Performance

Nach ersten Tests auf einer aktuellen Maschine haben wir SoftMaker Office 2012 noch auf einem Netbook in klassischer Ausstattung (Atom-Prozessor mit 1,6 GHz; 1 GByte RAM) installiert und hier kurz TextMaker ausprobiert. Die Bedienbarkeit war gut, allerdings verhielt sich TextMaker beim Versuch, in einem längeren Dokument Text am Anfang einzufügen und wieder zu löschen, träger als das zum Vergleich gestartete OpenOffice 3.2.0, das auf diesem Netbook installiert war – die Verzögerungen zwischen dem Drücken von [Eingabe] und der Darstellung der Änderung war deutlicher spürbar, aber noch akzeptabel. Auf aktueller Hardware arbeiten alle SoftMaker-Programme rasend schnell.

Bei sehr großen Dokumenten (im Test: mit 1000 Seiten) fiel positiv aus, dass TextMaker fast sofort nach dem Öffnen wusste, wie lang das Dokument ist – es war kein Problem, auf Anhieb zur 500. oder 1000. Seite zu springen. LibreOffice Writer hingegen benötigte mehrere Sekunden für einen Sprung ans Dokumentende. Dafür dauerte das Öffnen des großen Dokuments in TextMaker allerdings einen Tick länger.

Fazit

SoftMaker Office 2012 ist schon in der Betaversion ein gelungenes Produkt, das jeder sofort bedienen kann, der Erfahrungen mit OpenOffice bzw. LibreOffice oder Microsoft Office hat. Zum Redaktionsschluss wurde noch eine dritte Beta angekündigt, so dass noch mit diversen Fehlerkorrekturen zu rechnen ist, bevor die endgültige Fassung erscheint. Auf der Produktwebseite [1] findet sich zu jedem der drei enthaltenen Programme eine ausführliche Beschreibung der Features und der Neuerung im Vergleich zur Vorversion. Der vorgesehene Preis ist 69,95 Euro – das ist für ein Paket dieses Umfangs günstig, auch wenn kein kommerzielles Produkt preislich mit LibreOffice konkurrieren kann. Die enthaltenen Beigaben von Duden und Langenscheidt relativieren den Preis noch weiter. Um herauszufinden, ob SoftMaker ein für Sie interessantes Angebot gestaltet hat, sollten Sie die Betaversion (oder nach der Veröffentlichung der finalen Version eine Demo) herunterladen und ausgiebig testen.

Infos

[1] SoftMaker Office für Linux: http://www.softmaker.de/ofl.htm

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