AA_PO-18494-Photocase-Marquis_photocase_com-Alter_Fernseher_auf_Beistelltischchen.jpg

© Marquis, photocase.com

ARD und ZDF on demand

MediathekView: Videos von ARD, ZDF & Co.

07.10.2012
Die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland bieten fast alle Sendungen auch online an. Mit MediathekView laden Sie diese manuell oder automatisch herunter und speichern sie lokal.

Schöne neue Online-Welt: Wenn Sie eine Sendung bei ARD, ZDF & Co. verpasst haben, können Sie diese auch nach der Ausstrahlung noch anschauen, denn die Sender bieten ein Online-Archiv. Es gibt jedoch einen Haken: Weil sich private Medienunternehmen durch die gebührenfinanzierte Unterhaltung bedroht sahen, erzwangen sie vor Gericht, dass die Videos nach kurzer Zeit von den Homepages der öffentlichen Programme wieder verschwinden müssen. In den meisten Fällen ist nach sieben Tagen Schluss – wer trotzdem noch eine Sendung sehen möchte, kann nur hoffen, dass andere Benutzer die entsprechenden Videos heruntergeladen und auf YouTube gestellt haben. Anderenfalls ist die Aufzeichnung online praktisch nicht mehr zu finden.

Wer auf die Idee kommt, sich die Aufnahmen vorsorglich von den Websites herunterzuladen und zu einem späteren Zeitpunkt anzuschauen, steht vor weiteren Problemen: Jeder Sender pflegt ein eigenes Archiv, und die Bedienung der einzelnen "Mediatheken" unterscheidet sich stark voneinander. Eine unmittelbare Download-Funktion ist zudem nicht vorgesehen. Außerdem ist es umständlich, sich regelmäßig durch die verschiedenen Websites zu klicken, um interessante Sendungen zu finden: Die Menge der verfügbaren Videos ist beachtlich, und die Orientierung fällt oft schwer.

MediathekView hilft

An dieser Stelle kommt das kleine Helferlein MediathekView gelegen: Es tut im Grunde nichts anderes, als die verschiedenen Videoseiten von Sendern wie ARD und ZDF abzugrasen. Anschließend zeigt es eine Übersicht der verfügbaren Sendungen an. Der Clou ist, dass Sie unmittelbar in MediathekView eine Sendung per Mausklick anschauen oder sie herunterladen können, um sie zu einem späteren Zeitpunkt zu sehen. Liegt die Videodatei erstmal auf Ihrer Festplatte, spielt es keine Rolle, ob das Video selbst später aus der Mediathek des Senders verschwindet. Obendrein ist MediathekView freie Software und steht auf der Projektwebseite [1] gratis zum Download bereit. Grund genug, sich die Anwendung einmal genauer anzusehen.

MediathekView installieren

MediathekView ist eine Java-Anwendung. Das ist sehr praktisch, wenn Sie mit unterschiedlichen Betriebssystemen arbeiten müssen, denn MediathekView steht für Windows, Linux und Mac OS mit identischer Oberfläche zur Verfügung. Bevor Sie selbst loslegen können, müssen Sie sich darum kümmern, dass die Programme VLC und flvstreamer ebenfalls zur Verfügung stehen. VLC ist ein Standard-Videoplayer und liegt den gängigen Distributionen bei. Unter OpenSuse und Ubuntu genügt es, das Paket vlc zu installieren, um diese Abhängigkeit zu erfüllen.

Etwas umständlicher verhält es sich mit flvstreamer – zumindest dann, wenn Sie nicht mit einem Ubuntu-System unterwegs sind. Bei Ubuntu gehört flvstreamer zum Lieferumfang, das gleichnamige Paket liefert das Programm. OpenSuse hingegen liegt flvstreamer nicht bei. Stattdessen sind Sie hier auf rtmpdump angewiesen, das es als Paket für OpenSuse in der YaST-Auswahl gibt. Bevor Sie MediathekView zum ersten Mal starten, stellen Sie also sicher, dass auf Ubuntu-Systemen vlc und flvstreamer installiert sind; auf OpenSuse-Systemen müssen vlc und rtmpdump zur Verfügung stehen.

MediathekView selbst installieren Sie ohne Klimmzüge: Laden Sie das Programmarchiv von der Webseite einfach herunter und speichern Sie es in Ihrem Home-Verzeichnis. Bei Redaktionsschluss war die Version 3.0 aktuell, welche die Entwickler im August veröffentlicht haben – diese Version finden Sie auch auf der Heft-DVD. Die .tar.gz-Datei entpacken Sie (z. B. mit dem KDE-Archivverwalter Ark) in einen Ordner in Ihrem Home-Verzeichnis. Klicken Sie danach doppelt auf die im neuen Ordner liegende Datei MediathekView.sh, um das Programm zu starten.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 3 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

title_2014_04

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo mit Prämie kostet ab EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im Medialinx-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Tipp der Woche

Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Tim Schürmann, 08.11.2014 18:45, 0 Kommentare

Wer Ubuntu 14.10 in einer virtuellen Maschine unter VirtualBox startet, der landet unter Umständen in einem Fenster mit Grafikmüll. Zu einem korrekt ...

Aktuelle Fragen

ICEauthority
Thomas Mann, 17.12.2014 14:49, 2 Antworten
Fehlermeldung beim Start von Linux Mint: Could not update ICEauthority file / home/user/.ICEauth...
Linux einrichten
Sigrid Bölke, 10.12.2014 10:46, 5 Antworten
Hallo, liebe Community, bin hier ganz neu,also entschuldigt,wenn ich hier falsch bin. Mein Prob...
Externe USB-Festplatte mit Ext4 formatiert, USB-Stick wird nicht mehr eingebunden
Wimpy *, 02.12.2014 16:31, 0 Antworten
Hallo, ich habe die externe USB-FP, die nur für Daten-Backup benutzt wird, mit dem YaST-Partition...
Steuern mit Linux
Siegfried Markner, 01.12.2014 11:56, 2 Antworten
Welches Linux eignet sich am besten für Steuerungen.
Nach Ubdates alles weg ...
Maria Hänel, 15.11.2014 17:23, 5 Antworten
Ich brauche dringen eure Hilfe . Ich habe am wochenende ein paar Ubdates durch mein Notebook von...