Linux-Tipps

Kniffe, die Sie kennen sollten

07.10.2012 In den Linux-Tipps erfahren Sie unter anderem, wie Sie Ihre Städte-Trips an andere Google-Earth-Nutzer übermitteln und VirtualBox-Gäste wie gewöhnliche Rechner in das lokale Netzwerk eingliedern.

Tipp: VLC: Witziger Halleffekt mit VLC

Vermutlich kennen Sie das Phänomen aus beidseitig verspiegelten Fahrstühlen: Schauen Sie in den Spiegel vor Ihnen, sehen Sie sich selbst in endloser Ausführung, immer kleiner werdend. In den siebziger Jahren wurden solche Endlosspiegelungen sogar als kolossaler Fernseheffekt eingesetzt und kamen gern auch in Konzertvideos zum Einsatz.

Ganz ohne Spiegel simulieren Sie den Effekt auf Ihrem heimischen PC: Alles, was Sie dazu benötigen, ist die Videoabspielsoftware VLC. Für OpenSuse 12.2 nutzen Sie das VLC von der Heft-DVD.

  1. Klicken Sie als erstes auf den Menüpunkt Medien / Netzwerkstream öffnen.
  2. Sie sehen nun im Reiter Netzwerk eine leere Zeile. Tippen Sie hier screen:// ein und klicken Sie unten rechts auf den Eintrag Wiedergabe. VLC schießt nun jede Sekunde ein neues Bild des Desktops, verkleinert zugleich das vorherige Bild und erzeugt so den beschriebenen Effekt (Abbildung 1).
  3. Um das gespenstische Treiben zu beenden, schließen Sie VLC über [Alt]+[F4] oder über Medien / Beenden.

    Abbildung 1

    Abbildung 1: Einen lustigen Endlosspiegeleffekt zeigt VLC an, wenn Sie einen kleinen Trick verwenden.

Tipp: VLC: Matrixeffekt mit ASCII-Art

Mit VLC verwandeln Sie auch beliebige Fotos in ein paar Schritten in ASCII-Art, lassen sie also als reine Zeichen- und Buchstabenketten erscheinen (Abbildung 2). Dazu rufen Sie VLC auf, drücken [Strg]+[P] und klicken links auf den Eintrag Video. Als Filter für die Ausgabe wählen Sie ASCII-Art-Videoausgabe aus dem Aufklappmenü. Ein Klick auf Speichern rechts unten aktiviert die Option.

Abbildung 2

Abbildung 2: Der Videoplayer VLC hilft Ihnen auch dabei, beliebige Bilder in ASCII-Art zu verwandeln.

Über Medien / Datei öffnen suchen Sie nun nach der Bilddatei, die Sie "vertexten" wollen. Dafür müssen Sie den Eintrag Mediendateien im Aufklappmenü Filter ändern, sonst zeigt das Auswahlmenü keine Bilder an. Haben Sie Ihr Lieblingsbild erreicht, wählen Sie es aus und klicken auf Öffnen. Da VLC es nur für ein paar Sekunden abspielt, bevor es wieder verschwindet, drücken Sie auf das Icon für Pause. Nun versteckt sich das Foto im Hintergrund – mit [Alt]+[Tab] holen Sie es in den Vordergrund zurück. Hier ziehen Sie das Fenster in die gewünschte Breite und Höhe und machen – wenn Sie zufrieden sind – ein Bildschirmfoto davon. Unter KDE rufen Sie dazu über [Druck] KSnapshot auf den Schirm, das für Bildschirmfotos zuständig ist.

Tipp: Firefox: WOT – Web of Trust

WOT steht für Web of Trust – also "Netz des Vertrauens". Zugleich lautet so der Name eines Firefox-Add-ons. Einmal mehr soll – wie bei der Wikipedia – die Menge (engl. crowd) dabei helfen, eine bestimmte Aufgabe zu lösen. In diesem Fall geht es darum, unsichere und betrügerische Webseiten früh zu erkennen. Und das funktioniert so: Weltweit bewerten gewöhnliche Benutzer die Sicherheit einer Webseite basierend auf den eigenen Erfahrungen mit Hilfe eines Ampelsystems. Nutzen Sie die Firefox-Erweiterung WOT, erscheint die Ampel zum Beispiel neben Ihren Ergebnissen auf den Suchseiten von Google, Yahoo und Co. Sie erfahren auf einen Blick, ob bei einer bestimmten Webseite oder einem Shop Vorsicht geboten ist. Konkret bewertet die Erweiterung die Vertrauenswürdigkeit, Händlerzuverlässigkeit, Datenschutz sowie Kinderschutz. In unserem Test waren die Treffer allerdings eher spärlich: In den Suchmaschinen erschien der WOT-Kringel nur neben wenigen Ergebnissen.

WOT funktioniert zudem nicht in allen Fällen perfekt: Wie bei allen Bewertungssystemen erhalten Sie erst dann repräsentative Ergebnisse, wenn eine große Anzahl an Personen eine Seite bewertet. Das ist bei WOT nicht immer der Fall. Achten Sie im Detail nicht nur auf die Farben, sondern auch auf die Anzahl der Leute, die eine Seite bewertet haben – so vermeiden Sie manipulierte Bewertungen.

WOT installieren Sie, indem Sie die Webseite besuchen [1] und dort auf Zu Firefox hinzufügen klicken. Ein neues Fenster erscheint, in dem Sie die Schaltfläche Jetzt installieren verwenden. Alternativ erreichen Sie über Extras / Add-ons eine Suchzeile (oben rechts) und geben in diese WOT ein. Ein Klick auf Installieren lädt die Erweiterung dann auf Ihren Rechner.

Nach einem Neustart desselben gelangen Sie zur Konfiguration von WOT. Hier geben Sie zunächst an, welche Schutzeinstellung Sie bevorzugen (Abbildung 3): Wählen Sie Einfach, taucht neben den Suchergebnissen ein Pop-up-Fenster mit der Bewertung auf. Die Wahl von Niedrig lässt dort nur einen farbigen Kringel erscheinen.

Klicken Sie diesen an, landen Sie in einer Gesamtübersicht, welche die einzelnen Bewertungen der Seite minutiös auflistet. Zugleich sehen Sie oben links neben der URL-Leiste ein rundes Icon, das per Mausklick Daten zur gerade besuchten Seite zutage fördert (so denn welche vorliegen). Über Fortfahren gelangen Sie zum nächsten Schritt und registrieren sich bei WOT, später selbst Bewertungen abzugeben.

Abbildung 3

Abbildung 3: Das Bewertungssystem für Webseiten setzt auf die Intelligenz der Masse, scheint aber bisher nur recht wenige Seiten abzudecken.

WOT bringt zahlreiche weitere Konfigurationsmöglichkeiten mit, die Sie über Extras / WOT / Einstellungen erreichen und die wir hier nicht im Detail beschreiben. Einige Hilfeseiten zur Bedienung des Add-ons finden Sie online [2].

Tipp: Firefox: Turn off the lights

Mit Turn off the lights (kurz: Totl) drehen Sie beim Abspielen von Onlinevideos im Browser Firefox an der Ästhetikschraube. Das simple Add-on leistet, was der Name verspricht: Betrachten Sie im Browser ein Video – etwa auf YouTube – dimmt es per Mausklick die umgebende Webseite ab (Abbildung 4). Dazu genügt es, nach dem Start des Videos auf ein kleines Glühbirnen-Icon zu klicken, das Sie nach der Installation des Add-ons in der Symbolleiste vorfinden. Apropos Installation: Die kleine Erweiterung finden Sie unter [3] und installieren diese dann auf demselben Weg, wie das zuvor besprochene Add-on WOT.

Abbildung 4

Abbildung 4: Die Erweiterung "Turn off the lights" dimmt das Licht, sobald Sie ein Video abspielen.

Wie das Abdunkeln im Detail aussieht, bestimmen Sie zum Teil selbst. Die Optionen der Erweiterung rufen Sie auf, indem Sie Extras / Add-ons auswählen und dann unter Totl auf Einstellungen klicken. Links erscheinen nun mehrere Menüeinträge. Unter Basis ändern Sie zum Beispiel die Farbe und die Deckkraft des virtuellen Schleiers. Wahlweise lassen Sie auch ein Hintergrundbild erscheinen, sobald Firefox ein laufendes Video erkennt – etwa eine Kinoleinwand.

Unter Visuelle Effekte und Erweiterte Einstellungen stoßen Sie auf zusätzliche Möglichkeiten, um Totl zu konfigurieren. Im ersten Menü richten Sie die Effekte ein, die beim Abspielen eines Videos erscheinen, über das zweite Menü legen Sie diverse Steuerparameter fest, etwa Tastaturkürzel, eine Flash-Erkennung sowie einige Dimmoptionen. So lässt sich zum Beispiel automatisch der Hintergrund beim Öffnen einer Seite dimmen, was die Konzentration auf die wesentlichen Inhalte erleichtert.

Tipp: Google Earth: Historische Bilder ansehen

Google Earth ist eine vergleichsweise junge Software, Luftaufnahmen gibt es hingegen bereits wesentlich länger – so auch von Deutschland. Das wussten auch die Google-Earth-Macher und stellen – wo verfügbare – historische Luftbilder bestimmter Gegenden bereit. Das müssen nicht immer vielbesuchte und -fotografierte Orte sein, sondern es gibt sie oft auch für kleine Dörfer und Gemeinden. Probieren Sie es einfach aus: Wie das geht, erklärt der Tipp. Noch ein Hinweis: Unter OpenSuse 12.2 stürzte Google Earth zum Testzeitpunkt noch regelmäßig ab, doch es gibt bereits einen Bug Report für das Problem.

  1. Im Reiter Anfliegen geben Sie zunächst die gesuchte Gegend ein. Um das Feature zu testen, tippen Sie Berlin, Brandenburger Tor.
  2. Unten links im Satellitenfoto sehen Sie das Aufnahmedatum des aktuellen Bildes. Gibt es von dem Ort auch ältere Aufnahmen, sehen Sie das zugehörige Datum rechts neben dem Bildaufnahmedatum und klicken die Jahreszahl an, im Beispiel 1943.
  3. Die Luftaufnahme der Stadt färbt sich nun schwarz-weiß (Abbildung 5). Die ersten Luftbilder des Bereichs um das Brandenburger Tor stammen offenbar aus dem zweiten Weltkrieg – von 1943. Auch von anderen deutschen Gegenden finden Sie aus diesem Jahr einige Luftaufnahmen.
  4. Die noch immer angezeigten Symbole für Touristenfotos u.ä. passen nun nicht mehr so gut ins Bild: Sie beseitigen diese, indem Sie links im Bereich Ebenen das Häkchen bei Primäre Datenbank entfernen.
  5. Bewegen Sie Ihre Maus in die obere linke Ecke des Satellitenbildes, finden Sie dort einen Zeitstrahl vor (Abbildung 6). Über ihn erreichen Sie Luft- und Satellitenaufnahmen aus verschiedenen Jahren. Im Fall des Brandenburger Tores reichen die Aufnahmen von 1945 über 1953 bis ins Jahr 2010. Klicken Sie auf die Dreiecke rechts und links vom Zeitstrahl, um die historischen Aufnahmen zu durchforsten.

    Abbildung 5

    Abbildung 5: An vielen Orten finden Sie in Google Earth historische Luft- und Satellitenaufnahmen, manche sogar in schwarz-weiß.

    Abbildung 6

    Abbildung 6: Über den Zeitstrahl oben links wechseln Sie zwischen den verschiedenen historischen Aufnahmen hin und her.

Tipp: Google Earth: Startposition ändern

Rufen Sie Google Earth auf, sehen Sie nach dem Start meist den kompletten Erdball – womöglich wäre Ihnen aber eine andere Startposition lieber. Diese lässt sich leicht festlegen. Rufen Sie über die Eingabezeile unter Anfliegen den Ort aus, von dem Sie zukünftig starten wollen und zoomen Sie dann über [Bild]+[auf] und [Bild]+[ab] nach eigenem Gutdünken an den Zielort heran. Dann wählen Sie den Menüpunkt Ansicht / Zu meiner Startposition machen. Fortan landen Sie nach jedem Neustart von Google Earth am soeben gewählten Ort.

Tipp: Google Earth: Touren aufzeichnen

Der Trip nach London war wunderschön, und nun wollen Sie auch die Freunde an Ihren Touren durch die große Stadt teilhaben lassen? Kein Problem, auch das lässt sich mit Google Earth in zwei Schritten bewerkstelligen: Sie nehmen die Tour zunächst auf und verschicken Sie im zweiten Schritt als E-Mail-Anhang an Ihre Bekannten.

Um die Tour nachzuvollziehen, sollten Sie im ersten Versuch einen Testlauf starten und die Strecke schon einmal abfliegen. Passt alles, klicken Sie oben im Iconmenü auf das Kamerasymbol, das unten links zwei kleine Icons einblendet. Ihre Tour darf dabei nicht nur aus visuellen Eindrücken bestehen, sondern auch aus Audiokommentaren. Letzteres funktionierte aber auf unserem Testrechner nicht, also beließen wir es bei der rein visuellen Tour. Klicken Sie auf den runden roten Punkt, beginnt Google Earth mit der Aufzeichnung. Sie folgen nun der gewünschten Route und klicken einmal mehr auf den roten Punkt, sobald Ihre Tour vorüber ist. Google Earth spielt nun die komplette aufgezeichnete Tour ab.

Im Test bekamen wir Schwierigkeiten beim Einsatz von Street View – die Bilder blieben beim Abspielen unscharf. Als Alternative lassen sich an einigen Orten die 3-D-Gebäude aktivieren, auch wenn Street View natürlich ein realistischeres Bild vermittelt. Wollen Sie die aufgezeichnete Tour speichern, klicken Sie auf das kleine blaue Disketten-Icon rechts neben dem Abspiel-Button. Die fertige Tour landet dann im linken Bereich unter Orte.

Tipp: Google Earth: Touren teilen

Leider bieten die Google-Entwickler keine offensichtliche Möglichkeit an, um eine Tour an andere Google-Earth-Nutzer weiterzugeben – das ist jedoch möglich. Die Tour landet – zusammen mit Ihren anderen Touren – in der Datei myplaces.kml im versteckten Ordner .googleearth in Ihrem Home-Verzeichnis.

Diese Datei verschicken Sie nun zum Beispiel per E-Mail oder kopieren sie auf einen USB-Stick und bringen diesen zu einem Bekannten, der auch Google Earth verwendet. Sie müssen nun dessen myplaces.kml-Datei durch Ihre Version ersetzen, um Ihre Tour anzeigen zu lassen. Da der Bekannte aber womöglich bereits eigene Touren angelegt hat, sollte er erst seine Datei myplaces.kml suchen und umbenennen (zum Beispiel in myplaces.kml.ORIGINAL), bevor er Ihre Variante ausprobiert. Nach einem Start von Google Earth sollte nun im Bereich Orte Ihre Tour auftauchen.

Tipp: Google Earth: Entfernungen messen

Um die ungefähre Entfernung zwischen zwei Orten zu ermitteln, müssen Sie Ihren Rechner nicht mehr verlassen, um den Ort zu besuchen – es sei denn, Sie brauchen ganz genaue Angaben. In Google Earth zoomen Sie einfach an den gesuchten Ort heran, so dass Sie den Anfangs- und Endpunkt der Strecke im Auge haben. Klicken Sie dann oben im Menü auf das Lineal, erscheint ein kleines Fenster, das auch ein Aufklappmenü anbietet, aus dem Sie die Längeneinheit festlegen, in der Google Earth misst, etwa Meter oder Kilometer. Klicken Sie dann kurz mit der linken Maustaste auf den Startpunkt in Google Earth. Bewegen Sie den Mauszeiger über die Karte, sollte ihm ein gelber Streifen bis zum Zielpunkt folgen, den Sie erneut mit einem kurzen Linksklick bedenken (Abbildung 7). Im kleinen Fenster oben lesen Sie die Entfernung zwischen den eben gesetzten Punkten ab. Ist die Strecke verwinkelt, müssen Sie nacheinander mehrere Messungen vornehmen.

Abbildung 7

Abbildung 7: Ein einfaches Hilfsmittel ermöglicht es, in Google Earth Entfernungen zu messen.

Tipp: EULA-Bug beheben: OpenSuse 12.2

Womöglich ist der hier beschrieben Bug beim Erscheinen von OpenSuse 12.2 bereits behoben, im Release Candidate 2 machte er jedoch Probleme beim Installieren des neuen Skype. Dieses laden Sie – wie gewohnt – von der Skype-Webseite [4] herunter, woraufhin ein RPM-Paket auf Ihrem Rechner landet. Das installieren Sie, indem Sie doppelt auf das Paket im Dateimanager klicken.

Dieser Weg funktionierte in der Testversion allerdings nicht, da der Installer auf eine Bestätigung der Lizenzbedingungen wartete, ohne jedoch eine Interaktionsmöglichkeit anzubieten. Das Problem dürfte auch andere proprietäre Programme betreffen, die ein End User License Agreement (EULA) mitbringen.

Um es zu beheben, schließen Sie die Softwareverwaltung, rufen den Dateimanager auf und navigieren in das Verzeichnis mit der heruntergeladenen Skype-Software. Hier drücken Sie [F4], was eine Konsole auf den Schirm ruft. Über den Befehl

sudo zypper in skype-4.0.0.8-suse.i586.rpm

installieren Sie Skype per Kommandozeile. Sie geben das Root-Passwort ein, um die Prozedur abzusegnen und drücken j und [Eingabe], um die eigentliche Installation zu starten. Anschließend warten Sie, bis das Terminal keine Nachrichten mehr anzeigt und starten Skype über das K-Menü.

Tipp: Skype: Logo und Skype WiFi entfernen

Eine Neuerung bringt Skype 4.0 mit: Es blendet bei Videoanrufen rechts oben das Skype-Logo ein. Das ist nicht unbedingt im Interesse jeden Nutzers und stört zum Beispiel, wenn Sie eine Konversation aufzeichnen. Das Logo lässt sich aber recht einfach entfernen. Dazu klicken Sie im Hauptfenster von Skype (das mit den Kontakten) unten links auf das blaue Skype-Logo und wählen Optionen. Im linken Bereich klicken Sie auf Erweitert und entfernen dann rechts das Häkchen neben Skype-Logo während Videoanrufen anzeigen. Nach einem finalen Klick auf Anwenden sollte nun bei den folgenden Videoanrufen das Logo nicht mehr erscheinen.

Wo Sie schon einmal hier sind, können Sie auch das Häkchen neben Skype WiFi entfernen. Das erlaubt es Ihnen, mit Ihrem Skype-Guthaben öffentliche Access Points zu nutzen (etwa in Flughäfen) und so für diese zu bezahlen. Wissen Sie bereits, dass die Option für Sie nicht von Interesse ist, schalten Sie diese ab.

Tipp: VirtualBox: Gäste in lokales Netz integrieren

Wollen Sie ein neues Betriebssystem testen, ohne aber Ihre vorhandene Installation anzurühren oder die Festplatte neu zu formatieren, greifen Sie am besten zu einer Virtualisierungslösung. Die kostenlose Software VirtualBox eignet sich dafür hervorragend. Sie starten wie gewohnt Ihr Kubuntu oder OpenSuse, installieren VirtualBox und legen darin einen virtuellen PC an. Den statten Sie über ein paar Mausklicks mit einer virtuellen Festplatte aus (Sie brauchen etwa 8 GByte freien Speicherplatz) und installieren auf diese dann das Gastsystem von einer heruntergeladenen ISO-Datei oder einer CD/DVD.

Standardmäßig vergibt VirtualBox eine eigene IP-Adresse an das virtuelle Gastsystem, die aber in ein anderes Netzwerksegment gehört. Aus dem lokalen Netzwerk lässt sich der virtuelle Rechner nicht erreichen. Das ändern Sie jedoch über einen einfachen Mausklick. Starten Sie dazu das Gastsystem und schauen Sie zunächst die aktuell verwendete IP-Adresse an. Dazu klicken Sie unter OpenSuse 12.1/12.2 und Kubuntu 12.04 auf das NetworkManager-Icon und dann im linken Fensterbereich auf Netzwerkschnittstelle. Sie sehen nun unter anderem die lokale IP-Adresse des Gastsystems (Abbildung 8).

Abbildung 8

Abbildung 8: Über den NetworkManager finden Sie schnell die aktuelle IP-Adresse des Gastsystems heraus.

Eingerahmt wird die virtuelle Maschine gewöhnlich vom VirtualBox-Fenster. Darin finden Sie unten rechts ein Icon mit zwei kleinen Monitoren darauf. Klicken Sie es mit der rechten Maustaste an und wählen Sie Netzwerkadapter. Um die virtuelle Maschine in das vorhandene lokale Netzwerk einzubinden, wählen Sie dann den Eintrag Netzwerkbrücke aus dem Aufklappmenü Angeschlossen an aus. Das Gastsystem holt sich nun direkt beim DHCP-Server des lokalen Gateways eine neue IP-Adresse, die aus demselben Segment stammt, dem auch das Wirtssystem angehört. Das führt dazu, dass die virtuelle Maschine nun wie ein gewöhnlicher Rechner im lokalen Netzwerk erscheint.

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