Software

Neue Software

Im Quartalsrhythmus erscheinen viele Programme in neuer Version. Eine Auswahl stellen wir regelmäßig vor. Auf der Heft-DVD finden Sie die passenden Pakete und Installationshinweise.

Capivara – Grafische Verzeichnis-Synchronisationssoftware

Wer im Internet nach "Verzeichnisse synchronisieren Linux" sucht, stößt meistens zuerst auf das Kommandozeilenprogramm Rsync. Die Java-Software Capivara bietet ähnliche Funktionen, aber unter einer schicken grafischen Oberfläche.

Eigentlich gehört das Synchronisieren von Verzeichnissen und Dateien zum Pflichtprogramm eines Dateimanagers. Dabei sucht die Funktion nach der neueren Version einer Datei und überschreibt die ältere Fassung. Dieses Feature ist für jeden nützlich, der ein mobiles Gerät besitzt, sei es ein Notebook oder nur ein MP3-Player. Allerdings beherrschen dies weder der Gnome- noch der KDE-Dateimanager. Die Standard-Lösung unter Linux zum synchron halten von Verzeichnissen ist nach wie vor das Konsolenprogramm Rsync. Einfacher zu bedienen ist Capivara [1], ein grafisches Java-Programm mit ausgeklügelten Synchronisationsfunktionen.

Die Applikation zeigt nicht nur lokale Verzeichnisse an, sondern verbindet sich auch über FTP und SSH mit Rechnern im Netz. SMB-Freigaben kennt die Software jedoch nicht, obwohl es wie fast alle Java-Programme auch auf Windows läuft. Etwas umständlich ist, dass sich auch das lokale Dateisystem erst nach einem Klick auf das Verbindungs-Icon rechts oben im Teilfenster öffnet. Dafür gibt es Bookmarks, die das Öffnen von Remote-Verbindungen beschleunigen.

Beamen mit Hindernissen

Capivara ist ein klassischer zweispaltiger Dateimanager (Abbildung 1). Allerdings darf der Anwender Dateien nicht einfach von einem Unterfenster in das andere ziehen. Nur der Kopieren-Button ganz oben im Programmfenster kopiert die Dateien auf die andere Seite.

Abbildung 1: Capivara synchronisiert komfortabel Verzeichnisse und achtet dabei peniebel darauf, dass es nicht versehentlich die falschen überschreibt.

Im Kopieren-Dialog gibt es die Optionen Verfolge Symlinks und Erhalte Zeitstempel. Die erste Einstellung steuert, ob die Software Links auf andere Verzeichnisse (im Linux-Jargon "symbolische Links") so behandelt, wie echte Unterverzeichnisse. Die zweite legt fest, ob die beim Kopieren neu erstellten Dateien das Entstehungsdatum der Ursprungsdatei erben, oder ob das Dateidatum den Zeitpunkt des Kopierens anzeigt.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

EL 02/2106: Linux als Videorekorder

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo mit Prämie kostet ab EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im Medialinx-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Aktuelle Fragen

Welche Drucker sind Linux-mint kompatibel?
Johannes Nacke, 20.05.2016 07:32, 4 Antworten
Hallo Ihr Lieben, ich bitte um mitteilung welche Drucker Kompatibel sind mit Linux-Mint. LG Joh...
MS LifeCam HD-5000 an Debian
Kay Michael, 13.04.2016 22:55, 0 Antworten
Hallo, ich versuche die oben erwähnte Cam an einem Thin Client mit Debian zu betreiben. Linux...
Import von Evolution nach KMail erzeugt nur leere Ordner
Klaus-Christian Falkner, 06.04.2016 12:57, 3 Antworten
Hallo, da ich vor einiger Zeit von Ubuntu auf Kubuntu umgestiegen bin, würde ich gerne meine E...
Sophos lässt sich nicht unter Lubuntu installieren
Chrstina Turm, 30.03.2016 20:56, 3 Antworten
Hi Leute, habe mir vor paar Tagen auf ein Notebook, das ohne Linux ausgedient hätte, Linux dr...
Novell Client auf Raspbian
Chris Baum, 16.03.2016 15:13, 3 Antworten
Hallo Community, ich hätte eine Frage, und zwar geht es um folgendes: Ich möchte eine Datei...