ markieren Sie einen längeren Abschnitt mit der Maus oder mit [F3] (zum ersten Zeichen navigieren, Funktionstaste drücken, zum letzten Zeichen wandern und wieder [F3] drücken) und löschen dann alles Hervorgehobene mit [F8]. [Strg]+[U] ("undo") macht Aktionen rückgängig, [Alt]+[R] stellt die Änderungen wieder her.

Zum Kopieren und Verschieben gehen Sie ähnlich vor. Zunächst markieren Sie einen Bereich, danach drücken Sie [F5], und mcedit fügt den markierten Abschnitt an der aktuellen Cursorposition ein. [F6] hingegen verschiebt das Hervorgehobene. Wie erwähnt, können Sie die Maus anstelle der Taste [F3] dazu verwenden, etwas zu markieren. Möchten Sie hingegen "echtes" Copy & Paste wie gewohnt ausführen, halten Sie beim Klicken und Ziehen sowie beim Drücken der mittleren Taste (um alles aus der Zwischenablage einzufügen) die Taste [Umschalt] gedrückt.

mcedit bietet eine komfortable Suchfunktion, die Sie über [F7] aufrufen. Im folgenden Dialog tippen Sie die gesuchte Zeichenkette ein und aktivieren per Mausklick oder mit der Leertaste zusätzliche Optionen wie Normal, Regulärer Ausdruck, Groß-/Kleinschreibung, Rückwärts und so weiter. mcedit zeigt nach Druck auf [Eingabe] direkt den ersten Treffer an, [Umschalt]+[F7] springt zum nächsten. Wählen Sie im Suchdialog übrigens Alles finden, hebt der Texteditor nicht nur den Begriff, sondern auch alle Zeilen hervor, in denen er auftaucht (Abbildung 1).

Abbildung 1

Abbildung 1: "mcedit" bietet eine äußerst umfangreiche Suchfunktion. Im durch [F7] geöffneten Dialog können Sie gezielt Kriterien bestimmen und nicht nur einzelne Treffer, sondern gleich alle Fundstellen anzeigen.

Drücken Sie [F4] anstelle von [F7], verwandelt sich der Suchen-Dialog in einen Ersetzen-Dialog. Anschließend öffnet sich eine weitere Abfrage, in der Sie bestimmen, ob Sie die aktuelle Fundstelle oder gleich alle Treffer ersetzen. Natürlich ist auch eine Überspringen-Funktion dabei.

Über [F10] beenden Sie den Texteditor. Ist die Datei unverändert, quittiert mcedit den Dienst sofort. Ansonsten dürfen Sie entscheiden, ob Sie die Änderungen speichern, verwerfen oder das Programm doch nicht schließen möchten. Speichern können Sie auch unabhängig davon – [F2] speichert die Datei unter demselben Namen, [F12] oder der Menüeintrag Datei / Speichern unter) unter einem neuen.

In manchen Umgebungen funktionieren die Tasten [F1] bis [F12] nicht; zumindest für die ersten zehn Funktionstasten können Sie sich mit der Alternative [Esc] + Nummer behelfen; zum Verlassen des Editors können Sie also auch [Esc],[0] drücken, und die Suche starten Sie alternativ zu [F7] auch über [Esc],[7].

Anpassungsfähig

Als Bestandteil des Midnight Commanders teilt sich mcedit mit diesem auch die Konfigurationsdateien. Unter Ubuntu und OpenSuse liegen die persönlichen Einstellungen im Home-Verzeichnis im versteckten Ordner .config/mc. Die allgemeinen Einstellungen finden Sie in der Datei ~/.config/mc/ini – dort legt auch mcedit die Anpassungen ab. Die Datei dürfen Sie mit einem Texteditor bearbeiten und ziehen dazu am besten die Manpage zu mc zurate (Abschnitt Options). Die meisten der dort gelisteten Anweisungen können Sie aber auch über das Menü Optionen an eigene Wünsche anpassen.

mcedit unterstützt das Syntax-Highlighting für viele Dateitypen und liefert dazu fertige Farbschemata aus. Auf den von EasyLinux unterstützten Distributionen finden Sie die Dateien im Verzeichnis /usr/share/mc/syntax. Ubuntu enthält 71 Syntax-Dateien, OpenSuse sogar 73. Erkennt mcedit den Typ einer Datei nicht selbstständig, können Sie dem Editor über das Menü Optionen / Syntaxhervorhebung beibringen, nach welchem Schema er die Hervorhebungen anzeigen soll.

Glossar

Syntax-Highlighting

Der Texteditor hebt bestimmte Wörter und Zeichenkombinationen abhängig von ihrer Bedeutung in unterschiedlichen Farben, Schriftarten- und stilen hervor. So zeichnet das Programm die Schlüsselwörter von Quelltexten, Konfigurationsdateien usw. aus. Kommentare erscheinen meist deutlich anders als der eigentliche Code. Das alles trägt zur Lesbarkeit bei und vermeidet Tippfehler.

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