Tipp: Google Earth: Historische Bilder ansehen

Google Earth ist eine vergleichsweise junge Software, Luftaufnahmen gibt es hingegen bereits wesentlich länger – so auch von Deutschland. Das wussten auch die Google-Earth-Macher und stellen – wo verfügbare – historische Luftbilder bestimmter Gegenden bereit. Das müssen nicht immer vielbesuchte und -fotografierte Orte sein, sondern es gibt sie oft auch für kleine Dörfer und Gemeinden. Probieren Sie es einfach aus: Wie das geht, erklärt der Tipp. Noch ein Hinweis: Unter OpenSuse 12.2 stürzte Google Earth zum Testzeitpunkt noch regelmäßig ab, doch es gibt bereits einen Bug Report für das Problem.

  1. Im Reiter Anfliegen geben Sie zunächst die gesuchte Gegend ein. Um das Feature zu testen, tippen Sie Berlin, Brandenburger Tor.
  2. Unten links im Satellitenfoto sehen Sie das Aufnahmedatum des aktuellen Bildes. Gibt es von dem Ort auch ältere Aufnahmen, sehen Sie das zugehörige Datum rechts neben dem Bildaufnahmedatum und klicken die Jahreszahl an, im Beispiel 1943.
  3. Die Luftaufnahme der Stadt färbt sich nun schwarz-weiß (Abbildung 5). Die ersten Luftbilder des Bereichs um das Brandenburger Tor stammen offenbar aus dem zweiten Weltkrieg – von 1943. Auch von anderen deutschen Gegenden finden Sie aus diesem Jahr einige Luftaufnahmen.
  4. Die noch immer angezeigten Symbole für Touristenfotos u.ä. passen nun nicht mehr so gut ins Bild: Sie beseitigen diese, indem Sie links im Bereich Ebenen das Häkchen bei Primäre Datenbank entfernen.
  5. Bewegen Sie Ihre Maus in die obere linke Ecke des Satellitenbildes, finden Sie dort einen Zeitstrahl vor (Abbildung 6). Über ihn erreichen Sie Luft- und Satellitenaufnahmen aus verschiedenen Jahren. Im Fall des Brandenburger Tores reichen die Aufnahmen von 1945 über 1953 bis ins Jahr 2010. Klicken Sie auf die Dreiecke rechts und links vom Zeitstrahl, um die historischen Aufnahmen zu durchforsten.

    Abbildung 5: An vielen Orten finden Sie in Google Earth historische Luft- und Satellitenaufnahmen, manche sogar in schwarz-weiß.
    Abbildung 6: Über den Zeitstrahl oben links wechseln Sie zwischen den verschiedenen historischen Aufnahmen hin und her.

Tipp: Google Earth: Startposition ändern

Rufen Sie Google Earth auf, sehen Sie nach dem Start meist den kompletten Erdball – womöglich wäre Ihnen aber eine andere Startposition lieber. Diese lässt sich leicht festlegen. Rufen Sie über die Eingabezeile unter Anfliegen den Ort aus, von dem Sie zukünftig starten wollen und zoomen Sie dann über [Bild]+[auf] und [Bild]+[ab] nach eigenem Gutdünken an den Zielort heran. Dann wählen Sie den Menüpunkt Ansicht / Zu meiner Startposition machen. Fortan landen Sie nach jedem Neustart von Google Earth am soeben gewählten Ort.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 5 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Ähnliche Artikel

  • Google Earth 6 im Test
    Google hat in der neuen Version 6 des virtuellen Globus Google Earth rund 80 Millionen Bäume gepflanzt – virtuelle Bäume. Die verhindern aber nicht, dass Sie dank der Street-View-Integration beim Nachbarn über den Gartenzaun schauen.
  • Aufgedeckt: Geheime Google Earth Funktionen!
    Google Earth ist nicht nur ein phantastischer 3D-Atlas, sondern auch ein Flugsimulator, Routenplaner, Planetarium und, und, und….
  • Planetengucker
    Google Earth visualisiert den gesamten Planeten und übt damit eine ungebrochene Faszination aus. In der vorliegenden Version 5 hat Google einige interessante Neuerungen integriert.
  • Kniffe, die Sie kennen sollten
    In dieser Ausgabe stellen wir nützliche Plug-ins für Firefox und Thunderbird vor und zeigen, wie Sie Ihre Spuren im Netz verwischen. Außerdem erfahren Sie, wie Sie Skype-Gespräche ans Telefon weiterleiten und die Tonspur aus Videos mit VLC extrahieren.
  • Kniffe, die Sie kennen sollten
    In den Linux-Tipps erfahren Sie dieses Mal, wie Sie einen Browser in Thunderbird integrieren, Chromium und Firefox optimieren und mit Shutter automatisch Bilder aufnehmen.
Kommentare

Infos zur Publikation

title_2014_04

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo mit Prämie kostet ab EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im Medialinx-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Tipp der Woche

Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Tim Schürmann, 08.11.2014 18:45, 0 Kommentare

Wer Ubuntu 14.10 in einer virtuellen Maschine unter VirtualBox startet, der landet unter Umständen in einem Fenster mit Grafikmüll. Zu einem korrekt ...

Aktuelle Fragen

PCLinuxOS Version 2014.08 "FullMonty" Umstellung auf deutsch
Karl-Heinz Welz, 19.12.2014 09:55, 3 Antworten
Hallo, liebe Community, ich bin 63 Jahre alt und möchte jetzt nach Jahrzehnten Windows zu Linux...
ICEauthority
Thomas Mann, 17.12.2014 14:49, 2 Antworten
Fehlermeldung beim Start von Linux Mint: Could not update ICEauthority file / home/user/.ICEauth...
Linux einrichten
Sigrid Bölke, 10.12.2014 10:46, 5 Antworten
Hallo, liebe Community, bin hier ganz neu,also entschuldigt,wenn ich hier falsch bin. Mein Prob...
Externe USB-Festplatte mit Ext4 formatiert, USB-Stick wird nicht mehr eingebunden
Wimpy *, 02.12.2014 16:31, 0 Antworten
Hallo, ich habe die externe USB-FP, die nur für Daten-Backup benutzt wird, mit dem YaST-Partition...
Steuern mit Linux
Siegfried Markner, 01.12.2014 11:56, 2 Antworten
Welches Linux eignet sich am besten für Steuerungen.